da wohl Interesse daran zu bestehen scheint, den Kampf den ich mit der Mühle aufgenommen habe, schrittweise mitzuverfolgen -
bitteschön - man hat ja sonst im Leben so wenig zu lachen, warum also nicht bei mir
Am 17.03 bestellte ich die Mahlkönigin, nicht ohne schon tagelang vorher
anwesende Haushaltsmitglieder mit ewigem Seufzen und Wehklagen mürbegeseufzt zu haben. Schliesslich hatte ich ja eine Mühle und es war ja schon unvernünftig.
Sofort lieferbar stand auf der Website und ich hatte mir einen renommierten Laden ausgesucht damit bloß nichts schief läuft mit der Queen...
Als gute Zahlerin auch gleich überwiesen und drei Tage später muß die Zahlung dort wohl auch eingegangen sein, denn ich bekam die Mitteilung, das teure Teil sei erst ab 15.4. verfügbar; ob man mir den mitbestellten Kaffee vorab senden solle...
Es folgten harte Wochen... sowohl für mich, also auch für meine Umgebung.
Ostern war ja schon die erste Pleite, denn mein sorgfältig ausgeklügelter Plan - die Königin sollte genügend Einarbeitungszeit bekommen und an Ostern dann den selbstgerösteten Filterkaffee zu mahlen auf dass ich die
anreisenden Familienmitglieder mit köstlichem Filterkaffee verwöhnen könnte, scheiterte am abwesenden königlichen Gast. Den Ostern war VOR dem 15.4.
Wie gesagt: harte Wochen hier im Haushalt.
Ab Mittwohc dem 15.4. begann ich auf den Briefträger zu lauern...
logische Argumente, wie Postlaufzeit und "Lieferung doch erst AB dem 14.4.) angekündigt prallten an meiner Gier ab.
Freitags verbreitete ich mühlenlose Endzeitstimmung.
Kurz flackerte Samstags bis 12 Uhr (der üblichen Postbringzeit) die Hoffnung auf um gegen 14 Uhr zwischen depressiv und explosiv zu schwanken.
Um 15.30 hielt nochmal unsere Postfrau bei uns und tatsächlich:
sie hatte meine Königin dabei!
Freudestrahlend stürzte ich mich auf sie, dann bekamen wir Besuch und ich konnte nur ab und zu nochmal nach ihr spinsten.
Ach ja, zusammenbauen ging auch noch.
Seit Samstag steht sie nun also da und mein erster Eindruck war denkbar positiv.
Das Metall an ihr wirkt massiv und paßt daher auch sehr gut zur Silvia.
Auch das Plastik sieht nicht billig aus sondern die Verarbeitung insgesamt machte auf mich einen sehr guten Eindruck.
Mit Bohnenbehälter ist sie vielleicht einen halben Zentimeter kleiner als Silvia, die Größenverhältnisse passen für mich. Die Demoka daneben wirkt noch nicht so recht, wie die räumliche Zusammenstellung sein wird muß ich mir noch genauer überlegen.
Erst wurden mal er Bohnen und der Mehlbehälter ausgewaschen, dann alles zusammengebaut, Bohnen eingefüllt und aufs Knöpfchen gedrückt,
der Timer läuft rückwärts, die Mühle nicht.
Genauer gesagt, die Mühle läuft gar nicht, der Besucht und mein Mann schauen mich bedauernd an.
Ich probiere, suche einen Ein/aus Schalter (denn in der Bedienungsanleitung steht so großartig "schalten sie die Mühle ... an"
finde aber keinen.
Ich denke schon "na super ... kaputt" die Freude fällt in sich zusammen; weiteres auf den Knöpfchen rumdrücken bringt nichts und und ich krame die Bohnen halt wieder raus und untersuche ob die Mahlscheiben eine Transportsicherung haben.
Mein Mann greift rettend ein, dreht den mühevoll eingedrehten Bohnenbehälter wieder raus... wieder rein, rastet ein...
die Mühle hüllt sich in blaublütiges Schweigen (und ich weiß nun, warum das Display blau blinkt...)
erst als mein Mann sehr beherzt der Königin am Kragen, respektive dem Bohnenbehälter dreht, beginnt sie drohend zu grollen, also zu mahlen.
die Bohnen kommen wieder rein und ich lasse die "verrösteten" Bohnen
im Filtermahlgrad mal in den Behälter mahlen.
Funktioniert - ich bin begeistert. Ich muß nun meine Testreihe unterbrechen.
Sonntag sind wir den ganzen Tag unterwegs -
der morgendliche Cappuccino schmeckt allerdings grausam.
Ich orientiere mich mit meinem selbstgerösteten Malabar an der im Thread gemachten Einstellung und tampere so fest es geht
und trotzdem rauscht alles durch als sei es Supermarktespresso und schmeckt auch so.
Nun, keine Zeit die Versuchsreihen weiter fortzusetzen.
aber sie sieht gut aus, die Königin auf meiner Arbeitsplatte.
Bald habe ich einen kompletten Hof beisammen: Dame Silvia, Königin Vario... die Hofnärrin bin wohl ich, denke ich dann Montag morgens, als
ich mein Glück mit dem "ichwillindieGängekommeespresso" und dem Bodenlosen Einersieb probiere.
Fast würde ich sagen, sie "pisst mich an" die "Dame Silvia", denn der Bodenlose macht eine endlose Sauerrei.
Was der nicht einsaut, besorgt die Königin beim Mahlen. Um die Mühle sieht s aus, wie es wohl früher um eine Mühle ausgesehen haben muß... ...überall (Kaffee) Mehlstaub.
Geduldig sauge ich mit dem Handstaubsauger das schlimmste weg und tröste mich mit dem "Mittag-Cappuccino"
Überflüssig zu sagen, dass der im Zweiersieb gemacht wurde
aber dafür so schmeckte wie zu meinen Anfängerzeiten.
Mittlerweile zweifle ich die Fähigkeiten der Königin zu bürgerlicher Arbeit an und unterstelle ihr nicht fein genug mahlen zu können.
die Demoka beginnt irgendwie heller zu schimmern.
Ich dreh den Espressograd auf ganz fein und die Feineinstellung auch ganz zu; heraus kommen Klümpchen.
Das muß fein genug sein.
Da ich ein Erfolgserlebnis brauche - dringen!
stelle ich zwischen Filter - Frenchpress, lassen den "Coffeeduck" manuell für die Senseo vollmahlen und stopfe ihn in die Senseo.
Anfangs noch etwas unwillig (also zwei Feinrasten gröber gestellt)
läuft der Kaffee nun also durch und ich trinke den.
Er ist "dünner" also aus der Silvia, aber trinkbar -
zumindest Besuch kann ich mit der Königin nun glücklich machen
genau wie Filterkaffeetrinker -
und mit der Espressogeschichte rück ich ihr auch noch zu Leibe.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis ich einen vernünftigen Mahlgrad gefunden habe. Ich fürchte ich werde nun doch, die restlichen Päckchen von Mirella aus der Tiefkühtruhe holen müssen und opfern, damit ich wenigstens mit einem einschätzbaren Espressopulver teste und nicht mit meinem
so schwer abzuschätzenden Selbstgerösteten.
wegen der Lernkurve....
... wird fortgesetzt.
edit:
da ich nicht weiß wie weit sich jemand durch die Hin und Her Diskussion lesen möchte -
hier habe ich dann meinen bisher abschliessenden Erfahrungsbericht mit der Vario v.2 verfasst, vielleicht intressiert sich jemand dafür


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