Als Dinosaurier der Fotografie liebe ich natürlich S/W. Hier Beispiele aus verschiedenen Jobs - bis auf das letzte Bild alles mit Studiolicht.
Aus der Serie "Arbeitswelten"
Aus der Serie "Gesichter einer Großstadt"
Aus einem Motorradprojekt
Aus einer Serie über Berliner Architektur / Stadtgestaltung
Soll man ja eigentlich nicht, aber zu zwei Fotos würde ich gerne etwas sagen:
Kevins HDR gefällt mir sehr, weil er das Zentralmotiv hervorragend herausgearbeitet und im Umfeld platziert hat. Perfekt gewählter Standpunkt der Kamera: Das "urzeitliche" Relikt der Agrarwirtschft braucht die freie Wiese als Umfeld, um zur Geltung zu kommen und seine Wirkung im Kontrast zur (keineswegs unberührten - Stichwort Forstwirtschaft) Natur zu entfalten. Und lichttechnisch vorbildlich. Fantastisch durchgezeichnet. Beeindruckendes Bild - alles andere als beliebige, belanglose Amateurfotografie. Meisterhafte Arbeit des Fotografen!
Kichers Parkhaus finde ich auch bemerkenswert. Vorbildlich senkrecht orientiert - mit schiefen, stürzenden Linien wäre das Bild kaputt gewesen. Und indem er die Architektur bewusst gegen den schwarzen Himmel stellt (normalerweise absolut verboten: Nachthimmel hat IMMER Farbzeichnung zu haben - Stichwort Aufnahme in der blauen Stunde!), verstärkt er die bedrohliche Athmosphäre, die von dieser seelenlosen Großstadt-Zweck-"Architektur" ausgeht. So lässt sich das Ganze als perfekte Kulisse für den Selbstmord einer Siebzehnjährigen im ersten Liebeskummer denken. Tolles Foto!