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  1. #191
    *Frank* ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Zitat Zitat von Ranger Kevin Beitrag anzeigen
    Die Frage ist halt, ob sie auch ein vernünftiges Ergebnis bringt trotz des günstigen Preises.
    Jepp, ein sehr vernünftiges - möchte meine (mit einem DIY-Bürstenarm nachgerüstete Okki Nokki) PlaWaMa nicht mehr missen!

  2. #192
    Vincent Kluwe-Yorck ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Zitat Zitat von Ranger Kevin Beitrag anzeigen
    Sagt mal, eine Frage am Rande... hat einer von euch Erfahrung mit dem beliebten Knosti Disco-Antistat Waschgerät gemacht? Ich überlege gerade, mir sowas zuzulegen, da es eine der wenigen bezahlbaren Möglichkeiten zur Plattenwäsche ist, und es hier in der Gegend leider keinen Laden gibt, der sowas sonst anbietet...
    Puh. Endlich kann ich auch mal was als "Fachmann" beisteuern. Bisher war ich ja zwischen Euch Cracks immer das Dummerle vom Dienst! Und beim Plattenwaschen bin ich Fachmann - hat wohl noch keiner von Euch zwei Wochen täglich 15 bis 18 Stunden seine gesamte Plattensammlung durchgewaschen!

    Aber zunächst: Barossi hat unbedingt recht. Eine Plattenwaschmaschine ist das wichtigste Hilfsmittel im Arsenal eines Vinylisten! Nur durch regelmäßige Wäsche lassen sich die Platten über viele Jahre knisterfrei spielen.

    Dass die Waschaktion bei mir so lange gedauert hat, lag nur daran, dass ich mir vor 30 Jahren von einem Freund dieses schreckliche Lenco-Nassspielsystem habe aufschwatzen lassen. Das war die finsterste Erfindung seit dem Bau der Atombombe und der Erfinder gehört verdonnert, es bis zum Ende seiner Tage selbst benutzen zu müssen! Der Nassarm kleckert permanent, die scharfe Mumpe darin löst ständig den Kleber auf, mit dem die Lenco-Einzelteile zusammengedengelt sind, sodass es noch mehr kleckert, und man ständig alle Einzelteile wieder zusammenflicken muss, was dann aber auch wieder nur von jetzt auf gleich hält.

    Bei der Benutzung löst die Lösemumpe in dem Arm den Krust in den Rillen kurz an – danach wird er wieder fest, bleibt also in den Rillen! Nach und nach wird der Krust immer dicker, bis er zu einer steinharten Betonschicht geworden ist, die sich nicht mehr auflösen lässt. Ergebnis: Geräusch wie eine Fräse statt Musik.

    Um diesen unsäglichen Zustand endlich zu beenden, hab ich mir dann die Okki Nokki gekauft. Und den Lenco in den Orkus befördert. Leider war die Okki Nokki nicht effektiv genug, um die Betonschicht aus den Rillen zu lösen. Ein Freund hat mir dann zu der Knosti geraten. Die habe ich mir gekauft und siehe da - durch das Vollbad und das beliebig lange Drehen zwischen den (auswechselbaren!) Bürsten wurden meine Platten tatsächlich wieder sauber. Und einmal im Jahr nimmt man die Bürsten mit einem leichten Griff kurz heraus und wäscht sie unter warmem Wasser aus.

    Fazit: Wenn jemand seine Platten immer frei von Lenco gehalten und bestens gepflegt hat, dürfte die Okki Nokki sicher ausreichen - es ist ein wunderbares und durchdachtes Gerät, gar kein Zweifel! Ich bleibe aber bei der Knosti, weil die Kiste für einen denkbar günstigen Preis extrem effektiv ist und die Benutzung auch noch großen Spaß macht. Nur beim Rückgießen der Reinigungsflüssigkeit in die Vorratsflasche muss man ein bisschen aufpassen, damit nichts daneben geht. Aber beim dritten Mal schafft man das problemlos. Der mitgelieferte Trichter ist wahrlich groß genug. Überhaupt ist das Gerät unglaublich gut durchdacht - alles ist dabei, einschließlich Trockenständer. Irgendein Rezensent hat bemängelt, die Plastikkappen auf den Enden des Trockengestells seien zu hart und würden die Platten zerkratzen. Ja geht's noch?!? Wer versucht denn, die Platten mit Gewalt im flachen Winkel ins Gestell zu würgen?!? Das macht man doch wohl senkrecht und mit Vorsicht, oder? Ich habe jedenfalls in meiner Brachialaktion nicht eine Platte zerkratzt!

    Ich sammle immer ein Dutzend Platten, die gereinigt werden müssen, und wasche die dann bei der Tagesschau (vielleicht zweimal im Jahr - öfter ist das nicht nötig). Bei der Wettervorschau bin ich damit durch. Kurz: Ist billig, macht Spaß und bringt extrem viel. Ich habe zusätzlich alle Platten in Antistatik-Hüllen versenkt und habe so auch keine Probleme mit Staub.

    Also ran, Kevin - kauf dir das Ding!
    Geändert von Vincent Kluwe-Yorck (31.12.2012 um 05:58 Uhr)
    Diagnose: Gigantomechania extremensis . . . Symptomatik: Junior S ist zu wenig — eine ausgewachsene Senior XXL musses sein!

  3. #193
    Bohnenfreund ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Nun ja, Plattenreinigung ist wichtig, keine Frage, nur muss sie auch teuer sein? Für mich hat sich die "The Cheap Thrill" Methode bestens bewährt! Ok, es bedarf mehr Handarbeit, aber außer einem alten Laufwerk und etwas Equipment braucht es nicht viel mehr und das Ergebnis ist, zumindest für mich, völlig zufriedenstellend.

    Grüße,

    Stefan
    Geändert von Bohnenfreund (31.12.2012 um 09:46 Uhr) Grund: weil ich es kann ;-)
    Oscar Vienna Pro + Ascaso I-mini + Fausto India Monsoomed Malabar

  4. #194
    Ranger Kevin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Danke, Vincent, genau auf so eine Antwort hatte ich gehofft
    Meine eigenen bescheidenen Platten haben ja eh noch nie ein Lenco gesehen, sind daher soweiso nur zu entstauben. Und wenn ich doch mal was aus dem Schranke meines Vaters hören will (der allerdings in den seltensten Fällen meinen Musikgeschmack trifft) dann muss ich halt mal ein bisschen länger kurbeln.
    Ich habe übrigends gerade einen interessanten Tipp zur Knosti gelesen, jemand hat da eine Art Zwei-Phasen-Methode gemacht. Er hatte Zwei Knostis, und hat eine mit Reinigungsflüssigkeit und die andere mit VE-Wasser befüllt, sozusagen zum Klarspülen hinterher. Das scheint das gute Ergebnis wohl nochmal verbessert zu haben, denn im Reiniger sammeln sich ja nach und nach Schmutzpartikel. Außerdem kann man dann doppelt so viele Platten trocknen...
    Naja, dann werde ich mir mal eine Knosti bestellen.
    mfg der Kevin

    Equipment:"Custom" Gaggia CC" | Mahlkönig Vario 2.0 | Backup: Handfilter oder Ibrik + Sözen Handmühle
    Wissenswertes:
    Greift Kaffeefettlöser wirklich Aluminium an? Wir haben es getestet... | Reinigungsanleitung Gaggia CC (PDF)

  5. #195
    Vincent Kluwe-Yorck ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Hallo Freunde, wollte nur kurz Vollzug melden! Und mich sehr herzlich für Eure wertvollen Tipps und Anregungen bedanken. Leider war das alles vergebliche Liebesmüh, denn es ist nun doch ein Rega RP3 geworden – ausgestattet mit Ortofon 2M Blue. Wie das?!? Hab mich artig und folgsam, wie ich nun mal im tiefsten Grunde meiner Seele bin, auf die Suche nach einem Technics gemacht. War auch einiges im Gespräch, aber habe mich dann aufgrund der Erfahrungen ganz schnell von dem Gedanken verabschiedet. Keine Einzelheiten, nur so viel: Ich komme mit dem Umfeld nicht zurecht, in dem man dieses spezielle Gerät suchen muss.

    Aber justament in dem Augenblick, wo der Frust am größten war, fällt mir ein fast nagelneuer RP3 genau vor die Füße - und zwar in Form eines Angebotes, "das Due nichte ablehnen kannste": preislich nur knapp über einem uralten Technics, wenn ich das gleiche System dazurechne. Hab da natürlich sofort zugeschlagen - war für mich überhaupt keine Frage. Ich hoffe, die Entscheidung findet Euren Segen!
    Geändert von Vincent Kluwe-Yorck (03.01.2013 um 02:37 Uhr)
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  6. #196
    Moccafaux ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Glückwunsch. So fängt das neue Jahr doch gleich mal gut an.
    Ich bin zwar kein Pfarrer, aber meinen Segen hast Du
    Was für eine farbliche Ausführung ist es denn geworden?

    Mein Entschluß steht auch soweit fest: ich werde meinen 15 Jahre alten 1210 MKII (Erstbesitzer!) pimpen.
    Headshell, System, Phonokabel + PWM, alles neu.

    Grüße Moccafaux
    Mazzer Mini B / Rocket Giotto Evoluzione

  7. #197
    Vincent Kluwe-Yorck ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Deinen hätte ich natürlich sofort genommen, Moccafaux. Oder von jedem anderen hier aus dem Thread. Aber auf der freien Wildbahn? Nee nee - nie wieder. Da bin ich geheilt.
    Hauke nehme ich natürlich persönlich übel, dass er mir nicht seinen 1210er überlassen wollte. Kann ich überhaupt nicht verstehen! Den hätte ich besonders gerne genommen.

    Das Chassis ist weiß. Von allen Möglichkeiten natürlich die ... naja, sagen wir mal ... gewöhnungsbedürftigste. Aber bei dem Preis und dem neuwertigen Zustand war mir das nicht die geringste Überlegung wert. Da hieß es nur zuschlagen. Außerdem wird das Ding komplett eingemauert - sieht man dann eh kaum noch (Foto folgt, sobald alles fertig ist!).

    P.S. Eins wundert mich aber doch: Hier wird auch wieder nur viel über Technik geredet und nix über Musik. Finde ich schade. Gerade bei Euch hätte mich sehr interessiert, woran sich Eure musikalische Leidenschaft entzündet! Falls der eine oder andere hier interessiert ist, sich auch intellektuell mit dem Thema auseinander zu setzen, hier ein Link: http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=5193. Das sind mit Abstand die besten musikkritischen Debatten, die ich je gelesen habe. Es geht vordergründig darum, wie Lang Langs Klavierspiel einzuordnen ist. Im Verlaufe der über 100 Seiten des Threads entwickelt sich das Gespräch aber zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über das Verhältnis Komponist - Interpret, die Einordnung moderner / populärer Musik im Vergleich zu klassisch komponierter / geschriebener Musik und etliche Fragen, die damit zusammen hängen. Was den Wert der Debatte ausmacht, ist die unglaubliche geisteswissenschaftliche Kompetenz der Teilnehmer. Auf einem Niveau geführt, das einzigartig sein dürfte für eine Forums-Diskussion! Geradezu atemberaubend. Habe den ganzen Thread mit ungeheurer Faszination durchgearbeitet und werde das zur Sicherheit und mit mehr Ruhe wiederholen. Unglaublich lehrreicher Lesestoff, der mir unendliches Vergnügen bereitet hat!
    Geändert von Vincent Kluwe-Yorck (03.01.2013 um 07:37 Uhr)
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  8. #198
    Barossi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Moin Vincent,
    ist doch auch eine gute Wahl, und sieht sehr nett aus:

    http://www.phonophono.de/media/catal...rp3_white2.jpg

    Ist das System ordentlich montiert?

    Lieben Gruß

    Hauke
    Rocket R58
    Mazzer Mini A und Compak K3 advanced jeweils mit schickem Glashopper von LapinKulta
    Tidaka Boardtrichter und VST Siebe
    Zubehör von concept-art
    Kaffee von Quijote Hamburg
    Maschienen vom Georg @ http://www.espresso-prego.de

  9. #199
    apogee ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Rega3: gute Wahl.
    Was heißt "eingemauert"?

  10. #200
    Vincent Kluwe-Yorck ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressosaufende Vinyl-Fetischisten

    Ach, das freut mich ja, dass meine Wahl keinen Unmut auslöst. Mir gefällt die Kiste nämlich ausnehmend gut. Der Player wurde vor einigen Monaten bei einem Spezialisten für Turntables (Phono-Irgendwas) gekauft und montiert. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie ihren Job ordentlich gemacht haben.

    Mit eingemauert meine ich, dass ich die Kiste ins Rack hinein stelle (eine Ebene tiefer) - und nicht oben drauf, wie sonst allgemein üblich. Natürlich sieht man von vorne die weiße Kante des Chassis. Aber bei meinem löchrigen Künstler-Portefeuille kann ich mir Designfragen nicht leisten - da muss ich dankbar sein, dass ich überhaupt zu einer Technik komme, die ihren Zweck halbwegs erfüllt. Aber ich hoffe, der Phonotisch, den ich mir baue, wird in seiner optischen Wirkung so dominant, dass die "Fehlfarbe" des Players nicht sonderlich in's Gewicht fällt.
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