Ich finde folgende Aktion sehr unterstützenswert: https://www.campact.de/mieten/appell/
LG Andreas
PS: Wenn dieses Posting den zulässigen Rahmen überschreiten sollte, bitte ich einen der Mods es zu löschen!
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Ich denke das geht ok.
Vermieter zu sein ist allerdings auch kein Zuckerschlecken ...
Grüße
Holger
"Manchmal kann man gar nicht so blöd denken wie es kommt!"
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Ich finde zwar auch, dass Wohnen bezahlbar bleiben muss, sehe aber nicht, wie das durch die verlinkte Aktion erreicht werden könnte. Beispiel Berlin Mitte:
- Viele Wohnungen werden (illegal aber geduldet) als Ferienwohnung zweckentfremdet. Die Inhaber der Mietverträge / Hausbesitzer verdienen sich dumm und dusselig und pfeifen auf die Gesetzeslage, solange sie nicht kontrolliert und sanktioniert werden.
- Viele Wohnungen werden von Firmen und ausländischen Instituten "auf Vorrat" gehalten, d.h. sind nur 1-2 Wochen im Jahr von irgendeinem Professor/Topmanager/sonstigen Bonzen besetzt und stehen ansonsten leer.
- Die "soziale" Wohnungsbaugenossenschaft Mitte besaß nach der Wende rund 90% der Wohnungen im Berliner Stadtzentrum. Durch Misswirtschaft wurde diese in ganz Europa unerreicht hohe Quote an Sozialwohnungen ins Bodenlose geschrumpft, ganze Straßenzüge an Heuschrecken verramscht und totsaniert. Derzeit gibt es bei der WBM keine Ein-Zimmer-Wohnung unter 800.- Euro kalt; indiskutabel für eine soziale, staatlich gestützte Einrichtung. Die WBM ist übrigens tief in den roten Zahlen und müsste auch noch den kümmerlichen Rest verscherbeln.
An all diesen Punkten ändert die verlinkte Aktion rein gar nichts. Hier im Prenzlauer Berg geht es fast den gleichen Weg. Es geht also nicht um eine Begrezung der Mietsteigerung, sondern um eine Schrumpfung der zulässigen Miethöhe. Da dies an Enteignung grenzt, wird es das nicht geben. Die Ferienwohnungsproblematik hat der Staat anscheinend überhaupt nicht im Blick. Würde ich meine Wohnung als FeWo untervermieten (und selbst am Stadtrand wohnen), könnte ich mein Einkommen verdreifachen bzw. verdoppeln und gar nicht mehr arbeiten. Ist doch sonnenklar, was viele Leute machen ...
Übrigens hat es im Prenzlauer Berg eine Vereinbarung mit der hiesigen WB-Gesellschaft gegeben, die Mieten von Harz-4-Empfängern (auf rund 370.- Euro) zu kappen. Folge ist (da die Kohle ja irgendwo herkommen muss), dass die übrigen Bewohner ungeachtet ihres Einkommensstatus jede Mieterhöhung reingebretzelt kriegen, die der Gesetzgeber zulässt. Dann gibt´s hier bald nur noch das gehobene Bürgertum sowie ein paar versprengte privilegierte Arbeitslose und nix dazwischen.
Geändert von bohnenschorsch (14.12.2012 um 00:09 Uhr)
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner!
ich hab weder ne wirkliche ahnung von Vermieter sein, noch was normale Mieten sind... (Bodenseenähe kostet)
Aber die Petition geht in die falsche Richtung. Der Staat sollte mal wieder schauen, dass es sich lohnt Vermieter zu sein - also zu bauen.
Mehr Wohnraum -> sinkende Miete, simpelstes "Angebot und Nachfrage".
je unrentabler es ist vermieter zu sein, je strärker der Mieterschutz, je schlechter die Rechliche Postion von Vermietern etc. umso uninteresanter ist es in neuen Wohnraum zu investieren, für die Leute die wirklich den Wohnraum schaffen - private investoren, Banken etc.
Tatsächlich ist es doch erstmal nich die Aufgabe des Staates, dir ein Dach über den Kopf zu geben. Seine Aufgabe ist es Bedingungen zu schaffen, die es dem Einzelnen ermöglichen sich selbst ein Dach über dem Kopf zu leisten.
Gruß
Angelo
ACHTUNG: ICH BIN HÄNDLER!
Und Trotzdem: VIVA!
Nein, das geht in die falsche Richtung. Es wird eher zu viel gebaut, wenn man in den ländlichen Bereich geht. Wohnungsbau ist gar nicht möglich, da wo es notwendig wäre. In ländlichen Gebieten werden ständig neue Wohnbaugebiete ausgewiesen, obwohl die Bevölkerungszahlen stetig sinken. Wozu soll das gut sein?
Die höchsten Mieten zahlt man dagegen in der Regel in Großstädten im Innenstadtbereich. Gerade deshalb wäre es hier attraktiv Vermieter zu werden. Neue Objekte lassen sich aber nicht errichten, weil schlicht und ergreifend kein Platz ist. Die Preise steigen wegen den geringen Angebotes und der hohen Nachfrage. Das geringe Angebot ist aber durch räumliche Begrenzung bedingt und nur schwer änderbar.
Du könntest in soweit Recht haben, dass es durch die gegeben Situation keinen Anreiz zur Erneuerung gibt. Wenn man mit dem alten Ramsch auf Grund der Makrtlage sehr gut verdient, wird niemand ein bestehende Objekt abreißen, um etwas neues, eventuell größeres zu errichten. Die angeblich so effizienten Marktmechanismen setzen hier Anreize in die falsche Richtung.
Das Recht auf angemessenen Wohnraum ist ein Menschenrecht. Deshalb muss der Staat dafür sorgen, dass du eine Dach über dem Kopf hast. Bei der Frage, wie das geschieht, besteht Gestaltungsspielraum. Aber aus genau diesem Grund begibt sich ein Vermieter in das Geschäft der Grundversorgung. Und aus genau diesem Grund muss er sich mit Einschränkungen arrangieren, die im normalen Geschäftleben inakzeptabel sind. Dabei geht es dem Vermieter aber noch vergleichsweise gut. Andere Grundversorger, wie Strom, Wasser und Gas, müssen sogar gegen ihren Willen Verträge abschließen. Hingegen ist es für Vermieter lediglich erschwert, aus einem Vertrag heraus zu kommen.
Gruß,
Peter
Yet another coffee enthusiast
KvdW Speedster + (B.F.C. Junior Plus Levetta) + Mahlkönig Vario
Aeropress + French Press + Hario Skerton
Hallo,
Das ist ein sehr weites Thema. Aber grundsätzlich reguliert sich jeder Markt von selbst und da sollte man grundsätzlich auch keinesfalls eingreifen. Wenn Mieten künstlich gedrückt werden, dann werden die Vermieter die günstigeren Wohnungen dennoch weiterhin an die zahlungskräftigeren "Bonzen", die sich prinzipiell auch die höheren Mieten leisten können, vermieten. Das heißt so eine Aktion hilft nicht dem kleinen Mann. Wenn dagegen die Vernieter die hohen Mieten bekommen, gibt es eine relativ viele, die das Geld wieder in neuen Wohnraum investieren. Allerdings muss man auch als nicht so solventer Mieter ein wenig kompromissbereit sein, nicht jeder kann in einem Penthouse mit Dachterrasse in den besten Lagen der Innenstadt wohnen.
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