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    goldfarben ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Erfahrung mit Macap M5D

    Heute muss ich einmal ein paar Worte zur Macap M5D sagen, denn wir sind wirklich sehr begeistert von diesen Mühlen. Wir suchten mehrere Mühlen für ein kleines Cafe (siehe hier: Brauche drei Mühlen für kleines Cafe) und haben und nach langem Überlegen auf Grund eines fantastischen Angebotes (vielen Dank an il-mondo-italiano) zunächst für zwei Macap M5D in schwarz entschieden, eine große Mühle soll im Januar folgen.

    Jetzt sind die Mühlen etwa zwei Wochen in Gebrauch und wurden mit unterschiedlichen Kaffees und diversen Mahlgraden getestet.

    Auftritt
    Die Mühle kommt in einer vernünftigen, sehr gut schützenden Originalverpackung, da gibt es nichts zu meckern. Das Auspacken geht einfach und problemlos. Es gibt eine Bedienungsanleitung, aber die ist kaum notwendig, selbst den Timer versteht man recht schnell.
    Die Mühle ist ausreichend schwer, solide und "wertig" - aber da nehmen sich die Mühlen in dieser Klasse ja sowieso nicht viel. Die Mühle ist nicht besonders laut, das Geräusch ist in hohem Maße vertrauenserweckend.

    Die Mühle ist relativ schlank, sie ist meiner Meinung nach deutlich besser proportioniert als die Mazzer Mini elektronic A/B mit dem Riesentrichter.

    Bedienung und Gebrauch
    Wenn man sie einschaltet, erwacht ein kleines blaues Display zum Leben, das sieht nicht sehr traditionell aus – aber sehr cool (wenn man es mag). Den Mahlgrad stellt man mit einer Schneckenschraube ein – das ist gar kein Vergleich zur daneben stehenden Mazzer Super Jolly, die wirkt an dieser Stelle wie ein grober Schmiedehammer. Bei der Macap geht es ganz sanft, ohne Ruckeln, auch im Mikrometerbereich, und auf Grund der Bauart kann sich der Mahlgrad auch nicht verstellen. Besonders gut ist die Möglichkeit, beidseitig an der Schraube zu drehen. Mit der Macap kann man sehr reproduzierbar Nuancen verstellen.

    Der Timer ist ebenfalls ein Gedicht. Das Display zeigt entweder Einzelportion an, durch einen Druck auf den großen Knopf oben schaltet sie auf Doppelportion oder Dauermahlen um (sie mahlt dann so lange, wie man den Siebträger gegen den Auslösknopf drückt). Die Einstellung der Zeiten ist völlig problemlos, der verchromte Knopf dient durch Drehen und Drücken als Eingabegerät. Die Zeiten lassen sich auf 1/10-Sekunde genau einstellen. Der richtigen Mahldauer nähert man sich ganz intuitiv, wir haben nie mehr als drei Versuche gebraucht, bis die angestrebten 7,5 g im Siebträger waren. Sehr schön ist das Herunterzählen der Mahldauer beim Mahlen.

    Für eine einzelne Portion mahlt die Mühle bei uns im Moment zwischen 4 und 5 Sekunden, je nach Mahlgrad und Kaffeesorte. Das Kaffeemehl ist manchmal – ebenfalls je nach Sorte und nach Frische – ein klein wenig klumpig, aber das ist uns vollkommen egal (wir glauben nicht daran, dass das ein Problem sein soll, wird eh' angedrückt).

    Der Halter für den Siebträger besteht aus zwei gummiummantelten Stäben, das bedeutet, dass man den Siebträger nicht loslassen kann. Das ist für uns kein Problem, denn man nutzt die Zeit, um durch leichtes Drehen oder Hin- und Herbewegen das Kaffeemehl etwas zu verteilen – besonders bei doppelter Portion sehr sinnvoll. Der Rüssel ist formal ziemlich gut und funktioniert bisher einwandfrei, ohne Streuen.

    Fazit
    Im Moment setzen wir eine Mühle für häufig wechselnde Espressospezialitäten ein, die andere für Cafe Creme, also eine gröbere Mahlung. Es klappt alles wunderbar, man hat nicht den Eindruck, dass sehr viel Kaffeemehl in der Mühle zurück bleibt, denn auch nach Schrägstellen und Klopfen kommen maximal etwa noch 0,3 bis 0,5 g heraus.
    Die Ergebnisse sind so reproduzierbar, dass wir jetzt darüber nachdenken, unsere große Mühle mit Dosierer ebenfalls durch einen Direktmahler zu ersetzen.

    Ich kann die Mühle wirklich nur empfehlen. ich wüsste gar nicht, was man hier noch verbessern könnte.

  2. #2
    manno02 ist offline Erfahrener Benutzer
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    19.01.2008
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    Aachen
    Beiträge
    738

    Standard AW: Erfahrung mit Macap M5D

    Hallo
    danke für den informativen Bericht! Kann ich gerade ganz gut gebrauchen.
    Gruss
    manno02
    theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis - praktisch schon!

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