Hallo Kaffee-Netz User,
ich verfolge euer Forum schon lange und habe schon viele Tipps abgestaubt. Ihr seid echt klasse! Super.
Ich wollte euch mal noch ne schöne Geschichte erzählen, wie ich einst guten Espresso trank und lange Zeit nicht und nun wieder dazukomme.
Es war einst vor langer, langer Zeit. Meine damalige Freundin und ich brachten uns vom Urlaub am Gardasee ne hübsche La Pavoni Europiccola mit. Sofort nach der Ankunft ging es los. Espressozubereitungssuperschlachtfest. Aber so richtig gut ist es nicht geworden. Also ab zum netten Espressomaschinen Händler um die Ecke (Azz....lo, München) und ne Mühle (Nuova Simonelli Grinta) abgestaubt. Dazu gabs noch ne Packung Martella Bohnen und schon war quasi alles perfekt. Wahnsinn. Espresso perfekt sozusagen.
Naja, aber Frauen kommen und gehen und so war es dann auch. Wir haben uns getrennt und ich habe mich entschieden Mühle und La Pavoni bei der Ex zu lassen. Der gute Plattenspieler und der Gitarrenverstärker war mir irgendwie lieber.
So stand ich nun da, mit guter Musik und ohne La Pavoni. Naja hab ich mir gedacht, man kann nicht immer alles haben.
Und wo ich schon dabei war, wohin soll ich nun mit meinem Plattenspieler und dem Verstärker? Was macht man als guter Sohn. Klar. Erstmal zurück zu Mama und den neuen Masterplan entwickeln.
Bei der Mama gibt es auch eine Kaffeemaschine. Umso besser. Nur war es ein Vollautomat (Saeco), der komischerweise ganz akzeptable Ergebnisse liefert und ich war aufgrund vorher erfahrener emotionaler Kälte erstmal zu Frieden mit dem Vollautomaten-Kaffeewasser.
Gut, so war ich nun dabei den Masterplan zu fassen. Während ich so überlegte wie ich die Berufsbezeichnung "Privatier" glaubhaft auf meiner Visitenkarte verankern kann, lerne ich ne neue Herzdame kennen und der Masterplan wird umgeworfen. Das dürften so einige von euch kennen, oder?
Also alles fein, Frau, super, Hallelujahappydingdongcool. Die (edit: Eltern) meiner damals neuen und noch aktuellen Freundin hatten auch so ein Vollautomaten-Monster: Es war babyblau und hieß JURA IMPRESSA. Und es war total fertig: 27800 Bezüge ohne Wartung. Bäh! Schimmelparty in der Brühgruppe, bruhaaaa, würg. Von Espresso keine Spur. Nix. Das haben meine Schwiegereltern auch irgendwann begriffen und kauften ein neues Ungetüm. Es war schwarz und teuer. Und am Namen hat sich fast nix geändert. Es macht auch noch die selben seltsamen Geräusche. Das alte babyblaue Ding stand ganz traurig auf dem Balkon und sollte in den Müll wandern....
Und dann beginnt mein Aufstieg zurück ins Espressoparadies!
Ich rette ehrenhaft das arme, fertige, babyblaue IMPRESSA Monster vor dem Schrottplatz und schicke es zurück an die Verbrecher von Jura. Die richten das Ding für ne lächerliche Pauschale von 150 EURO. (alles neu, Brühgruppe, Mahlwerk, Elektronik, Wassertank, blablablablub, 3 Seiten voller Ersatzteile waren auf der Rechnung).
Ich fasse zusammen: Einsatz bis jetzt: 150 EURO.
Ich hab wieder eine Kaffeemaschine! Aber: Das Zeug was da raus kommt schmeckt nicht. Mahlgrad rauf/runter, Menge rauf/runter, Wasser rauf/runter, nix. Alles zwischen scheisse und schlecht. Nur kein anständiger Kaffee. Null. Ich würde mir echt in den Arsch beissen, wenn ich so ein Teil für 1200 EURO beim Elektrohandel gekauft hätte. BÄH! Wie kann man nur? Neeeee!
So jetzt hab ich so ein Teil, fast wie neu, frisch revidiert beim original Kundendienst. Und was mache ich damit? Richtig! Ab in die Bucht und schauen was geht. OK. Und was ging?
BAM! 450 EURO für den ollen Vollautomaten. Also hab ich hier mal eben den Einsatz von 150 EURO verdreifacht. Super!
Und was ich jetzt mit den 450 EURO mache, dass könnt ihr euch ja denken.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf mein Paket, das bald ankommt.
Hehe ... schon bald darf ich wieder Hebeln und grinsen...
Alles wird gut.
Ein dickes Danke an dieses Forum!


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