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  1. #1
    Jan Kluczewitz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard 200 Euro Mühle für Pavoni => 130 Euro unter Budget: Zassenhaus Heidelberg

    Hallo liebe Kaffee- und Handhebelfreundinnen!

    Ich habe mich bereits durch etliche Mühlenfäden durchgewurschtelt und konnte dabei keinen entdecken, der eine Mühle um die 200 Euro für die anspruchsvolle Pavoni Europiccola empfiehlt. Ich vermute, dass das daran liegt, dass sich die Mahlqualität bei den ca. sechs üblichen Verdächtigen nicht groß unterscheidet.
    Deshalb stelle ich hier diese Frage und meine Überlegungen.
    Die Pavoni braucht sicher eine Mühle mit stufenloser Mahlgradeinstellung. Wobei sich die meisten offensichtlich pimpen lassen. In der Bedienungsanleitung wird eine Mühle mit Scheibenmahlwerk empfohlen. Gibt es weitere Aspekte, die man beachten sollte.
    Da ich häufig die Bohnen wechsle, wäre es für mich vorrangig, eine Mühle zu haben, in der möglichst wenig (also kein) Mahlgut liegenbleibt (ohne gleich eine Mahlkönig Vario zu kaufen).
    Im Moment neige ich zur Ascaso i-Mini, obwohl die ein konisches Mahlwerk hat. In der Kaffee-Wiki steht sie zwar nicht drin, aber inzwischen gibt es die wohl auch eine Version mit Scheibenmahlwerk. Hat die schon Mal jemand getestet oder was darüber gelesen? Mir gefällt das Konzept mit dem Druckknopf, denn so kann man die Kaffeemenge direkt beeinflussen und die Größe, das Design und bei Alu die Optik gefällt mir auch gut und passt zur Pavoni (auch wenn mir die Optik nicht so wichtig ist).

    Vielleicht sollte man mal jemand mit mehr Kompetenz als ich zum Beispiel hier eintragen, was die Vor- und Nachteile der Einsteigermühlen sind. Es gibt hier nämlich schon so viele Beiträge zu dem Thema und vielleicht macht es Sinn, die Antworten irgendwo zu sammeln. Aber das ist natürlich nicht unbedingt ein dankbarer Job (und ich bin auch sicher nicht der erste, der auf diese Idee kommt).

    Also verschwitzte Grüße aus dem schwülen Hamburg!

    Jan
    Geändert von Jan Kluczewitz (15.08.2009 um 13:58 Uhr) Grund: Titel geändert
    La Pavoni Millennium, Kyocera Handkaffeemühle, Solis Scala 166 (gepimpt), diverse Espressokocher, Popcornröster,
    eine lange Latte von Rohkaffees mit Geschmacksexplosionen köstlicher Aromen, "Die Schmuddelbohne"

  2. #2
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Hey,

    ich würd zwar generell aber gerade bei der Pavoni nicht an der Mühle sparen. Gib lieber ein paar Euro mehr aus, denn 200€ ist so die magische Grenze, für die man zwar Mühlen kaufen kann, aber immer noch Budgetequipment bekommt. Wie 500€ bei E-Gitarren oder 400€ bei digitalen Spiegelreflexkameras. Wenn man da ein wenig drüber geht, bekommt man was, das man lange behält und spart am Ende sogar Geld, denn wer zu billig kauft, kauft zwei mal.

    Meine ECM Casa z. B. hab ich für 240€ gebraucht gekauft, das ist kaum nennenswert mehr aber eine sehr ordentliche Mühle. Eurekas MCI ist auch irre beliebt und geht neu für ziemlich genau 300€ her. Da die "Restauration" von Mühlen meist wesentlich einfacher ist als bei Kaffeemaschinen (auseinanderbauen, alles saubermachen, zusammenbauen. Gibt nicht wirklich was einzustellen, abzudichten oder zu entkalken.) würde ich bei einem festgelegten Budget von 200€ definitiv zum Gebrauchtkauf raten.

    Wenn man designlich und platzlich nicht so festgelegt ist, empfiehlt sich auch eine Gastromühle. Meine alte La San Marco SM90/A hab ich z. B. für 140€ aus der Bucht gefischt. Die war so gut wie neu und liefert Mahlgut, das über jeden Zweifel erhaben ist. Sieht neben der Pavoni halt bisschen affig aus.


  3. #3
    Jan Kluczewitz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Danke für den Tipp und das schicke Bild. Ich habe auf meiner Ebay Such-Liste neben der Gaggia MDF auch die La San Marco stehen. Ich habe dazu gerade diesen Mod gefunden. Hast du da auch schon Mal dran gedacht, oder macht das keinen Sinn? Von La San Marco gibt es ja offensichtlich mehrere Mühlen, aber bei Ebay gab es bis jetzt nur die SM 90. Allerdings habe ich hier gelesen:
    the LSM SM90 has IMO 2 little handicaps:
    1) grinding adjustment steps are too large
    2) too much coffee ground remains in the channel between doser and burrs (matters only if you often change your coffee as I do).
    Das wären für mich natürlich gleich zwei Argumente gegen die SM90.
    Was macht denn die La San Marco besser? Mahlen? Überhaupt, ist es die Mahlleistung/-qualität, die die Mühlen teurer macht, oder hat das vorrangig was mit anderen Eigenschaften zu tun?
    La Pavoni Millennium, Kyocera Handkaffeemühle, Solis Scala 166 (gepimpt), diverse Espressokocher, Popcornröster,
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  4. #4
    Jan Kluczewitz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    P.S.: Handmühle kann ich für die Pavoni vermutlich vergessen, egal welche Qualität diese hat, oder?
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  5. #5
    silverhour ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Gebrauchte Gastromühlen sind natürlich immer eine Alternative - wenn ich die gebrauchte Mazzer neben der ursprünglich neu gekauften Demoka laufen lasse, dann gehen bei ähnlichem Kaufpreis die Punkte klar an die Mazzer....

    Wenn Du häufig die Bohnen wechselt, dann wäre ein bei vielen "besseren" Maschinen vorhandene Verschlußschieber am Bohnenbehälter ein klarer Vorteil. Der meist vorhandene Dosierer wäre ehr ein Nachteil, der sich durch Abbauen / Modifikation beheben läßt.

    Bei Einsteigermühlen würde ich ein wenig nach subjektivem Gefühl gehen - vor Ort im Laden anschauen und die nehmen, die den besten Eindruck macht.

    Grüße, Olli

  6. #6
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Zitat Zitat von Jan Kluczewitz Beitrag anzeigen
    P.S.: Handmühle kann ich für die Pavoni vermutlich vergessen, egal welche Qualität diese hat, oder?
    Ich hab zufälligerweise gestern einen Espresso mit der Pavoni gezogen, den ich mit einer nagelneuen Zassenhaus Lima gemahlen hatte. Hat hervorragend geschmeckt und funktioniet, auf Anhieb.

    Allerdings die Kurbelei nicht unterschätzen... man ackert schon ein Weilchen.

    Zum Vergleich, dieselbe Ecke mit der ECM... schon stimmiger:

  7. #7
    Jan Kluczewitz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Zassenhaus Lima. Hmmmmm.
    Ich weiß, die Kurbelei kann nervig sein. Ich habe auch eine alte Handmühle hier, die ich für Gewürze verwende. Aber das klingt für mich gerade am sehr attraktiv. Die ist schön handlich und mit der hätte ich auch wenig Probleme mit in der Mühle verbleibenden Mahlgut. Und der Preis ist auch gut. Von da aus könnte ich dann die 200 Euro Upgrades überspringen und dazu dann bei Gelegenheit eine Mazzer oder etwas Vergleichbares holen.
    Ist die Zassenhaus Lima oder andere Handmühlen denn gescheit einstellbar mit einem reproduzierbaren Ergebnis?
    Oder noch anders gefragt: kann man mit einer Handmühle auf längere Zeit mit der Pavoni glücklich werden?
    Geändert von Jan Kluczewitz (08.08.2009 um 07:42 Uhr)
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  8. #8
    traxwave ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Ich habe mir vor ein paar Tagen erst eine neuwertige Zassenhaus Brasilia aus der Bucht für die Pavoni geangelt. Und zudem kann ich dann auch schnell mal eine andere Sorte in die Mühle füllen. Hab eigentlich immer so 3 bis 4 verschiedene Sorten am Start. Das geht bei einer elektrischen Mühle ja nunmal nicht so einfach. Und wenn dann mal der eine oder andere Gast da ist, darf er sich seinen Kaffee selber mahlen. Bisher habe ich den Kauf nicht bereut. Naja ... das Spielzeug ist ja auch noch neu

    Gruss ... Rüdiger

  9. #9
    Jan Kluczewitz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Danke für den weitere Mühle. Zassenhaus Brasilia scheint bei Ebay auch öfter vorzukommen. Aber lässt sich der Mahlgrad da vernünftig einstelle? Soweit ich weiß, gibt es doch keine Skala, oder? Wenn man da mit verschiedenen Bohnen und Mahlgraden experimentiert, ist das doch nicht funktionabel, oder?
    La Pavoni Millennium, Kyocera Handkaffeemühle, Solis Scala 166 (gepimpt), diverse Espressokocher, Popcornröster,
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  10. #10
    traxwave ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: 200 Euro Mühle für Pavoni

    Die Zassenhaus hat natürlich keine Skala. Aber ich vermisse sie auch nicht.
    Derzeit habe ich Äthiopien Yirgacheffe (röst.art) und Kolumbien Medellin Excelso (Ehlebracht) an Bohnen da. Der Mahlgrad passt zufälligerweise bei beiden Bohnen. Ich weiss (noch) nicht wie es bei anderen Bohnen aussieht.
    Grossartig rumexperimentieren möchte ich mit der Handmühle eigentlich nicht. Dafür habe ich dann die Iberital. Ich halte mich aber auch nicht akribisch an die Vorgaben (25 Sek. Durchlaufzeit, 7 g Pulver). Es können auch schon mal 35 Sekunden oder nur 20 Sekunden sein. Letztendlich entscheidet der Geschmack.
    Zu Anfang habe ich mit der Pavoni etliche Espressi für den Ausguss produziert. Jetzt passiert es nur noch selten, dass ich einen Caffe wegschütte.
    Mir gefällt die Zubereitung des Kaffees mit der Pavoni und der Zassenhaus. Während die Maschine aufheizt werden die Bohnen gemahlen.
    Das hat irgendwie was ... mmmh ... Beruhigendes / Meditatives

    Gruss ... Rüdiger

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