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  1. #1
    hundsboog ist offline Erfahrener Benutzer
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    Frage Gaggia MD64 auto

    Und wieder mal hat der Hundsboog eine Frage.

    Diesmal möchte der feine Herr wissen, was denn die im Titel schon erwähnte Gaggia so alles kann. Leider hat Unterfertigter mit der SuFu nicht wirklich erhellendes zu Tage gefördert und steht nun da als wie zuvor.

    Neu ist dieses wirrsche Ding moderner Technik gehörig teuer, gebraucht allerdings wie der ganze Gastrokrempel erfreulich billig. Meine Cunill ist mir für jeden Tag ein wenig sehr laut, aber als Zweitgerät durchaus brauchbar.

    Also wer hat Alltagserfahrung mit der Bella?


    Es grüßt...

    der hundsboog.
    Maschine: Wega Atlas 1-gruppig, Mengenautomatik
    Mühle: Gaggia MD 64 Auto
    ---> FRED

  2. #2
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    Ich hatte sie mal und war recht zufrieden. Das teil mahlt schnell bis sehr schnell und ist innen panzersolide. Abgelöst wurde die Gute bei mir durch die Casadio Istantaneo.

    Allerdings hatte meine MD64 keine Autofunktion. Die könntest du aber auch abschalten. Man braucht die im Privateinsatz sicher nicht

    Die Boardsuche ergibt für "MD64" so einige Treffer.

    Bilder vom Innenleben findest du hier:
    Was ist das für eine Gastromühle?
    Carimali-Uno mit Gastroback advanced pro/ Graef ES90 mit Pavoni Jolly/ Graef CM90 und Casadio Istantaneo in Reserve
    "Gaggia-Powerentkalkung" und wie es funktioniert
    http://img172.imageshack.us/img172/8302/0634030on9.jpg

  3. #3
    hundsboog ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    Ah o.k. also wenn man sowas wohl günstig ergattert hat man wohl was ordentliches? Na das beruhigt mich. Hab mir auch die Threads durchgelesen aber all zu viele scheint es da nicht zu geben. Na mal sehen. Ich hab eine für unter 150€ erwischt mit knapp unter 3 Jahren Einsatz. Ich reinige die mal durch und dann mach ich mal einen Gastrovergleich an dieser Stelle, wenn ich sie habe. Das dauert aber noch bis Freitag. Fotos etc gibt es dann wahrscheinlich erst am Ende des WE's.

    Gespannt bin ich wie ein Schnitzel und wüsste nur zu gern, woher der hohe Anschaffungspreis rührt.

    Danke nochmal für Deine Tipps!
    Maschine: Wega Atlas 1-gruppig, Mengenautomatik
    Mühle: Gaggia MD 64 Auto
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  4. #4
    philis ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    Hast du die von Wien ersteigert?


    Hab sie gesehen, war interessiert, irgendwie habe ich aber dazu auch zuwenig Infos gefunden.
    Und für meine verhältnise ist sie sehr groß!

    Bin schon gespannt wie du sie findest!

  5. #5
    hundsboog ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    So schaut's aus! (Der Verkäufer hat leider einen taktischen Fehler gemacht und einen riesen Versandpreis angegeben und nicht dazu geschrieben, dass das als Maximalpreis zu verstehen ist, der angepasst wird... Letzten Endes zahle ich jetzt so 15€ Versand)

    Das Problem war, ich habe auf zwei Gaggia's geboten in der Hoffnung vielleicht eine zu erhalten. Eine aus Berlin, gleich um die Ecke, und wie gesagt die aus Ösiland und habe nie und nimmer erwartet dass ich sowohl die eine für 148 und die andere für 160 bekomme, im Eingedenk des ehemaligen Verkaufspreises. Nunja. Sollte eine wirklich entgegen der Beschreibung eine absolute Ruine sein (beide sind so um die 3 jahre alt), wandert eine wieder zurück in die Bucht und die Cunill (die übrigens nach der Dampfreinigung wie werksneu da steht!!!) wird dann bei meiner guten Frau Mutter, die auch auf den Geschmack gekommen ist, weiter Ihren Dienst tun.

    Andererseits, was will bei solchen Mühlen auch groß kaputt gehen. Neue Scheiben rein und eben hoffen, dass sie nicht Zeit ihres bisherigen Lebens neben der Friteuse gestanden haben. Bei knapp 4000 Bezügen bei der Österreicherin sind bei 7g Bezugsmenge knapp 28kg durchgegangen. Ein Witz in der Gastronomie.

    Mal sehen. Sollten die Gaggias beide was taugen, bin ich froh, wenn ich mich nicht umstellen muss, wenn ich zuhause bin und kann evtl. einfacher elterlichen Kaffeesupport am Telefon leisten, sollte es Fragen geben Wenn nicht, na dann halt wieder in die Bucht.

    Nichts desto trotz: Ich würde zu gern wissen warum die Teile mal knapp 900€ gekostet haben und ob das wirklich gerechtfertigt ist.

    Und es wird Bilder geben....
    Maschine: Wega Atlas 1-gruppig, Mengenautomatik
    Mühle: Gaggia MD 64 Auto
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  6. #6
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    ... die ganzen Gastromühlen sind doch so teuer. Egal ob Rancilio, Mazzer... Wenn Du die Bilder in dem verlinkten Thread ansiehst, weiß man doch warum...sehr schwere Qualität, sehr robust...für die Ewigkeit

    Wenn ich überlege, dass meine Rossi auch schon mindestens 10 (vielleicht auch 15) Jahre alt ist...man sieht ihr das Alter definitiv nicht an und die Mühle arbeitet (mutmaßlich) wie am ersten Tag, da gibts kein Gerassel oder Geklapper... Die Gastro-Geräte spielen was die Dauerhaftigkeit angeht, einfach in einer anderen Liga als die Geräte, die für den Heimanwender konzipiert sind. Das macht sich zwar in der Qualität nicht bemerkbar (mit meiner Cunill und der Rocky war ich auch zufrieden), aber die Haptik spielt da (bei mir zumindest) eine große Rolle.

    Erstmal viel Spaß beim Reinigen!
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  7. #7
    hundsboog ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    Ja, den Spaß beim Reinigen werde ich haben! Bei der Cunill war das auch eine ziemliche Sauerrei (ich habe das in der Dusche gemacht. Die Prügel von meiner Freundin schmerzen immer noch...). Aber das muss einfach sein, egal ob die nur kurz gebraucht wurde oder nicht. Ausserdem kriegt man mit der Dampferei auch den Ranz-Geruch vom alten Fett und der ehemaligen Umgebung weg.

    Nun mal sehen. Optisch ist sie sicherlich nicht so der Kracher wie Deine Rossi, aber sie wird hier eh als Gebrauchsobjekt fungieren. Aber all zu hässlich ist sie jetzt auch nicht, Gastro eben .



    Ich bin vor allem aber auf die Geräuschkulisse gespannt. Meine Cunill kann zwar super mahlen, aber die Geräuschkulisse ist durch den MEEEEGAAA Resonanzkorper auch recht eigen. Wenn sich das ändern würde, hätte ich ja schon gewonnen.
    Maschine: Wega Atlas 1-gruppig, Mengenautomatik
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  8. #8
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    ...die Rossi hat bezüglich der Lautstärke keine besonderen Verbesserungen gebracht...allerdings ists nur halb so lang laut

    Das Design ist sicher Geschmackssache...auf jeden Fall sieht die Maschine auf den Fotos recht gepflegt aus...und der Verkäufer machte ja auch keinen schlechten Eindruck. Klassisch schön finde ich die Rossi aber auch nicht. Die schlanken Mazzer finde ich toll oder die neue Quamar... ich glaube, da werde ich demnächst auch nochmal zuschlagen müssen...
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  9. #9
    hundsboog ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    Zitat Zitat von langbein Beitrag anzeigen
    ich glaube, da werde ich demnächst auch nochmal zuschlagen müssen...
    Upgraditis ist echt eine böse Krankheit oder
    Maschine: Wega Atlas 1-gruppig, Mengenautomatik
    Mühle: Gaggia MD 64 Auto
    ---> FRED

  10. #10
    hundsboog ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gaggia MD64 auto

    Und jetzt kommt die Story der Gaggia MD 64 aus Österreich:

    Das gute Stück war richtig zugig nach nur 4 Tagen hier in Deutschland. Sofort beim Auspacken viel mir auf, die sehr der Verkäufer darum bemüht war, die Mühle zu verpacken. Mengen an Styropor taten sich auf und waren auch der Garant dafür, dass die Mühle unbeschadet angekommen ist.

    Nunja, was macht man mit einer gebrauchten Maschine? Na klar, auseinanderbauen und vom Schlonz befreien.

    Also das übliche Prozedere: Bohnenbehälter abnehmen... huch der klemmt ja?? Kein Wunder. Auf dem Frontalbild sieht man ein angeschraubtes Blech zwischen Bohnenbehälter und Frontblende. Also Imbusschraube gelöst und Blechhebel nach rechts umgelegt. Dieser Mechanismus gibt den Bohnenbehälter frei und verschließt gleichzeitig den selbigen. Gute Idee, aber die Umsetzung hätte für den ehemaligen Verkaufspreis durchaus etwas solider sein dürfen...



    Weiter geht's: Mahlwerkabdeckung runter, Schreiben gelöst vom Gehäuse und da offenbart sich mir, warum die sachliche Italienerin so schwer ist: Ein Gehäuse aus Guss. Verschraubt, als müsste man seinen Espresso in einem Atomsturm noch zubereiten können.
    Auch die Aufnahme der oberen Mahlscheibe kann sich sehen lassen (Bilder sprechen mehr als Worte):



    Die Mahlscheiben schauen aber auch noch ganz brauchbar aus:



    Die Mengenautomatik ist aber auch richtig lustig gelöst. Wenn der Doser voll ist, klappt ein kleines Blech, welches da so sehr fragil hineinbaumelt einfach auf einen kleinen Mikroschalter und "knack" die Mühle geht aus. Sehr simpel, aber exakt ist halt auch was anderes Allerdings ist mir dieses Vorrichtung sehr recht, dieser Schalter, bzw. eher seine Verkabelung, wird mir für eine kleine Timerschaltung dienen. Vorerst tut es aber seinen Zweck und sorgt trotzdem erstaunlich zuverlässig für eine regelmäßige Befüllung nach 4-6 Espressi (lässt sich auch durch verbiegen minimal anpassen). Allerdings stellt sich mir bei diesem Materialaufwand wiedermal die Frage, warum der geneigte italienische Mühlenbauer nicht von vornherein eine Timerschaltung eingebaut hat.
    Na gut, für knapp 1000€ vielleicht etwas zu viel verlangt.
    Dafür ist die Mahlgradeinstellung sehr gut über eine Schnecke gelöst mit stufenloser Einstellbarkeit. Man kann anhand der Skala in der Front dann auch verschiedene Mahlgrade leicht wiederfinden.

    Hier der Mechanismus:



    Der Mikroschalter auf dem Dosierer:


    Das Zählwerk und die Siebträgerhalterung, die auch sehr stabil ist und sich sich in der Höhe anpassen lässt:



    Ein schöner Rücken kann auch entzücken:



    Ein Blick in den Dosierer mit dem schweren, verchromten Verstellzapfen:



    Und hier zu guter letzt nimmt die Dienerin auf dem Mühlenthron Platz.



    Die andere Mühle aus Berlin ist übrigens ein typisches Ebay-Wrack. Angeschmolzener Deckel (von einer Lampe oder irgendetwas sehr heissem), noch NIE gereinigt, Blech im Dosierer fehlt (damit wäre es eigentlich schon nicht mehr der Beschreibung entsprechend funktionierend...) und beim Bohnenbehälter ist unten auch ein Teil abgebrochen. Nun gut, da wo der Wirt mit seinen inkompetenten Fingern nicht hin griffeln konnte, schaut die Mühe aber auch aus wie neu und damit ist der Restaurationsaufwand auch überschaubar. Bezüge hatte sie übrigens kaum mehr als die Mühle aus Österreich (!). Die wird mir also als Testobjekt für so einige Sachen dienen (Galvanisierungen, Testgerät für die Timerschaltung). Ausserdem hat sie nicht das Pagodenartige Klappdächlein auf dem Bohnenbehälter, sonder einen einfachen Deckel... komisch zumindest. Vielleicht ist das auch eine ganz andere Version.
    Geändert von hundsboog (02.03.2010 um 11:33 Uhr)
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