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  #11 (permalink)  
Alt 30.07.2010, 15:24
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Standard AW: Nachgewogen: Totraum einer Gastromühle

modellabhängig ja, aber trotzdem absolut. sonst sollte man echt mal nachsehen, ob das mahlwerk ein loch hat. bei den kleinen (demoka/ascaso?) rieselt uU schon was am rüssel vorbei ins gehäuse...

gruß, max
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  #12 (permalink)  
Alt 30.07.2010, 20:31
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Standard AW: Nachgewogen: Totraum einer Gastromühle

Ich habe für meine kleine Testserie eine Chargengröße von jeweils 10g genommen, weil dies für mich praxisrelevant ist. Ich mahle zu 99% Portionsgrößen von 7-15g. Gedanken, was die Mühle mit 5g oder 70g macht, sind jedenfalls für mich eher theoretischer Natur. So wenig oder viel mahle ich nie.

Es hat mich überrascht, dass:

- die Menge, die VOR dem Mahlwerk tot herum liegt, so simpel zu reduzieren ist.
- die Menge, die NACH dem Mahlwerk im Schacht herumliegt, vom Mahlgrad abhängt.

Es hat mich betrübt, dass:

- die alte Weisheit, dass eine elektrische Mühle mit zu wenig Bohnen nicht gescheit homogen mahlt, leider auch auf mein Modell zutrifft.

Dass man das tote Mehl nicht oder kaum schmeckt, war für mich zu Espresso-Zeiten auch so. Morgens einen Shot weggeschmissen und gut. Aber die Aeropress macht doch mehr aus dem Kaffee und legt Unterschiede deutlicher zu Tage. Deshalb habe ich jetzt einige Monate lang von Hand gemahlen, und weil mir das manchmal etwas auf den Keks gegangen ist, habe ich die Aristarco noch mal reaktiviert und durchgecheckt. Ich hoffe, dass ich die Qualität in der Tasse durch Experimente mit dem Mahlgrad noch etwas verbessern kann. Jedenfalls kann ich versichern, dass der Unterschied zwischen Aristarco und Gesto-Handmühle (momentan jedenfalls) doch deutlich genug ist, dass man ihn problemlos blind erschmecken könnte. Auch hier war beim Espresso der Grat schmaler und bei manchen Sorten gar nicht vorhanden.

Ich bin übrigens auch nicht gerade ein Mühlenputzer. Allein schon deshalb greife ich lieber zur Handmühle. Wie ChristianK schon schrieb, duften alte Gastromühlen gelegentlich nicht gerade nach Blumenwiese. Und wenn man sie dann auseinanderbaut und reinigt, stell man fest, dass die Teile, die sich leicht demontieren lassen, kaum miefen, und die mit den festgebackenen, vermackten Schrauben dafür um so mehr. Murphy´s Law

Der Gedanke von Barista, dass vor allem das Mehl im Auswurfschacht relevant ist, weil es immer zu 100% ausgetauscht wird, war mir neu. Auf manche Sachen kommt man nicht von alleine. Danke!
__________________
Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !
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  #13 (permalink)  
Alt 31.07.2010, 00:42
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Standard AW: Nachgewogen: Totraum einer Gastromühle

wobei hier auch mal der durchaus sinnvolle gedanke geäußert wurde, dass das mehl im schacht so komprimiert liegt, dass fast kein sauerstoff dran kommt, deswegen auch der aroma-verlust nicht so hoch ist. bei meiner t80 bleibt jedenfalls nicht viel altes mehl im schacht (schätze so 2-3g) und das schmecke ich in meinem morgencappu wirklich nicht! auf die durchlaufzeit hat das alte mehl in so kleinen mengen auch keinen einfluss, wäre mir zumindest nicht aufgefallen.

nachwiegen kann ich gerne mal, wenn ich wieder in wien bin.

viele grüße!
nico
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  #14 (permalink)  
Alt 03.08.2010, 08:13
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Standard AW: Nachgewogen: Totraum einer Gastromühle

Ich verstehe den Test noch nicht so recht. Müsste der Titel nicht eher lauten: "Wie viel Mehl bleibt in der Mühle bei dem Versuch, sie mit Einzelportionen zu füttern?". Versuch deshalb, weil diese Variante von Bonenscorsch schon als praxisuntauglich beschrieben wurde.

Im "Normalbetrieb" ist das wohl eher die Menge Kaffeemehl, die sowohl unter den Mahlscheiben als auch im Auswurfschacht verbleibt. Wie schon beschrieben, tritt hier auch eine gewisse Kompression ein. Diese Menge lässt sich ermitteln, wenn man nach dem Leermahlen im "normalen" Betrieb alle in der Mühle verbliebenen Reste auskehrt und wiegt.

Da sich beim Mahlen neues mit altem Kaffeemehl mischt, kommt auch bei kleinen Mühlen frühestens ab der 2. Portion nur noch frisches Mehl aus der Mühle, bei Gastromühlen frühestens ab der 4. Das ist zumindest meine Erfahrung. Es sei denn, die Mühle hat keinen Totraum (versalab).

Grüße
Stefan
__________________
Grüße
Stefan

daslesenvontextenohnegroßbuchstabenfindeichsehr
anstrengend
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