Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Organspende

  1. #1
    cafePaul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Organspende

    Nachdem sich jetzt dann viele überlegen werden, was sie ankreuzen, ein paar Infos, die man in der Standard-Presse nicht findet.

    Aus
    http://www.organspende-aufklärung.de/offener-brief/

    Aufklärung über den Ablauf einer Explantation
    Bei der Organentnahme kommt es in vielen Fällen zu einem rapiden Blutdruckanstieg beim Einschneiden in den Spenderkörper, nicht selten auch zu heftigen Abwehrbewegungen.
    Normalerweise gelten solche Phänomene als Stress- und Schmerzreaktionen. Da ein Schmerzempfinden mit letzter Sicherheit nicht ausgeschlossen werden kann, ist in der Schweiz inzwischen eine Vollnarkose bei der Explantation vorgeschrieben. Selbst die DSO empfiehlt zur „Optimierung des chirurgischen Eingriffs“ 5Fentanyl, ein synthetisches Opioid (Opiat). Fentanyl ist eines der stärksten Schmerzmittel. Auch darüber müssen Spendewillige zu Lebzeiten korrekt aufgeklärt werden. Nur so können sie eine rechtlich verbindliche Entscheidung treffen. Wegen der Tragweite des Eingriffs darf der mutmaßliche Wille – geäußert von Angehörigen oder Betreuern – keine Erlaubnis für eine Explantation sein.
    Eine solche Vollnarkose vor der Entnahme wird in D nicht angewandt.
    Erstens kostet das geld, und zweitens müsste man damit irgendwie eingestehen, dass der Betroffene vieleicht doch noch etwas spürt...

    Ausserdem wird man, sobald man potentieller Spender ist, "kurz vorher" nicht mehr als Patient eingestuft und behandelt, sondern als Organlieferant "konditioniert".

  2. #2
    Doppelfilter ist offline Erfahrener Benutzer
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    380

    Standard AW: Organspende

    Herzlichen Dank für die Info.
    Es macht mich schon nachdenklich.
    suum cuique

  3. #3
    timdelbeck ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Organspende

    Zitat Zitat von cafePaul Beitrag anzeigen

    Eine solche Vollnarkose vor der Entnahme wird in D nicht angewandt.
    Erstens kostet das geld, und zweitens müsste man damit irgendwie eingestehen, dass der Betroffene vieleicht doch noch etwas spürt...
    du hast recht, es wird keine vollnarkose durchgeführt. dabei geht es nicht um die kosten - in anbetracht der gesamtkosten wären die paar cent für fentanyl wohl kaum erwähnenswert. die opiatgabe gehört schlicht und einfach dazu. schliesslich wird der blutdruck am allerwenigsten vom bewusstsein gesteuert, sondern auch über das autonome nervensystem (stichwort sympathikus/parasympathikus), und hier greifen die opiate dämpfend ein. was nicht gegeben wird, ist ein schlafmittel (das wäre der andere wichtige teil einer vollnarkose) - wenn das hirn keine aktivität mehr zeigt, wozu dann noch ein hypnotikum geben, das genau dort wirkt?
    (lustig fand ich mal das argument, dass der spender keine narkose bekommt, weil der empfänger nicht vergiftet werden soll - bekommt der also auch keine narkose für die implantation? aha.)
    junior, istantaneo

  4. #4
    ElPresso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Organspende

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