Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Und wo richtiger Espresso gemacht wird, da fallen unweigerlich Kaffeekörner. Ganz Sauerei-frei wirst Du, fürchte ich, auch mit einer Dosierermühle nicht arbeiten können. Das Füllen des Siebs und das gleichmäßige Verteilen des Pulvers erfordern ja auch ein gewisses Hin- und Herbewegen des Kaffeehäufchens z.B. mit dem Fingerrücken. Und dann arbeiten ja auch die Dosierer nicht mit chirurgischer Genauigkeit.
Äußerst entspannend wirkt übrigens die Anschaffung eines kleinen Akkusaugers, den man stets griffbereit z.B. neben der Maschine an der Wand parken kann.
Zum Füllgrad des Dosierers: Die meisten hier verwenden den Dosierer gar nicht als Dosierer, sondern als Kurzzeit-Zwischenpuffer. D.h. sie mahlen immer nur so viel wie unmittelbar innerhalb der nächsten Minuten benötigt und leeren den Dosierer dann wieder komplett. Gemahlener Espresso wird so rasend schnell alt, dass die "offizielle" Vorgehensweise (voller Dosierer, der dann tatsächlich mit jedem Zug eine definierte Menge abgibt) eigentlich nur bei extremem Umsatz in der Gastronomie sinnvoll ist. Wenn der Dosiererinhalt (also ca. 100-200 Gramm!) also wirklich in Minutenschnelle durchrauscht.
Ich finde den Dosierer auch in seiner zweckentfremdeten Anwendung praktisch und würde nicht darauf verzichten. Andere nehmen lieber dosiererlose Mühlen. Gewöhnen kann (und muss!) man sich an beides.
Gruß,
Bernhard
verdammt guter Kaffee! (Kyle McLachlan, Twin Peaks)
Simonelli Personal mit Simonelli MDE
Simonelli Oscar mit Mazzer Kony (Doser)
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