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  1. #1
    Joerky ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Hallo,

    das Forum ist ja nun voller Beiträge zum Thema statische Aufladung und Sauerei rund um die Demoka. Manche berichten, das es mit der neuen Metallnase besser geworden ist, andere wiederum berichten, das selbst mit der Demoka 207, bei der die Siebträgerauflage extra höher montiert ist, das Problem noch immer besteht.

    Ich habe bei meiner 203 nun schon öfters festgestellt, das von einem auf den anderen Augenblick erstens der Mahlgrad viel feiner zu sein scheint und gleichzeitig auch das herumsprühen des Mahlgutes enorm zunimmt.

    Folgende Tehorie habe ich dazu:
    Bei öligen Sorten bleibt gerne Mahlgut unmittelbar hinter den Mahlscheiben stecken und es bildet sich eine Art "Stau" - das führt sicher dazu, das das gemahlene Gut nicht schnell genug die Mühle verlassen kann, und so noch ein paar Umdrehungen mehr mitmacht. Das Mahlgut wird dadurch feiner - und durch die vermehrte Reibung ist die Aufladung größer.

    Nimmt man die Nase ab und reinigt das Auswurfloch ist die Aufladung und das Mahlgradproblem schnell behoben.

    Ich behaupte also mal, das die Aufladung nicht durch die Plastiknase stattfindet, sondern durch die Reibung innerhalb der Mühle. Und diese Reibung wird bei leicht verstopftem Auswurfloch begünstigt.

    Die Metallnase kann eventuell zur "Entladung" des Mahlgutes ein wenig beitragen - aber die Ladung auf dem kurzen Stück nicht vollständig abbauen.

    Mein Fazit:
    Die Sauerei ist meiner Meinung nach enorm Sortenabhängig und kann durch häufigeres Reinigen des Auswurfloches minimiert werden.

    Grüße

    Joerky


  2. #2
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    interessante these... allerdings: müsste dasselbe phänomen dann nicht auch mit allen anderen direktmahlern auftreten?

  3. #3
    Joerky ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Das kommt auf die Konstruktion an - die sicher im Bereich des direkten Auswurfes unterschiedlich ist.


  4. #4
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Ein wenig viel Aufwand. Die Maschine wird dadurch insgesamt icht besser. Billig hat halt seinen Preis.

  5. #5
    Joerky ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Ich wollte auch nur auf meine Theorie hinweisen - und eventuell damit einigen anderen Nutzern helfen, wenn sich zeigt das es tatsächlich so sein sollte.

    Die ewige Diskussion ob der Preis in Anbetracht der Sauerei gerechtfertigt ist, ist in anderen Threads zur genüge ausdiskutiert worden.


  6. #6
    Cremadomm ist offline Erfahrener Benutzer
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    Idee Sauerei bei Demoka - mal anders gelöst

    Ich schreib jetzt einfach mal meinen koffeinbeeinflussten Gehirnschmalz.
    Ich könnte mir vorstellen dass eine Verlängerung des Schalters eine deutliche "Sauerei-Reduzierung" bewirken könnte:
    Ein Metallstreifen (Format 2cm x Abstand zwischen Bodenblech und Rüssel)
    am Fuß der Maschine befestigt und über den Schalter bis hinter den Rüssel reichend könnte die Lösung sein. Wenn man das Sieb höher ansetzt (der Rüssel darin eintaucht) sollte man damit bequem den Schalter betätigen können und die "Unsauberkeit" verm(/h)indern.
    An dieser Stelle kann ich auch gleich fragen warum der der Abstand bei den Mühlen zum Sieb oft so groß gewählt ist, das muss ja auch einen Grund haben
    Bazzar Venere, Iberital Challenge
    Bialetti Venus 4-er & Mühle wird noch gesucht

  7. #7
    PAPPL ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Ich glaube nicht daß es noch einmal gemahlen wird, konstruktionsbedingt wird der Kaffee schwer nocheinmal zurück durch den feinen Spalt bei den Scheiben gelangen. Was mir aber bei der M-207 auffällt ist, daß zwischen Mahlscheibe und Metallrüsselausgang ein ca. 1.5cm langer waagrechter Gang ist. Dort sammelt und staut sich das Kaffeepulver. (Darum steht ein IKEA Glas darunter, damit beim Befüllen und aufsetzen des Deckels durch den Luftstoß nicht alles rausgeblasen wird).



    Habe den Messing-Rüssel schon innen etwas optimiert und entgratet damit das Pulver leichter herausfällt, hat aber nicht viel gebracht. Der Gang ist einfach zu lang und waagrecht. Da wäre es besser gewesen wenn direkt nach der Mahlscheibe das Mahlgut in einen schrägen Rüssel fallen würde, dann wäre immer alles draussen, Rund um die Mahlscheibe tut der Mitnehmer wirklich gute Arbeit, denn er fördert sehr knapp an der Metallwand entlang. Warum der lange Gang bis zum Rüssel ist mir selbst ein Rätsel.
    Also je öliger umso besser häuft es sich im Gang an weil es chemisch adhäsiv (eher nicht elektrostaktisch durch Reibung) ist. Wenn jetzt gemahlen wird dann fällt beim Rüssel das Mahlgut immer stoßweise in leichten "Brocken" herunter und durch das fallen auf den relativ vollen ST könnte dann wieder ein Teil herausgeschleudert werden wenn die Fallhöhe zu hoch ist.
    Wie auf dem Foto sieht hat die Demoka den Halter relativ weit oben und der Taster ragt auch weiter aus dem Gehäuse. Also wenn man den ST so haltet, daß der Rüssel knapp über dem ST ist dann sollte die Sauerei nicht entstehen. Die M-203 hat da echt einen ungüstiger platzierten ST-Halter. Kann man den ST-Halter bei der 203 nicht auf 207-Niveau anheben durch umnieten?

  8. #8
    dbertolo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Ich habe seit Weihnachten die M-207 (mit Metallrüssel). Mir ist aufgefallen, dass die Luftfeuchtigkeit einen grossen Einfluss auf die Sauerei hat. Unter 40% rel. Luftfeuchtigkeit saut es nach wenigen Sekunden. Nach meinen 11 Sekunden liegt dann rundherum etwas Kaffeemehl. Ist die Luftfeuchtigkeit hingegen über 50%, so gelangt alles sauber in den ST.

    Aber eine bessere Mühle wäre vielleicht etwas auf nächste Weihnachten .

    Dani
    La Spaziale Vivaldi S1 II
    Mazzer Mini E
    Gene Café
    In Arbeit: Faema President

  9. #9
    PAPPL ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Zitat Zitat von dbertolo Beitrag anzeigen
    Ich habe seit Weihnachten die M-207 (mit Metallrüssel). Mir ist aufgefallen, dass die Luftfeuchtigkeit einen grossen Einfluss auf die Sauerei hat. Unter 40% rel. Luftfeuchtigkeit saut es nach wenigen Sekunden. Nach meinen 11 Sekunden liegt dann rundherum etwas Kaffeemehl. Ist die Luftfeuchtigkeit hingegen über 50%, so gelangt alles sauber in den ST.

    Aber eine bessere Mühle wäre vielleicht etwas auf nächste Weihnachten .

    Dani
    Ja denke auch daß höhere Luftfeuchtigkeit, und dadurch höhere Affinität der Teilchen zueinander, den Klumpenbildungseffekt verstärkt.
    Eine Lösung wäre die Klumpen im Flug im Rüssel mit einem groben Sieb/Draht zu zerlegen. Mehrere kleine Klumpen verteilen die Aufprallenergie auf eine größere Fläche, dann wäre der Bombentrichtereffekt im ST kleiner. Nur wie macht man das am intelligentesten ohne noch mehr Zeug im Gang zu blockieren.

  10. #10
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sauerei bei Demoka - mal anders betrachtet

    Wenn das so ist, weiß ich eine Lösung: Einfach vor dem Mahlen den Dampfhahn an der Maschine aufdrehen und nach einer Weile erst zu mahlen beginnen.

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