Hallo,
lest doch mal bitte:
"München - Als Torwart-Titan brillierte Oliver Kahn einst mit Stahlfäusten. Als Fußball-Rentner ist er nun mit Bleifuß unterwegs: Er wurde mit 83 km/h zu viel auf dem Tacho geblitzt. Doch der 41-Jährige muss nichts zahlen, kriegt auch keine Punkte - sondern Freispruch!
Und das kam so: Kahn düste am 21. Oktober 2009 in seinem getunten AMG-Mercedes (650 PS) über die Autobahn A8 Richtung München. Auf der Bergener Brücke sauste er mit 163 Sachen in die Radarfalle. Erlaubt waren hier nur 80 km/h. Mehr als genug für ein Bußgeldverfahren. Dagegen erhob Kahn Einspruch. Zwar hätte er den Mercedes gesteuert, aber er sei ganz korrekt 80 Stundenkilometer über die Brücke gefahren. Sein privater Gutachter brachte "vorauseilende Lichtreflexe" ins Spiel, die eine Geschwindigkeitsmessung bereits vor Kahns Mercedes ausgelöst hätten.
Richter Dr. Rainer Vietze ließ den "Sonderfall" intensiv per Gutachter prüfen. Der Sachverständige bezweifelte weder die Qualifikation des Polizisten, der den Oli geblitzt hatte, noch die Zuverlässigkeit des Blitzgerätes. Doch in diesem Fall habe die Messung begonnen, als das Fahrzeug noch 1,5 Meter von der Blitzlinie entfernt war.: "Die Messung stimmt wahrscheinlich. Ich kann aber nicht sagen, ob die Geschwindigkeit korrekt generiert wurde."
Trotzdem forderte die Staatsanwältin 600 Euro Bußgeld und dreimonatiges Fahrverbot für Kahn. Sein Verteidiger Peter Christ verlangte Freispruch - dem schloss sich der Richter an."
Kann mir das mal bitte einer erklären? Was sind denn vorauseilende Lichtreflexe - und ist mit so einem Urteil nicht das gesamte System des "Blitzens" hinfällig, weil anscheinend sehr sehr fehlerträchtig?
Gruß
Peter


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