Mit dem Musikhören ist es wie mit dem Kaffeetrinken. Man ist immer auf der Suche nach dem optimalen Ergebnis.
Von einer meiner letzten Auslandsreisen habe ich mir aus dem Duty-Free Shop einen Bose InEar Kopfhörer mitgebracht. Zum einen weil ich viel Gutes darüber gelesen hatte und zum zweiten weil ich noch ein paar libanesische Pfund übrig hatte.
Der Klang war an verschiedenen Audioquellen schon nicht schlecht, aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl "da muß doch noch mehr gehen". Aufgrund früherer Tätigkeit im Tonbereich wußte ich, daß es eine Menge Möglichkeiten gibt, die Klangwiedergabe und das bei jedem Menschen anders ausgeprägte (subjetive) Klangempfinden zu beeinflussen. Aufgrund der relativ großen Ausprägung der Schallfläche an diesem Ohrhörer schwebte mir immer der Gedanke vor, diese anstatt mit den mitgelieferten Silikonstücken mit individuell gefertigten Otoplastiken versehen zu lassen.
Über diesen Wunsch habe ich mich dann mit einem Hörgeräteakustiker unterhalten und er meinte, das sei überhaupt kein Problem. Gesagt getan. Es wurden Abdrücke der beiden Gehörgänge und der Ohrmuscheln gemacht und heute - 10 Tage später - kam der Anruf, daß die Teile fertig sind.
Die Paßform ist perfekt, wenn auch noch etwas ungewohnt (aber nicht störend) im Ohr, aber das wird sich in wenigen Tagen geben und der Klang ist einfach traumhaft. Außengeräusche sind nahezu unhörbar, deshalb sollte man diese Hörer niemals verwenden, wenn man aktiv am Straßenverkehr teilnimmt - aber das macht man ja sowieso nicht.
Der materielle Wert der Ohrhörer hat sich durch diese Maßnahme mehr als verdoppelt, aber für mich ist das eine Investition, die sich wirklich gelohnt hat. Denn auf der Suche nach dem bestmöglichen Musikerlebnis ist mir eigentlich nichts zu teuer.
Toller Service der Firma Kind, die mich bei der Umsetzung dieser Idee sehr professionell unterstützt hat.


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