Das Foto von Stonecitykarl finde ich allerdings hochgradig unappetitlich. Für mich ein Beispiel, wie man es nicht machen soll. Nicht böse sein, aber Kritik muss auch mal sein dürfen.
Einzigartig finde ich, was Ihr mittels nachträglicher Bildbearbeitung aus der italienischen Barista gemacht habt. Das Ergebnis iat absolut mustergültig und "ausstellungswürdig"! Und Femtos Tropfenfotos sind natürlich ein Leckerbissen. An Appetitlichkeit kaum zu überbieten!
Meister Plempels Hinweise fand ich neben den vielen anderen Tipps sehr sehr wertvoll und würde dem gerne noch etwas hinzufügen.
Blitzlicht ist schnell und deshalb für bewegte Motive sehr geeignet (wie man an Stonecitykarls Tropfen sieht, der ja sehr aufregend ist!

). Die Nachteile sind allerdings: Blitzlicht ist sehr hart mit harten Schlagschatten und kommt, wenn es an der Kamera steckt, frontal. Damit macht es alle Objekte flach und unstrukturiert. (Der Berufsfotograf spricht von "totgeleuchet".)
Um Objekte in ihrer Plastizität zu betonen und die Binnenstrukturen zu differenzieren, braucht man weiches Licht - und das am besten von der Seite. Nichts ist da geeigneter als diffuses Tageslicht. Auch Studiofotografen bemühen sich mit all ihrer aufwändigen Lichttechnik einzig und allein darum, diesen weichen Tageslichtcharakter nachzubilden. Einziger Vorteil des Einsatzes der teuren Lichttechnik ist, dass man das Studiolicht potenziell überall und jederzeit zur Verfügung hat - Tageslicht nicht. (Spezielle Effekte wie Spitz- und Glanzlichter etc. lasse ich jetzt mal weg! Vieles wird ohnehin erst bei der Nachbearbeitung mit Photoshop hinzugefügt.)
Soviel an allgemeinen Betrachtungen - jetzt wird's praktisch. Ein sehr geeigneter Aufbau ist, einen Tisch vor einem Fenster mit indirektem Licht (also ohne direkte Sonneneinstrahlung) als Aufnahmetisch zu nutzen. Zunächst überlege ich mir, auf welchem Untergrund, bzw. Hintergrund mein Objekt am besten zur Geltung kommt. Hier wäre es sinnvoll, wenn man eine kleine Auswahl an Kartons und Folien besitzt. Dann stelle ich mein Objekt so auf den Untergrund, dass es seitlich beleuchtet wird, die Kamera also parallel zur Wand ausgerichtet ist. Um die Kontraste noch weicher zu machen (die Schatten "aufzumachen"), kann man bei der Aufnahme von der anderen Seite einen weißen A4-Bogen als Aufheller halten, bzw. von einer anderen Person halten lassen. Dann bleiben die Schatten offen und durchgezeichnet. Mit der Platzierung des Aufhellers spielt man ein bißchen, bis man die richtige Position gefunden hat - die Wirkung sieht man ja am Objekt! Hilfreich ist es natürlich, vom Stativ zu arbeiten, um alles in Ruhe kontrollieren und korrigieren zu können. Leider kann ich kein Foto des Aufbaus beisteuern, da ich nur eine Kamera besitze.
Ich stelle aber ein Foto als "Arbeitsprobe" ein, das ich genau mit diesem simplen Aufbau gemacht habe.
P.S. Mir fällt gerade ein, dass ich ja eine kleine Skizze des Aufbaus zeichnen und abfotografieren kann. Ich stelle sie gleich ein, sobald ich sie fertig habe!
So - bitte sehr. Wehe, Ihr meckert über meine grafischen "Künste"!!!

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