Hallo allerseits,
ich lese hier seit kurzem mit und habe mir schon ein paar Fragen selber beantworten können, aber zum einen nicht alle, und zum anderen finde ich, eine Vorstellung ist irgendwann auch mal angebracht.
Also: Ich bin seit langer Zeit (>20 Jahren) Kaffeetrinker, musste aber aufgrund meines Magens und Kreislaufs mehrere längere Pausen einlegen. Die meiste Zeit habe ich daher mit Kaffee-Milchgetränken verbracht.
Reinen Espresso trinke ich eher selten, Cafe Crema (mit Milch) oder Cappuccino dagegen schon mal 3-4 am Tag. Kommt Besuch, machen wir meist "french press" (mit einer Bodum-Kanne und normalem vorgemahlenem Kaffeepulver). Meine Frau trinkt hauptsächlich Filterkaffee / Cafe Crema, gerne aber auch mal einen Café au lait oder Latte.
Seit ungefähr 6 Jahren besitzen wir einen "Cafissimo"-Kapselautomaten und nutzen diesen mit selbst befüllten Kapseln, was zwar nicht ganz so gut schmeckt wie die Originalkapseln, aber für den Tagesgebrauch reicht und vor allem deutlich billiger ist. Zudem habe ich noch besagte French-Press-Kannen von Bodum und im Büro haben wir (natürlich) diverse Vollautomaten, die von "lecker" (Bosch) bis "Ekelbrühe" (*zensiert*) fast alles dazwischen produzieren.
Ich habe längere Zeit nachgedacht, ob ein Vollautomat für zuhause in Frage kommt, aber nach diversen Berichten von Freunden (Initialinvestition, Reinigungsaufwand, Schimmel, Pflege, Kosten für Entkalkungskapseln etc.) bin ich derzeit verunsichert. Die Kaffeeenthusiasten in meiner Bekanntschaft haben zumeist einen Nespresso-Automaten und ertragen die hohen laufenden Kosten. Mir missfällt aber der Müll, der dabei entsteht, ausserdem mag ich die Firma Nestlé nicht.
Ich würde gerne zu Weihnachten "upgraden", bin aber mir der Richtung noch unsicher. Also:
- automatische oder zumindest gleichzeitige Milchaufschäumung sollte möglich sein (bin halt Cappuccino-Trinker, Milchaufschäumen per Düse gelingt mir meist schon ganz gut), ein separates Gerät wäre notfalls denkbar, wenn es genausogut funktioniert und wesentlich Geld spart (Zweikreislaufgeräte sind wohl ziemlich teuer und schwerer zu entkalken?)
- der Kaffee sollte auch direkt in eine größere Tasse fließen können (für Latte)
- ca 2-5 Tassen am Tag, sagen wir 800 pro Jahr.
- einfache Wartung und vor allem Reinigung
- schnelle Bereitschaft (bin morgens i.A. spät dran, 10 Minuten auf den Kaffee warten kann/will ich nicht, und zwischendurch "mal schnell" sollte auch ein Kaffee möglich sein)
- Budget sollte möglichst dreistellig bleiben, unter 500€ wäre natürlich auch schön, aber scheint mir für eine gute Siebträgermaschine kaum möglich (?)
(inkl. Mühle, z.B. die Graef CM80 gibt es ab 130€)
Mir selber eingefallen ist bisher:
- Cafissimo behalten, Mühle kaufen und selbstgemahlenen statt fertigen Kaffee in die Kapseln füllen (... wäre schon interessant, ob das was ändert, insbesondere ob die Tchibo-Sorten, wenn selbstgemahlen, anders schmecken als die Tchibo-Kapseln)?
- Cafissimo gegen Nespresso tauschen und Mehrkosten ertragen (der wird ja hier sogar im Kaffee-Wiki empfohlen für Leute, die Lernen oder Aufwand scheuen)?
- Mühle und Espressomaschine kaufen (welche?)
- doch einen Vollautomat kaufen (welchen?)
Bin aber auch dankbar für weitere Tipps und Denkanstöße. Gesucht ist ein vernünftiger Kompromiss zwischen täglichem Aufwand, Qualität (Maschine und Ergebnis) und Kaufpreis für den Tagesgebrauch und das gelegentliche Kaffee-Experiment.
Vielen Dank!


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