"Bodenschätzte" vs. Kaffeeanbau
Moinmoin!
Bei sehr vielen der mit uns in Kontakt stehenden Kooperativen und Farmern kommt es in den letzten Jahren verstärkt zu Konflikten in ihren Gemeinden, da die Regierungen ihrer Länder Schürf-, Abbau-, Abholzungs- oder Bohrrechte an große Konzerne vergeben.
Diese versprechen der Bevölkerung meist im ersten Schritt ihrer Strategie, Wohlstand und Fortschritt sowie tolle Arbeitsplätze. Eingehalten wird dies in den allerwenigsten Fällen, meist kommt es stattdessen zu einer Spaltung der Gemeinschaften (sowie Freundeskreisen und Familien) in Gegner und Befürworter des Großprojektes, Vertreibungen von Menschen die sich gegen die Ausbeutung der Ressourcen stellen und später zu erheblichen Umweltschäden, welche meist den Kaffeeanbau stark erschweren oder verunmöglichen.
Ein großartiges Beispiel, dass die Menschen auch zusammenhalten, sich wirklich Alternativen ausdenken, die Natur bewahren, ökologisch hochwertigen Kaffee anbauen
und sich damit jahrzehntelang gegen internationale Multis behaupten können ist das Valle de Intag in Ecuador nahe der kolumbianischen Grenze.
Bekannt wurde dieser spezielle Konflikt durch mehrere ökologische Organisationen wie "Rettet den Regenwald e.V.", " GEO schützt den Regenwald e.V.", zwei sehr erfolgreiche Dokumentarfilme, eine größere Kampagne vom Ökostromanbieter Lichtblick
sowie einen Verein von ehemaligen Freiwilligen aus der Region.
Ich werde mich in den nächsten Jahren bemühen, diese Thematik gemeinsam mit Bauern- und Umweltorganisationen vermehrt in die Öffentlichkeit zu bringen.
Nächste Woche startet unsere Kaffeereise ins Valle de Intag und just in diesem Moment droht der Konflikt dort wieder aktuell zu werden. Mehr dazu findet Ihr auf unserer Homepage.
Falls Ihr bei Reisen auf ähnliche Problematiken stößt würden wir von Quijote uns sehr über Eure Informationen freuen.
pingo
Kaffee: Gut und frisch
Mühle: VTA 6S
Maschine: Wasserkocher (digital) und Cuppingtasse (Bauscher)
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