...und dann sowas:
heute morgen um sieben wieder im büro. dass die perfetta ausschaut, als hätte sie an einem motocrossrennen teilgenommen, vermag mich schon gar nicht mehr zu überraschen.
also: maschine gereinigt, rückgespült und einen ersten espresso bezogen. seltsam, denke ich, statt der gewohnt üppigen crema ergiesst sich eine schwarze brühe in die tasse, erst ganz zum schluss bildet sich ein jämmerlich dünner cremaflor. skeptisch aber mutig probiere ich das ergebnis: sauer und schal wie abgestandender limettensaft.
ich rätsle und grüble, verändere den mahlgrad, ziehe zwei, drei, vier weitere shots - doch das ergebnis bleibt immer dasselbe. klar, die bohnen - rossonero von blaser, vor gut einer woche geliefert und durchaus als frisch geröstet zu bezeichnen - dürften seit vergangenem freitag in der mühle liegen. nicht die besten voraussetzungen zwar, zumal bei diesen temperaturen, andererseits aber kaum vorstellbar, dass die bohnen innert derart kurzer zeit so massiv abbauen.
aus lauter verzweifelter ratlosigkeit tue ich einen blick in's bohnendepot im kühlschrank... unfassbar: neben den beiden packungen blaser liegt ein angebrochener beutel espresso mailänder art - elegante röstung (!) von tchibo!
die erklärung des kollegen, der diese sensorische misshandlung gekauft hat: die freundliche, junge und hübsche dame bei tchibo meinte, das sei ein ganz ausgezeichneter kaffee...
wäre die dame noch etwas hübscher gewesen, der kollege hätte sich wohl auch einen sack hafer aufschwatzen lassen...![]()


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