Liebe Espressofreunde,
zu Jahresbeginn 2010 mal in einem Thread angekündigt, jetzt also der Vergleich zwischen den beiden Mühlen. Ich bitte aber zu bedenken, dass es sich bei dem folgenden Bericht um meine subjektiven Eindrücke handelt, die keine Allgemeingültigkeit haben. Ich zähle mich nach wie vor eher zu den Anfängern bei unserem Hobby und kann und möchte nicht mit technischen Messmethoden und –parametern aufwarten – mir geht es eher um die Alltagstauglichkeit im Haushalt des Durchschnitts-Espressojunkies.
Aufgrund der Länge des Berichts mußte ich ihn teilen.
Vorgeschichte
Im Sommer 2008 erlag ich nach monatelangem Mitlesen hier im KN dem Siebträgerfieber und legte mir auch meine erste Mühle, die Ascaso i-mini, zu. Meine Anschaffungskriterien für die Mühle waren:
- Kompaktheit (die Mühle sollte neben meiner Vivi nicht zu riesig aussehen und unter den Hängeschrank passen),
- korrespondierendes Design zum ST (wiederum zur Vivi – poliertes Alu),
- Wertigkeit (möglichst kein Plastiklook),
- Preis (nicht zu teuer, Anfängerbereich),
- konisches Mahlwerk (Scheibenmahlwerke waren mir wg. der Einstellung und Abnutzung „suspekt“, außerdem hatte ich über die guten Mahl- und Geschmacksergebnisse konischer Mahlwerke und insbesondere der i-mini gelesen).
Ascaso i-mini
Gesagt, getan, es hielt, zusammen mit der Vivi, im Sommer 2008 die Ascaso i-mini Einzug in meine Küche. Ich war von Anfang an zunächst sehr zufrieden mit der Mühle, denn auch als Einsteiger kann man sie auspacken und ohne komplizierte Zusammenbauarbeiten und stundenlanges Bedienungsanleitungsstudium sofort in Betrieb nehmen. Mit der Zeit gab es jedoch das ein oder andere, was mich an der Mühle zu stören begann. Hierzu gehören:
- die fehlende Mahlgradanzeige / Skala (Es gibt zwar hier im Forum Angaben über diverse Tricks, wie man sich Mahlgrade markieren kann, allerdings sind das für mich letztendlich doch eher „unelegante“ Hilfskonstrukte, wo man sich auch schnell vertun kann.) Die stufenlose Einstellbarkeit der Mühle ist generell sicherlich ein Vorteil, aber: man dreht sich an dem kleinen seitlichen Rad einen Wolf. Fazit: Bohnenwechsel können, wenn man nicht ständig Probebezüge entsorgen will, zu einer tagelangen Übung werden, bis man den richtigen Grad gefunden hat, wenn man sich keine Markierung gemerkt hat.
- der sehr wackelige Einfach-Plastik-Bohnenbehälter. Ihn muss man ab und an wieder leicht andrücken – einmal kam ich versehentlich dagegen und dann war er runter und die Bohnen verstreut. Sehr ärgerlich. Der Bohnenbehälter ist (anders als bei der Graef) unten nicht verschließbar. Das habe ich allerdings auch nicht so sehr vermisst, da ich bei Bohnenwechsel zwischendrin einfach die Mühle (bei verschlossenem Bohnenbehälter) auf den Kopf stellen kann, und dann den Bohnenbehälter mit den nach unten gekullerten Bohnen von der Mühle abziehe, um sie dann in einen Aufbewahrungsbehälter umzufüllen. Hier kommt der i-mini ihre Kompaktheit zu Gute.
- die Lautstärke. Mannomann, morgens im winterlichen Halbdunkel beim Mahlen mit der i-mini – da wird wach, wer noch nicht wach ist! Ein wenig Dämpfung verschaffte das Unterlegen eines dicken Korkuntersetzers (1 cm Dicke).
- das Fehlen einer Halterung/ Siebträgerauflage für den Mahlvorgang. Beim Mahlen muss ich stets mit der linken Hand die Mühle festhalten, während ich mit der rechten Hand mit dem Siebträger gegen den Mahlknopf presse.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen