Hallo,

Der Hauptnachteil von Mühlen, bei denen die Mahlgradverstellung über eine Schnecke auf den Kranz geht, ist die nervtötende Kurbelei, wenn man sehr unterschiedliche Mahlgrade einstellen will. Beispielsweise muss bei meiner Demoka, wenn ich von Espressofeinheit auf Frenchpress-Schrot wechsle, das Rädchen ca. 20 Umdrehungen machen. Die Verstellung von fein auf grob ist nicht so wild, weil man sie bei stehendem Motor vornimmt und damit keinen edlen Kaffee vergeudet. Aber die Verstellung von grob nach fein geht bei gefülltem Bohnenbehälter nur bei laufendem Motor (damit sich nichts verklemmt). Das kostet dann schon so 10 - 20 Gramm Kaffee, bis es wieder stimmt. Genau für diesen Rückweg ist mir heute eine Lösung eingefallen, die trotz vollem Trichter mit minimaler Kaffeevergeudung hinkommt. Ich habe es gleich ausprobiert und es klappt wunderbar - Nachahmung aber bitte nur mit kleinen Mühlen und auf eigene Gefahr! So geht´s:

1. Mühle an Korpus, Bohnentrichter und Deckel gleichzeitig anfassen.
2. Vorsichtig umdrehen und auf den Kopf stellen.
3. Mahlwerk ganz kurz (1-2 Sekunden) freimahlen, Mühle dabei evtl. festhalten.
4. Jetzt kann man bei stehendem Motor ganz fein stellen.
5. Mühle vorsichtig wieder richtig hinstellen.
6. 3 - 5 Sekunden einmahlen.
7. Fertig!

Gruß
Georg