David neben Goliath: meine neue und die alte brav Seite an Seite:
Da meine neue Technik, die sich an die "amerikanische Schule" anlehnt, hier wohl noch nicht beschrieben wurde, möchte ich meine Mühle mit den Modifikationen und meiner Arbeitsweise damit vorstellen. Ziel der Übung ist es, die Dosierermühle als Portionsmühle mit "indirektem Direktbezug" zu nutzen.

Warum dann nicht gleich eine Mini E, fragt man(ch einer) sich? Weil ich die mit ihrer ganzen Elektronik und dem zugehörigen Kabelgewurschtel nicht mag - den Dosierer finde ich hübsch und lustig in der Bedienung. Ich sage nur Klackediklack. Das gefällt mir.
Als erstes habe ich alles gereinigt und eingestellt: 4 Versuche, um den Mahlgrad einzupegeln - der 5. Bezug war perfekt. Die Mühle lässt sich nach der Reinigung - auch des großen Gewindes unter dem Stellkranz - super verstellen.
Nach dem Stellkranz habe ich den Mahlschacht herausgenommen. Dadurch lagen die Mahlscheiben frei und ich konnte auch diese reinigen. Auch der "Totraum" lag nun offen und ich konnte auch diesen sehr leicht reinigen.
Modifikationen:
Ich habe den Bohnentrichter abgenommen und den sinnlosen Tamper außen entfernt - die Mühle wird nun ohne Trichter benutzt! Dann habe ich das Grillblech innen im Dosierer abgeschraubt und auch noch das Sektionsblech am Boden des Dosierers herausgenommen. Dazu musste ich nur die Schraube auf dem Stellrad in der Mitte lösen und den Stern abnehmen.
Ich habe den Dosierer innen gründlich gereingt, nachdem ich den Stern komplett herausgeschraubt hatte. Wenn ich die Staubsaugerdüse einige Sekunden lang in die Kammern halte, sind auch die letzten Reste des Mahlguts entfernt - es bleiben beim Herausklackern ohnehin nur wenige Krümel liegen. Ich denke, einmal in der Woche wird das Saugen eine gute Übung sein, um die Mühle sauber zu halten.
Da der Dosierer ohne Sektionsblech nun in einer Kammer von oben bis unten völlig offen ist, hätte ich erwartet, dass beim Mahlen einiges Mehl über die offene Kammer geschleudert wird und vorzeitig, also vor dem Klackediklack, aus der Mühle fällt. Tut es aber nicht. Ich habe das natürlich getestet und dabei gesehen, dass ein kleines Winkelblech über dem Mahlschacht dafür sorgt, dass tatsächlich das gesamte Kaffeemehl bis zum letzten Krümel auf der geschlossenen Seite landet und erst beim Betätigen des Klack-Hebels in den Siebträger befördert wird. Finde ich Klasse! So habe ich mit den Modifikationen wirklich das Beste aus allen Welten.
Anmerkung:
Die gesamte "Bauarbeit" hat nicht mehr als 15 Minuten gedauert und lässt sich ebenso schnell wieder rückgängig machen. Also kein Problem, meine Technik auszuprobieren und wieder zur alten zurückzukehren, wenn man nicht zufrieden ist!
P.S. 3 Fotos des Innenlebens der Mühle habe ich bei home-barista geklaut, da ich idiotischerweise keine Fotos gemacht hatte, bevor ich die Mühle zerlegt habe.