Doch, natürlich. Unter anderem darum geht es ja. Das was Du als Schwarz-Weiß-Bild in Form von "Keramik böse, weil schlecht wärmeableitend" vs. "Metall gut, weil gut wärmeableitend" darstellst, ist in Wahrheit ein viel komplexeres Bild, in das viele Faktoren einfließen, die ganz viele Graustufen produzieren, wie z.B.
- Aufgewendete Energie an der Bohne
- Durchlaufzeit des Kaffees durch die Mühle
- Wärmeableitungsvermögen der Mahlscheiben usw.
- Wärmeaufnahmevermögen der Mahlscheiben (sehr wichtig, da Deine tollen Metallmahlscheiben im Laufe der Zeit immer heißer werden, während die bösen Keramik-Mahlscheiben - weil sie die Wärme nicht aufnehmen können - viel kühler bleiben und somit den nachfolgenden Kaffee nicht erhitzen können)
- Form der Mahlscheiben
- Wird sonst noch irgendwie Energie aus dem System genommen (z.B. durch Kühlung) oder hinzugefügt (z.B. Abwärme des Mühlenmotors)
- ...
Ich würde wirklich gerne mal wissen, wie alle diese Faktoren (und ich hab' sicherlich noch diverse vergessen, wie mir die Physiker hier gleich erklären werden

) in Deinem Modell berücksichtigt werden.
Die Gesetze der Physik gelten für Kaffeebohnen genauso wie für Sellerie. Kannst Du mir mal den Unterschied erklären, den Du da zu sehen glaubst?
Nochmal zur Verdeutlichung ein ganz abstraktes Beispiel: Wenn Du einen Metallklotz in zwei Teile teilen willst, kannst Du das u.a. tun, in dem Du einen Schleifstein verwendest. Oder eine scharfe Säge. Bei welcher Art wird mehr Wärme erzeugt? Natürlich mit dem "stumpfen" Schleifstein.
Hä?! Was hat das mit der zu klärenden Frage zu tun? Daß das Ding konisch mahlt ist mir auch klar, da ich zuhause eine Mühle mit dem baugleichen Mahlwerk habe. Die Gesetze der Physik gelten gleichermaßen für konische wie für Scheiben-Mahlwerke, was mein Beispiel ja verdeutlichen soll: Stumpfe Mahlscheibe -> heißes Mahlgut, scharfe Mahlscheibe -> kühles Mahlgut. Das funktioniert bei einer Demoka genauso gut wie einer i-mini, oder?
Vielleicht solltest Du mal von Deiner Schwarz-Weiß-Denke loskommen und akzeptieren, daß die Wirklichkeit doch ein wenig komplexer ist.
Grüße,
hawi
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