Erdnusskaffee!
Hallo!
Im Reformhaus gab es ungeröstete Erdnüsse, die ich zu Versuchszwecken mitgenommen habe.
Nach der ersten Selbströstung in der Pfanne kam dann die Idee.
Erdnusskaffee!
Rösten, rein in die Mühle, alles verklebt, naja, der erste Versuch.
Die Röstzeit muss sehr lange sein, vor allem langsam, mehr als 20 Minuten.
Es soll möglichst viel Öl austretten, das macht sich nämlich schlecht in der Mühle.
Wenn die Farbe einer dunklen Espressoröstung entspricht, und man eher einen Backvorgang als Röstvorgang macht, dann gehts.
Wichtig ist wie gesagt eine lange "Backzeit" um möglichst viel Öl zu "binden".
Der Mahlgrad muss gröber sein als bei Espressobohnen, anscheinend stopft das Erdnussöl.
Die Mühlenreinigung danach ist nicht ohne, besonders nach dem Erstversuch und einer viel zu kurzen Pfannenröstung war`s der Horror.
Das Stichwort "ölig im Geschmack" gewinnt mit Erdnusskaffee eine völlig neue Bedeutung. Hat man erstmal die Crema weggetrunken, die sehr schnell zusammenfällt, sieht man leichte Fettaugen am Erdnussespresso.
Die Farbe ist etwas heller, aber ziemlich nah am Original.
Der Geschmack ist unglaublich, Röstaromen sind ja vorhanden, der Erdnussgesckmack auch.
Dafür ist er völlig säurefrei und die Geruchsnote ist klasse.
Vorsicht bei der Mühle, die verklebt sehr leicht, ich hätte meine nach dem ersten, viel zu wenig gerösteten Versuch, fast nicht mehr hinbekommen.
Vor Nachahmung wird deshalb gewarnt, die Mühle kann man damit ruinieren.
Wasu
Quickmill 3035 Brühdruckreduziert 9,5 Bar, thermoisoliert, ohne Dampflanze dafür mit LM-Sieb und bodenlosem Siebträger. Außerdem Stella Herdkanne und Bodum Pressstempelkanne
Dank kurzer Aufheizzeit muss unangemeldeter Besuch bei mir nicht 30min auf den den ersten Espresso warten, und Energie spart's auch......
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