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  1. #1
    florestan ist offline Benutzer
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    Standard und wieder mal: demoka...

    Nachdem ich hier im Forum etliche Threads durchgelesen habe, die die Fertigungsqualität der Demoka-Mühlen betreffen, möchte ich hier um Eure Meinung bitten!
    Meine nagelneue Demoka 207 mahlt auch erst etwa im Bereich der mittlerweile entfernten ersten Begrenzerschraube befriedigend fein, klingelt aber im Leerlauf bereits sehr früh (erste Schraube bei ca. neun Uhr von oben gesehn - in dieser Einstellung hätte ich Durchlaufzeiten unter 10 sec.) In der aktuellen Einstellung schleifen die Scheiben im Leerlauf fast schon kontinuierlich, die Motorachse sieht man von oben im Betrieb ganz leicht eiern (ob das ein Fehler ist, weiß ich aber auch nicht.)

    a) ist das ein Reklamationsfall? Oder soll ich das einfach mal ignorieren und weitermahlen?
    b) soll ich nicht besser gleich auf etwas Verläßlicheres umsteigen, auch wenn´s etwas teurer wird? Rancilio? ECM Casa? Andere?

    Danke für Eure Kommentare!
    Domobar, Eureka MCI/Timer

  2. #2
    Kaffeecholamin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Hallo Florestan!

    Bei den Demokas ist der sogenannte "Nullpunkt", (klirren der Scheiben) immer Unterschiedlich!
    Bei mir sind die Begrenzungsschrauben noch drin und ich kann fein genug mahlen. Also geben Uhrzeiten keinen Aussage auf die Feinheit des Mahlgutes!
    Bei mir lag die kurze Durchlaufzeit am Anfang an altem Kaffee!

    Lg
    Dominik
    LASCALABUTTERFLY * MAZZERMINIE/A ( derzeit mit Bio-Espresso von Pauli Michels )


  3. #3
    jens-berlin ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Hi Florestan,

    welchen Kaffee verwendest du und wie alt ist der?

    Was für eine Espressomaschine verwendest du?

    Ich würde erst einmal alle anderen Fehlerquellen ausschließen.

    Wie laut ist das Schleifgeräusch? Eher leise oder deutlich hörbar?

    Die Stellung der Schrauben ist tatsächlich nicht aussagekräftig, weil es ja keine normierte Markierung ist.
    Kaffeegenießer und glücklicher Besitzer einer B.F.C. ELA mit Compak K3 Touch und Demoka 203 (alu+timer upgraded)

  4. #4
    florestan ist offline Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Hallo jens-berlin,
    der Kaffee ist zwar nicht mehr ganz frisch (vor einem guten Monat in der Rösterei gekauft, 90% Arabica), mir ist klar, daß ein frischer einen deutlich gröberen Mahlgrad brauchen würde. Sollte aber nicht auch in einem solchen Fall noch eine sinnvolle Verarbeitung möglich sein?
    Der Abstand von fast 90 Grad zwischen den beiden Positionen (Beginn des Klingelns der Mahlscheiben und derzeitige Mahlgrad-Einstellung) von oben auf dem Zahnrad gesehen erscheint mir recht groß, oder?
    Fein genug kann ich ja durchaus mahlen, wenn ich, wie bereits geschildert, die Mahlscheiben in bereits relativ innigen, im Leerzustand kontinuierlich hörbaren Kontakt bringe.
    Es könnte sein, daß, wenn der Kaffee dann drinnen ist und die Scheiben auseinanderdrückt (das Gewinde der oberen Mahlscheibe hat ja etwas Spiel), die Mahlscheiben dadurch eh weniger Kontakt haben.
    Möglicherweise sind aber auch die Scheiben einseitig belastet (nicht absolut parallel), d.h. der Mahlgrad wäre dann inhomogener und im Schnitt gröber als vorgesehen. Kann es sein, daß das frühe "Klingeln" ein Hinweis dafür sein könnte, oder ist das bei den Demokas normal und womöglich eh über den Anpreßdruck in der Mühle selbstregulierend?
    Das ist meine Frage, etwas anders formuliert.

    PS Die Maschine ist eine VBM.
    Domobar, Eureka MCI/Timer

  5. #5
    maxoon ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    mach die mühle leer, nimm den bohnentank ab und leuchte von oben mit ner taschenlampe rein. wenn du nun vorne die nase abbaust und reinschaust siehst du einen hellen weissen schlitz. betätige dann die mühle, wenn du ein eiern des strichs siehst, wird es daran liegen. dann musste die tauschen/justirieren. ist recht unwahrscheinlich...

    alter kaffee kann nen grund sein... ich hatte neulich 3 wochen alten, der ging schon nicht mehr feiner und geschmeckt hat der auch nimmer...
    kannst du channeling ausschließen?
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  6. #6
    florestan ist offline Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Danke für den Tip!
    Hab ich ausprobiert und kann mit freiem Auge nichts ungewöhnliches erkennen.
    Ich gehe also davon aus, daß meine Demoka somit im üblichen Rahmen liegt und bleib erst mal dabei.
    Habe es heute übrigens mal mit einem Dosen-Illy probiert und mußte die Mühle auch prompt etwas gröber stellen. Werde in Zukunft wohl nie mehr als den aktuellen Wochenbedarf Kaffee lagernd haben...
    Domobar, Eureka MCI/Timer

  7. #7
    dolcevita707 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    guten morgen zusammen,
    ich besitze ebenfals eine demoka 205 m und hatte ein ähnliches problem mit den durchlaufzeiten, die befestigungsschrauben haben nicht zu bedeuten ich habe die erste auch schon entfernt und habe nun ein hervorragendes ergebniss....

  8. #8
    florestan ist offline Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Also, ich hab jetzt schon mehrere Kaffeesorten durchprobiert, und auch bei einer frischen 80/20 Barmischung mußte ich die Scheiben doch deutlich (bis zu 60 Grad am Zahnrad) über die theoretische Nullposition der Mühle (erster hörbarer Scheibenkontakt) hinaus zudrehen.
    Natürlich, es funktioniert, und es wird auch ein Espresso draus.
    Die erste Anschlagschraube bleibt in Zukunft also ganz sicher draußen, an die zweite muß ich aber nicht heran.
    Die Kaffeemenge wiege ich vor jedem Bezug, hab auch schon ein relativ genaues Gefühl dafür.
    Wie gesagt, ich nehme das erst mal als gegeben hin, vermutlich fällt bei Demoka jede Mühle anders aus und meine ist halt so. Vielleicht wechsle ich eh irgendwann einmal noch die Mühle, ein Freund hat schon eine Mazzer zu Hause stehen...
    Danke aber für die Geduld!
    Domobar, Eureka MCI/Timer

  9. #9
    florestan ist offline Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Jetzt habe ich einmal meine alte Solis reaktiviert und getuned, aufgemacht, drei Löcher am Ring feinergestellt, und siehe da:
    Das Ergebnis ist offensichtlich besser als mit meiner Demoka!!!
    Die Crema ist mehr, etwas dunkler und feiner, die Säurenoten sind weg, der Espresso ist dicker in der Konsistenz, und das bei ähnlicher Durchlaufzeit (25s, Einersieb Marzocco, 8 Gramm, fest getampert). Um in die Nähe dieser Extraktion zu kommen, muß ich die Demoka soweit zusammendrehen, daß es im Leerzustand schon ziemlich knirscht, auch die Motordrehzahl geht runter.
    Der Kaffee ist eine "Wiener Melange" von Sonnentor (sehr gute Wiener Röstung, 100%Arabica).
    Mir scheint, die Solis mahlt tatsächlich gleichmäßiger!
    Ich werde die Demoka wohl doch reklamieren. Wenn das nicht zu lösen sein sollte, such ich mir eine andere Mühle.
    Ein Demoka-Kauf scheint Glücksspiel zu sein: man KANN eine gute erwischen...

    @dolcevita: hast Du bei Deiner Einstellung Schleifgeräusche im Leerlauf? Wie weit bist Du vom Beginn der Schleifgeräusche entfernt?
    Geändert von florestan (17.10.2007 um 14:13 Uhr)
    Domobar, Eureka MCI/Timer

  10. #10
    xhapu ist offline Benutzer
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    Standard AW: und wieder mal: demoka...

    Gib' sie zurück bzw. tausche sie in ein neues Gerät um - die Demoka ist eine prima Mühle; die Erfahrungen, die Du mit ihr machst, sind meiner Meinung nach auf keinen Fall repräsentativ. Wäre schade, wenn Du diese an sich gute Mühle abstoßen wolltest, nur weil Du ein schlechtes Exemplar erwischt hast. Es kann einfach nicht sein, dass es daran liegt, dass der Kaffee drei Wochen alt ist - ich habe in einem Umzugskarton zwei (!) Jahre alten Pellini gefunden (peinlich) und spaßeshalber mal ausprobiert: Siehe da, es kommt etwas Genießbares mit halbwegs Crema heraus (selbst wenn das die Frischefetischisten wahrscheinlich nicht glauben können).

    Grüße
    Jürgen
    Bezzera BZ99, Demoka 203

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