So frei nach dem Motto: weil nicht sein kann was nicht sein darf, oder wie? Egal, glaub' doch, was Du willst. Sei nur nicht überrascht, wenn die Physik Deine Meinung nicht teilt.
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Rancilio Silvia mit Auber PID, PI, Fuellstandsanzeiger Bruehdruckreduziert 06/99
Iberital Challenge 2008
Alfredo 9016 2009
Es gibt 11 Arten von Menschen:
- Die, die binär verstehen
- Die, die es nicht tun
- Die, die Witze darüber machen
Nein, keines Falls.
Wilkinson und Co. bekommen es ja auch hin, das sie Klingen mit sehr feinen Schneiden produzieren. Von Skalpellen für die Chirurgie ganz zu schweigen.
Ich habe schon mehrere Werkzeuge hergestellt und noch mehr Schneiden nachgeschliffen und geschärft.
Selbstverständlich stößt man dann auf die oben angesprochenen Probleme. Darum sollte man den einzelnen Fertigungsverfahren auch Rechnung tragen. Wenn also Materialien so dünn sind, das sie sich bei Belastung wegbiegen, dann muß man die Anpreßkraft und die Abtragleistung so weit verringern, das sie sich nicht mehr wegbiegen (Oder man stüzt sie mit einem festen Medium, was ja die Messerhersteller in Solingen mit den Auflagebrettern(Vorrichtungen) erreichen). Je feiner die Arbeit, desto mehr Mühe und um so größer der Aufwand.
Hier gibt es schöne Aufnahmen von Schneiden in sehr hoher Auflösung. http://www.gebauergmbh.de/upload/Pr%...9_MG%C3%A4.pdf
Wobei härtere Werkzeuge weniger zu Grat neigen als weichere Werkzeuge.
Du mußt mir nicht glauben. Ich habe versucht dir eine Lösung des Problems anzubieten. Du kannst sie annehmen, mußt es aber nicht.
Liebe Grüße,
Scheusal
Geändert von Scheusal (04.01.2011 um 12:21 Uhr) Grund: Anschaulichen Link hinzugefügt.
Expobar - Brewtus III (Vollisoliert, Rota u. Festwasser); Eureka Mignon Istantaneo MCI/MT
Warum Du bei den beispielhaft angeführten Hobelklingen auf besonders dünne, flexible Klingen schließt, erschließt sich mir nicht. Genausowenig auch, was Du mit der verlinkten Präsentation aussagen willst, die für sich genommen sicher ganz interessant ist (wenn man den Vortrag dazu hört), aber weder über einen konkreten Schleifvorgang noch über dessen Zwischenergebnisse Auskunft gibt.
Die von mir erwähnten Hobelklingen sind (bei Schnittbreiten von rund 25 bis gut 60mm) zwischen 3,5 und 8mm dick (Augenmaß). Also durchaus unflexibel genug, um ohne weitere Unterstützung ausreichend gerade zu bleiben. Darüber hinaus bieten sie den Vorteil, mit einfachstem Hilfswerkzeug winkeltreu auf dem Schleifstein geführt werden zu können, bei der Klingenbreite ist auch ein versetztes Schleifen nicht notwendig und mit Druck schleift man da nur bei einem groben Abrichten (wenn man aus welchem Grunde auch immer den Grundwinkel ändern will/muß). Mit dem normalen Wasserstein vermeidet man das, weil man den andernfalls dauernd abrichten muß.
Man kann also davon ausgehen, daß mit ausreichend wenig Druck und exakt genug gearbeitet wird - und es dennoch Gratbildung gibt. Aber vielleicht sind ja auch nur all diese Hobelklingen (Stanley und Co.) Schrott, wer weiß ...
@SAL: hmmm - Side Arm Launch?
lg,
Klaus
Rancilio Silvia mit Auber PID, PI, Fuellstandsanzeiger Bruehdruckreduziert 06/99
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Alfredo 9016 2009
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@Moderation
Es wäre dem Thema sicherlich zuträglich wenn auch dieser Thread (mea culpa) vom Küchenmesser Thema abgespalten würde/wird.
Die Klingen gibt es in unterschiedlichen Stärken.
Sie sollte lediglich als Beleg für meine Aussage gelten, das man sehr spitze Schneiden ohne Grat herstellen kann. (Durch schleifen.)
Wenn an der Schneide nicht ein Keilwinkel (beta) größer/gleich 90 Grad vorhanden ist, dann wird das Material der Klinge zur Spitze/Schneide hin dünner. An der Schneide selbst ist die Klinge (hoffentlich) am dünnsten. Je spitzer der Keilwinkel, desto weniger Fleisch/Rückhalt hat die Spitze zur Hobelklinge. (Ich hoffe ich habe mich nachvollziehbar ausgedrückt. Wenn nicht, ist es mein Fehler.)
Es kann also passieren, das unter ungünstigen Voraussetzungen sich die Spitze/Schneide wegbiegt.
Zum Thema abrichten von Schleifsteinen. Die Schleifpartikel im Schleifstein/Schleifscheibe nutzen sich ab. Wenn es gut läuft, dann brechen sie durch und bieten damit nach Abnutzung eine neue Schneide an, oder sie brechen ganz heraus und geben einem nachfolgenden Schleifkorn die Gelegenheit zum schleifen. Ein Abrichten von Schleifscheiben/Schleifsteinen ist daher kein Attentat gegenüber dem Schleifstein, sondern eine Notwendigkeit, damit der Schleifstein bzw. die Schleifscheibe ihrem Zweck erfüllen kann. Auch sollte man ein zusetzen der Schleifscheiben/Schleifsteinen vermeiden.
Schleifscheiben/Schleifsteine sind also vom Prinzip her dem Verschleiß unterworfen und dementsprechend als Verbrauchsmaterialien einzuordnen. Daher bitte die Schleifscheiben/Schleifsteine nach Bedarf (wenn sie außer Form oder zugesetzt sind oder stumpf) abrichten.
Sie sind sicherlich nicht so hart und zäh wie man es von einem HSS (Hochleistungs Schnellarbeitsstahl) erwarten kann. Die Hobelklingen, die mir mal ein Kollege (Holzwurm) gebracht hatte waren recht locker mit Diamantfeilen auf Kontur zu trimmen. (Sie hatten ein Profil, und wurden diesbezüglich von ihm weniger gerne nachgeschliffen.)
Expobar - Brewtus III (Vollisoliert, Rota u. Festwasser); Eureka Mignon Istantaneo MCI/MT
Natürlich gibt es auch Balsa-Hobby-Hobel mit Einweg Rasierklingen ... und Fingerhobel mit <2mm starken Klingen, da ist aber die Klingenbreite so gering, daß es auf der Schneidenlänge nicht zu Durchbiegungen kommt.
Daß ein Schleifstein regelmäßig überarbeitet gehört, ist mir klar. Was ich meinte: wenn man mit Druck arbeitet, holt man sich mit Hobelklingen, die ja idR schmäler sind als der Stein, sehr schnell Riefen ab, womit ein glattes/gerades Schleifen nicht mehr möglich ist. Das heißt man muß, sobald man das merkt, den Schleifvorgang abbrechen und den Stein abrichten. Außerhalb der normalen Pflegezyklen und noch bevor man diese eine Klinge fertig geschliffen hat ...
Außerdem kenne ich kein einziges Messer und keine Hobelklinge (ich rede hier bewußt von Handwerkzeug, nicht von Maschinen - über die kann ich keine Aussage treffen), das/die aus HS Stahl ist. Was schade ist, weil ich damit bei Ebenholz nach wenigen Zügen nachschleifen "darf". Andererseits bezweifle ich etwas, daß man HS Stahl mit "Hausmitteln" so problemlos nachschleifen kann ... da doch lieber etwas weicher und dafür sauber machbar.
Zur Stichhaltigkeit der Präsentation in Bezug auf Deine Aussage zum Thema Schleifen ohne Entgraten (= Abziehen) hat sich meine Meinung noch immer nicht geändert.
Und damit werde ich das Thema von meiner Seite ruhen lassen.
lg,
Klaus
Hat wenig mit Küchenmessern zu tun, aber wohl mit Japanern und Schleifsteinen und Stahl und der Passion und dem Handwerk...........
Die Hohlfase mögen man mir verzeihen. In Tischleralltag macht sich ne Tormek mit grobem Stein einfach super, um die herben Kerben aus der Schneide zu schleifen. Danach geht das Abziehen einfach superschnell und ohne Wackelei.
Liebe Grüße Janko
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Wer hat denn mit Tosa-Hocho Erfahrungen gemacht? Ich habe ein Messer per eMail bestellt, bekomme aber keine Antwort.![]()
Gruß, antony
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Ich hab seit bestimmt vier, fünf Jahren ein Y95 und ein F165 in Gebrauch. Die Abwicklung damals lief völlig unproblematisch und freundlich, vielleicht ist er gerade unterwegs. Wann hast du die Mail denn geschrieben?
Die Messer kann ich auf jeden Fall guten Gewissens empfehlen, meine Beiden kommen fast jeden Tag zum Einsatz und schlagen sich dabei wirklich gut. Die Schnitthaltigkeit ist deutlich besser als bei meinen rostenden Herder-Messern, und wenn sie mal geschliffen werden müssen ist das mit zwei Banksteinen schnell und mit sehr gutem Ergebnis gemacht.
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