Inspiriert von Ralfy werde ich heute Abend, nach Wochen der Whiskyabstinenz, mal den Glenfiddich 15 Jahre probieren, den er für gut befunden hat. Ich habe davon eine 0,2er Flasche da.
Gruß aus der Falz, Largomops
BFC Lira 2-gr, BZ99, CC-PID, Mazzer Mini-E, K3, Demoka M-203, Moccamaster, Gene, HPR
So, eben isses passiert, der Glenfiddich 15 Jahre ist probiert. Vorweg, ich bin seeeehr positiv überrascht.
Ich habe die Flasche geöffnet und mir kam ein kräftig fruchtiger Sherry entgegen. Nicht so stark wie beim Glendronach, aber doch stark. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu schnüffeln. Er riecht verdammt gut. Wer Rauch mag, Fehlanzeige.
Im Mund setzt sich das ganze fort uns wird sehr süss und weich. Nix brennt und nix kratzt. Im Abgang dann etwas Gewürz, ein wenig Holz, süss, süss, süss. Lange läuft die Spucke noch im Mund zusammen. Er bleibt lange in Erinnerung. Kommt immer wieder süss zurück.
Wenn das Glas leerer wird kommen in der Nase die Gewürze stärker zur Geltung. Wenn ich die nur besser deuten könnte.
Das ist ein ganz anderer Geselle als der nichtssagende 12-jährige. Für manch einen wird er zu glatt sein. Absolut Frauentauglich und sehr süffig. Für mich gehört er mit dem Glendronach 15, dem Green Label und dem Linkwood zu den herausragenden Sorten, die ich probiert habe. Sorry Glenfarclas.
Schade, dass er nur 40 Prozent hat. Ich würde ihn gerne mal mit 43 Prozent probieren.
Gruß aus der Falz, Largomops
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Der Bericht vom 15er Glendfäddisch klingt ja interessant, verwunderlich wie vom 12 zum 15 Jährigen scheinbar die Quali nach oben springt.
(aber für mich ist es sicher nichts).
Gerade mal ein paar km westlich von Inverness gibt es ein Kaff names Muir of Ord. Neben dem Betonungetüm von der "Glen Ord Maltings", der Mälzerei von Diageo (siehe hier Hier tummeln sich ja Genießer aller Art...Whisky?), steht ganz schnuckeling die gute alte Glen Ord Distillery.
Zur Zeit wird bei Glen Ord wohl nur für den asiatischen Markt gebrannt bzw. abgefüllt, das Zeug kommt da unter der Marke "Singleton of Glen Ord" unters Volk und Flasche und Etikett sehen so aus wie beim hiesigen "Singleton of Dufftown". Die Vermarktung unter dem Namen Glen Ord wurde vor ein paar Jahren eingestellt! Die Restbestände des 12-jährigen Glen Ord hätten also eine Chance, rare Sammlerstücke zu werden, sind es aber nicht geworden. Irgendwie scheint der Glen Ord ein liebhaberloses Dasein gelebt zu haben. Obwohl die Preise schon angezogen haben: Im einschlägigen Onlinehandel sowie in der Bucht wird der 12-Jährige für rund 45 Taler gehandelt, 30 Pfund hatte er wohl früher in der Brennerei vor Ort gekosten. Ein Supermarkt hier bei mir hat ihn noch für 33 Taler im Sortiment....
Optik
Die ich-möchte-gern-Karaffe-sein Flasche erinnert doch ein wenig an JR aus Dallas. Der Korken ist doppelt so dick wie üblich und hat einen Holzdeckel. Naja, wer es braucht.
Recht dunkel ist der Whisky, es ist kein Vermerk über Farbzusätze zu finden. In welchen Fässern das Nass gereift ist wird aber wohl ein Geheimnis bleiben.
Nase
Weich, rund, süßlich und mit etwas Rauch durchsetzt duftet es aus dem Glas. Nach einer Weile auch leicht malzig. Nicht schlecht soweit.
Gaumen
Der erste Eindruck ist süßlich malzig, leichte Torfnoten mischen sich dazu. Insgesamt ehr kräftig, aber nicht aufdringlich, ehr rund. Nach Abklingen der Süße kommt ein Würzigkeit mit einem etwas Pfeffer und einer ganz leichten salzigen Meeresgeschmack.
Nachgeschmack
Die Würze bleibt im Mundraum, dazu etwas vom Meer und einem winzigen Klecks süßer Torf.
Keiner spricht groß über diesen Whisky? Kein Nachtrauern in Whisky-Foren? Keine Sammler die durch die Läden pilgern um Restbestände aufzukaufen? Mich wundert es! Es ist kein Talisker oder so, aber es ist ein sehr guter, anständiger Whisky, der andere "angesehene" 10-Jahre-Whiskies locker in ihre Ecken verweisen kann. Ich werde mir wohl noch ein oder zwei Flaschen auf Vorrat ins Regal stellen ...
Grüße, Olli
Wenn es Rauch sein muss, dann ist der Glenfiddich wohl wirklich nichts für Dich. Wenn Dich der Dalwhinnie interessiert, könnte Dich der Gelenfiddich auch interessieren.
Ich habe jetzt ja auch nur eine halbjährige Whiskyerfahrung, würde den 15er Glenfiddich als ideales Anfixinstrument bezeichnen. Ich finde ihn deutlich besser als den Balvenie Doublewood. Das ist aber alles Geschmackssache, wie es beim Kaffee auch ist.
Gruß aus der Falz, Largomops
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@Olli: Bei whisky-Fox steht, daß er gefärbt und gefiltert ist. Hört sich aber trotzdem seeeehr lecker an.
Und die älteren Abfüllungen erst mal....![]()
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ansonsten halte ich es wie dieter nuhr: »Das Paradies ist der Ort, wo Hunde bei der Straßenreinigung arbeiten und ich auf den Bürgersteig kacken kann«
oder besuche whiskycuse
@ Largomops,
auch wenn ich ein MacPeat bin, es geht auch mal ohne Rauch und Torf. Den Scapa 16, Dalwhinnie 15 aber auch was ich von Auchentoshan bisher probiert habe finde ich sehr lecker. Der Schatten ist nunmal zum drüber springen da
@ cuse,
ich habe mal auf whisky-fox geschaut, einen 30 Jahre alten Tropfen noch kühlzufiltern und zu färben ist hart. Unfaßbar.
Grüße, Olli
@Olli: Bei sowas fällt mir immer das Beispiel vom, ich glaube es war der 1982-Chateau Petrus ein. Ein Ausnahmewein für mehrere tausend Euro die Flasche zu bekommen, und: gefiltert! Das scheint offensichtlich weder vor Preis noch Alter halt zu machen. Sowas müßte verboten sein, als Verstoß gegen das Reinheitsgebot (so natürlich auch beim Whisky).
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ansonsten halte ich es wie dieter nuhr: »Das Paradies ist der Ort, wo Hunde bei der Straßenreinigung arbeiten und ich auf den Bürgersteig kacken kann«
oder besuche whiskycuse
@silverhour:
Ich schiebe das ganze auch schon eine gewisse Zeit vor mir her. Wenn Ralfy nicht gesagt hätte, dass der 15er Glenfiddich gut ist, hätte ich ihn immer noch nicht probiert, weil der 12er mal gar nix ist.
Gruß aus der Falz, Largomops
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