AW: Welcher Kakao schmeckt euch am besten?
Das Equipment ist simpel
- Backofen, Rost und ein etwas feinmaschigeres Gitter, damit die Bohnen nicht durchfallen (ich nehme ein Abtropfgitter für Pralinen).
Geröstet wird bei - im Vergleich zu Kaffee - relativ niedrigen Temperaturen: ich fahre auch keine Kurve etc., sondern heize vor und röste bei konstant 110 bis max. 150 Grad (generell: je edler die Bohnen, desto niedriger). Es gibt auch keinen Crack, sondern man geht nach dem Geruch: sobald der typische Schokoladeduft entsteht, höre ich auf - was je nach Temperatur und Bohnen so zwischen 10 und 30 Minuten der Fall ist. In der Fachliteratur wird von Vorteilen einer fallenden Temperaturkurve (z.B. 140 -> 110 Grad über die gesamte Röstzeit) gesprochen, da könnte man auch noch einiges experimentieren.
Man kann sicher auch einen Kaffeeröster nehmen, bei dem man die Temperatur weit genug runterdrehen kann (mit dem Behmor geht das nicht, vielleicht mit dem Gene?) - aber im Backofen geht's auch prima. Es entsteht auch kein Rauch oder Häutchenflug.
Lästig finde ich nur, die Haut der Bohnen (die dicker als bei Kaffeebohnen ist) nach dem Rösten runterzubekommen - bei manchen geht das einfach, andere sträuben sich etwas. Bei der industriellen Verarbeitung werden die Bohnen nach dem Rösten grob geschreddert und dann in einem Gebläsesortierer die leichteren Schalenbestandteile einfach weggeblasen.
Auf den von mir im vorigen Beitrag verlinkten Händlerseiten findet man weitere Informationen (insbes. unter "Wissen"), z.b. die Einstiegsinfo hier:
Schokolade & Kakao: Kakaobohnen selber verarbeiten
Viel Spaß und Erfolg - und falls jemand weitere Bezugsquellen für wirklich erstklassige Rohkakaobohnen weiß (die üblichen Angebote der Natur- und Bioladenszene habe ich schon durch, war eher enttäuschend), würde ich mich über einen Hinweis freuen.
@home: Iberital Challenge Mühle --> Olympia Cremina 67 & 2002 Handhebelmaschinen
@work: Casadio Istantaneo Mühle --> Dalla Corte Mini Dualboilermaschine
Behmor 1600 Kaffeeröster
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