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  1. #1
    slabschi ist offline Benutzer gesperrt
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    Standard Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Moin und Guten Tag,
    nach dem ich hier schon so einige Sachen lesen konnte und es geht ja hier nicht nur um Kaffee sonder auch um Radsport, Whisky trinken oder Wein und so weiter.
    Ich beschäftige mich seit einiger zeit mit dem Thema Elektroroller und E Autos, was ich sehr interessant finde.
    Ich selbst hab seit dem Sommer eine Tante Paula Roller genauer gesagt das Maximilian II und bin sehr sehr zufrieden.
    Nun wollt ich mal Fragen ob es hier Leute gibt die Erfahrungen haben mit E Autos?
    ich werde euch morgen mal ein erfahrungs Test meiner Tante Paula schreiben.
    gruß

  2. #2
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Persönlich halte ich diese Elektromobilität für einen ökologischen SuperGau. Die CO2 Bilanz ist beim heutigen Stand der Elektrizitätserzeugung nicht besser als bei einem Verbrennungsmotor, ich befürchte, dass sie schlechter ist. Bei flächendeckendem Einsatz dieser Fahrzeuge und ohne Erschließung neuer Elektrizitätserzeugender Verfahren wird es unsere Energiekonzepte kippen.

    Am Beispiel China, wo afaik ~150 Mio. Elektroroller fahren (in einigen Städten sind sie mitllerweile verboten) werden mehr und mehr Kraftwerke gebaut und geplant. Natürlich setzt man auch dort auf Wind und Sonnen-Energie. Es sind aber auch 110 neue Kernkraftwerke geplant, 50 davon sind bereit projektiert. Die Anzahl der neu zu bauenden Kohlekraftwerke ist mir gerade nicht präsent.

    Es gibt aus meiner Sicht nur einen Grund, der für Elektrifizierung des Verkehrs spricht. Im Betrieb des Fahrzeugs entsteht kein CO2.
    Es entsteht aber bei der Energiebereitstellung, beim Transport und der Speicherung wird Energie vernichtet. Alle Akkus sind extrem Umweltschädlich in der Herstellung und Entsorgung. Die Rohstoffe zur Produktion begrenzt.

    In der Argumentatoion wird dann immer auf neue Technologien verwiesen.
    Die gibts aber noch nicht.
    Ich halte die politische Tendenz elektrische Grundversorgung zu dezentralisieren und Mobilität zu zentralisieren für katastrophal.

    Aber: Der Wähler will es.

    Persönlich halte ich Hybridkonzepte für wesentlich sinnvoller. Aber auch hier wird nach alten Denkmustern produziert. Einen energetisch sinnvollen Ansatz sehe ich derzeit leider bei keinem Hersteller.

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

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  3. #3
    S.Bresseau ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Tatsache ist doch, dass, unabhängig von der CO2-Problematik, fossile Energie begrenzt ist, man braucht in absehbarer Zeit eine Alternative, und Öl ist viel zu schade, um es zu verheizen. Außerdem ist der Wirkungsgrad und die Leistungsentfaltung von Verbrennungsmotoren alles andere als optimal, obwohl hundert Jahre lang unzählige Milliarden investiert wurden.

    Wenn man sich ansieht, welche Fortschritte die Batterietechnologie in den letzten 10-15 Jahren gemacht hat (nur wegen Handy & Laptop), sollte man eigentlich eher optimistisch gestimmt sein. Wirklich nachhaltig ist für mich die Kombination aus Wasserstoff, Brennstoffzelle und Elektromotor. Aber das ist noch weniger entwickelt als Akkus.

    Irgendwo muss man anfangen, die Ingenieure müssen erst mal umdenken: 4 Naben-Motoren in den Rädern, kein "Motorraum" mehr, dafür Batterien oder Wandler, die man irgendwo in der Struktur unterbringen muss. Díe ersten Autos mit Verbrennungsmotor haben ausgesehen wie umgebaute Kutschen, die ersten Elektroautos sehen aus wie umgebaute konventionelle Autos.

    Alles braucht seine Zeit, wir hätten schon längst beginnen sollen.

    Viele Grüße
    Stefan

  4. #4
    Dieselweezel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Zitat Zitat von mcblubb Beitrag anzeigen
    Persönlich halte ich diese Elektromobilität für einen ökologischen SuperGau. Die CO2 Bilanz ist beim heutigen Stand der Elektrizitätserzeugung nicht besser als bei einem Verbrennungsmotor, ich befürchte, dass sie schlechter ist.
    ...
    Alle Akkus sind extrem Umweltschädlich in der Herstellung und Entsorgung. Die Rohstoffe zur Produktion begrenzt.
    Ich bin sehr kritisch beim Thema E-mobility, aber diese Punkte kann ich leider nicht so ganz stehen lassen.

    Die CO2-Bilanz von E-Fahrzeugen ist bei vergleichbaren Fahrzeuggrößen auch im aktuellen Strommix besser, als bei mineralisch angetriebenen. Es gibt genügend Quellen, die das bestätigen, Grund dafür ist die Effizienz des E-Motors, gegenüber Verbrenner (Turbodiesel Wirkungsgrad rund 35 %).

    Akkus sind umweltschädlich, jedoch sind 50 Liter raffineriertes Mineralöl Im Fahrzeugtank auch nicht frei von Umweltauswirkungen. Wenn man weiß, wieviel Trinkwasser auch nur ein Tropfen Diesel ungenießbar machen kann, dann erscheinen Batterien plötzlich nicht mehr ganz so schlimm.

  5. #5
    wusaldusal ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    kenn mich bei dem thema bezüglich effizienz und co2 ausstoß nicht wirklich aus, ich kann nur aus erfahrung mit einem elektro firmenauto (mitsubishi i-miev) sprechen:

    wenn du nur im sommer fährst und nur in einem umkreis von ca. 20 km dann ist ein elektroauto ok.. im winter steht unsere dose regelmäßig weil die akkus bei der kälte zusammenbrechen und weitere strecken sind sowieso eine mission impossible. nach einem jahr miev (irgenwie passt der name perfekt) werden wir das teil wieder abstoßen. kostet in der erhaltung viel moos und nerven

    so meine erfahrungen...
    zu viele Gerätschaften für eine ordentliche Signatur...

  6. #6
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Zitat Zitat von Dieselweezel Beitrag anzeigen
    D...ie CO2-Bilanz von E-Fahrzeugen ist bei vergleichbaren Fahrzeuggrößen auch im aktuellen Strommix besser, als bei mineralisch angetriebenen. Es gibt genügend Quellen, die das bestätigen, Grund dafür ist die Effizienz des E-Motors, gegenüber Verbrenner (Turbodiesel Wirkungsgrad rund 35 %).


    Die Kraftwerkswirkungsgrade liegen bei ca. 40% an der Generatorklemme. Dazu kommen die Netzverluste, Umspannungsverluste (Wechsel/Drehstrom auf Gleichstrom), Wirkungsgrad in Summe um 90%, Wirkungsgrad Akku: nochmal 90%, AUch ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad kleiner 100%.
    Akkus sind umweltschädlich, jedoch sind 50 Liter raffineriertes Mineralöl Im Fahrzeugtank auch nicht frei von Umweltauswirkungen. Wenn man weiß, wieviel Trinkwasser auch nur ein Tropfen Diesel ungenießbar machen kann, dann erscheinen Batterien plötzlich nicht mehr ganz so schlimm.
    Auch hier darf nicht die Umweltbelastung durch die primärenergie vernachlässigt werden. Kohlekraft bläst jede Menge Schadstoffe (nicht nur CO2) raus. Die Energiebelastung bei der Erzeugung von Halbleitern für Solarpanels ist horrend hoch. Die Verbauten Kunststoffe in Windkraftwerken werden aus Erdölbasierten Materialien erstellt, es müssen viele neue Leitungen verlegt werden, die aus Kupfer bzw. Aluminium bestehen. Dass die Etsorgungsproblematik bei Kernkraftwerken besteht ist klar.

    Jetzt werden letztere abgeschaltet, es muss dafür ein möglichst umweltfreundlicher Ersatz gefunden werden. Zusätzlich soll aber gleichzeitig der Verbrauch an elektrischer Energie masiv erhöht werden.

    Das erscheint mir weder schlüssig noch sinnvoll.

    Gruß

    Gerd
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  7. #7
    blu
    blu ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Zitat Zitat von mcblubb Beitrag anzeigen
    Am Beispiel China, wo afaik ~150 Mio. Elektroroller fahren (in einigen Städten sind sie mitllerweile verboten)
    Hi,

    kurz dazu: Roller mit Verbrennungsmotoren sind dort aber meist ohnehin schon verboten und ich finde das hat definitiv eine positive Auswirkung auf Lärm und Gestank.

    Ich wollte mir neulich ein City-EL (gebraucht) kaufen und bin am Veto meiner Frau gescheitert (ich würde ja nur wieder basteln...).
    Die wesentlichen Vorteile wären für mich gewesen:
    * In unserer Garage brauche ich nur eine halbe Breite, d.h. für Kinderfahrradanhänger und ein paar Räder wäre noch Platz
    * Das Teil kann als Mofa zugelassen werden, d.h. die Unkosten (kein TÜV, ...) gehen gegen 0 - von den ggf. teuren Akkus mal abgesehen.
    * Bei der von mir benötigten Reichweite (gut 5 km ein Weg) brauche ich keine teueren Akkus.
    * Kaum Kälteprobleme, da das Fahrzeug auch auf Arbeit drinnen stehen würde.
    * Das Fahrzeug gibt es seit ca. 20 Jahren.
    * Umweltbilanz
    * Stauraum relativ zur Fahrzeuggröße

    Nachteile:
    * Unfall möchte man darin nicht haben, wäre bei meinem Weg zur Arbeit aber kein großes Problem
    * Maximalgeschwindigkeit -> nur für die Stadt sinnvoll.

    Warum ich immer noch nicht ganz weg vom Anschaffungswunsch bin: Ich fahre eig. meist sehr gerne mit dem Rad zur Arbeit - nur bei Regen wird die Familienkutsche bewegt (wenn sie nicht von meiner Frau benötigt wird) oder die StraBa benutzt (dann brauche ich aber statt <20' im schlimmsten Fall 40' dank Umsteigen ). Mit so einem Miniauto könnte ich prima trocken zur Arbeit.

    Ich gönne wirklich jedem sein dickes Auto und bin da weitgehend neidfrei - jeder muss selbst entscheiden dürfen, was er fahren möchte und dafür zu bezahlen bereit ist.

    Ich verstehe aber überhaupt nicht,
    a) warum die deutsche Autoindustrie an solchen Fahrzeugen kaum interessiert ist und
    b) wie um Himmels Willen eine Umweltklassifizierung der jetzigen Art eingeführt werden konnte. Ich empfinde das als Frechheit.

    lg blu
    LM Linea, Gaggia Mini & Mazzer Robur & Gene cafe cbr 101
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  8. #8
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Zitat Zitat von blu Beitrag anzeigen
    ....
    Ich gönne wirklich jedem sein dickes Auto und bin da weitgehend neidfrei - jeder muss selbst entscheiden dürfen, was er fahren möchte und dafür zu bezahlen bereit ist.

    Ich verstehe aber überhaupt nicht,
    a) warum die deutsche Autoindustrie an solchen Fahrzeugen kaum interessiert ist und
    b) wie um Himmels Willen eine Umweltklassifizierung der jetzigen Art eingeführt werden konnte. Ich empfinde das als Frechheit.

    lg blu

    Das Thema ist uralt

    Auf der einen Seite werden von der EU Fahrzyklen vorgegeben, von denen man glaubt dass sie mit der Realität gut korrelieren. Die Hersteller optimieren Ihre Fahrzeuge optimal auf diese Zyklen. Fährt man rechts bzw. links der Zyklen kommt das böse erwachen.
    Beispiel: Ich fahre ein SUV aus dem Sortiment eines Stuttgarter AUtobauers. Es handlet sich (ordentlich wie ich bin) um ein Blueefficency Fahrzeug, was einen Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich 6,1L Diesel suggeriert.
    In Realität brauche ich knapp über 9 Liter, bei gemäßigten Autbahnfahrten gehts knapp unter 8 Liter.

    Weiterhin bauen die Firmen das, was nachgefragt wird. Und es werden Fahrzeuge mit starken Motoren stärker nachgefragt als solche mit sparsamen.

    Es sind m.E. nicht die "bösen" AUtohersteller, es sind die Bürger, die sich immer wieder einen dickeren Motor, breitere Reifen, mehr Zubehör aufschwatzen lassen.

    Gruß
    Gerd
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  9. #9
    Dieselweezel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Zitat Zitat von mcblubb Beitrag anzeigen
    Auch hier darf nicht die Umweltbelastung durch die primärenergie vernachlässigt werden. Kohlekraft bläst jede Menge Schadstoffe (nicht nur CO2) raus. Die Energiebelastung bei der Erzeugung von Halbleitern für Solarpanels ist horrend hoch. Die Verbauten Kunststoffe in Windkraftwerken werden aus Erdölbasierten Materialien erstellt, es müssen viele neue Leitungen verlegt werden, die aus Kupfer bzw. Aluminium bestehen.
    Die Kernkraftdebatte sprengt das vorgegebene Thema hier deutlich, da halte ich mich raus. Es ist klar, dass ein E-Fahrzeug auch keinen Wirkungsgrad von 100 Prozent hat, aber ist es auch Stand der Technik, dass der Wirkungsgrad von aktuellen E-Fahrzeugen insgesamt deutlich höher ist, als bei herkömlich angetriebenen Fahrzeugen.

    Mit den Schadstoffen hast Du recht, wobei auch die Produktion von Motor- und Getriebeteilen, der Transport von Rohöl über das Meer (mit extrem dreckigen Rohölmotoren), die Raffinerierung etc. nicht Schadstofffrei ist. Da liegen mir aber keine haltbaren Zahlen vor, deswegen kann ich dazu nichts sagen.

    Bei allem anderen sind wir bei einer Well-to-Wheel-Betrachtung, die auch absolut Sinn macht, bei der das E-auto aber auch sehr gute Ergebnisse zeigt, auch im aktuellen Strommix. Jedenfalls bessere, als herkömmliche Fahrzeuge, wobei E-Autos gegenüber anderen Konzepten an Vorsprung verlieren, wenn intelligentere Konzepte (erdgas etc.) genutzt werden. Dennoch bleibt das E-Auto in diesen Betrachtungen umwelttechnisch sehr weit vorne.

    Wer es nicht kennt: Optiresource.org einfach auf optisource online gehen.
    Ist zwar von Daimler gesponsert, dafür aber - dem Vernehmen nach - recht neutral.

  10. #10
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Elektro Roller und Elektro Autos?!?

    Zitat Zitat von Dieselweezel Beitrag anzeigen
    ...wenn intelligentere Konzepte (erdgas etc.) genutzt werden. ....
    Ich halte Autogas, das in chemischen Standartprozessen abfällt, nicht aufwändig aus Russland importiert werden muss, nicht in aufwändigen und anfälligen Prozessen hochverdichtet werden muss für deutlich sinnvoller.

    Wenn es dann im Dirketeinspritzverfahren genutzt wird entfällt auch die hohe thermische Belastung.

    Versorgungsdichte mit Autogas ist auch wesentlich größer.

    Aber auch hier: Alles ein Politikum. Die Erdgasversorger sind oft in öffentlicher Hand...

    Gruß

    Gerd
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