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  1. #1
    gberndt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Liebe Forenmitglieder,

    ich beschäftige mich grade mit der Auswahl einer "bequemen" Mühlen und Tamperlösung für unsere neue Oscar. Damit auch meine Frau Spass am Espresso und Cappuccino zubereiten hat (und nicht immer nur Kaffee aus dem Schaerer VA zieht) soll der ganze Zubereitungsprozess einfach und bequem ablaufen:

    - Mahlen, festpressen, einspannen, Espresso ziehen, ausspannen, ausklopfen, usw...

    Das ist ja an sich nichts worüber man hier allzuviel Worte verlieren bräuchte (und lesen kann ich ja auch ).

    Meine Frage zielt darauf ab, welches Vorgehen mit welcher Mühle das ganze besonders elegant unterstützt:

    - Gastromühle mit Andrückhilfe direkt angebaut (dann immer mit Dosierer - soweit mein Informationsstand)? Direktmahler , mit Tamper direkt in den Siebträger drücken und gut iss (oder gibts dann wieder Sauerei und putzlappengewirbel...). Ist mit einer einfachen Tamperstation besser?? Oder spielt die Mühle (Gastro, Dosierer, Direktmahler, Tamper an der Mühle) gar keine so große Rolle? Die Mahlleistung muss natürlich schon stimmen.

    Wie sieht es bei euch so aus? Ich freue mich über hilfreiche Tipps.

    GBerndt

  2. #2
    MarkusD ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Hallo GBerndt,

    ich denke, bei heimischen Gebrauch und gleichzeitigem Anspruch auf leckeren Kaffee, fallen alle Mühlen mit Dosierer weg. Man kann die Mahlmenge bei diesen Maschinen nie oder nur sehr schwer auf die für einen oder zwei Bezüge optimieren. Ein Direktmahler ist daher sicher das sinnvollste. Gleichzeitig ist ein angebauter Tamper m. E. nicht optimal, da man damit nicht sehr gleichmäßig tampern kann.

    Wenn es um die Bequemlichkeit geht, so haben viele Direktmahler einen entscheidenden Nachteil: sie sauen herum. Das ist besonders bei den beliebten Einsteigermodellen (Demoka 203, 205, 207), Quickmill Apollo etc.) der Fall. Zudem tun sich diese Modelle oft (zumindest bei feinem Mahlgrad)schwer, das Mahlgut auch wirklich auszuwerfen.

    Ich denke, wenn es um Bequemlichkeit geht, dann werdet Ihr nicht alle Naslang den Kaffee wechseln wollen. Von daher ist das Bohnenwechseln und die Mahlgradverstellung sekundär.

    Aus dem vorgesagten, kann ich die von mir genutzte Mazzer Mini E (als A oder B Variante) empfehlen. Sie mahlt sehr ordentlich, gibt das Pulver gut ab und saut kaum rum. Ist aber leider kein Schnäppchen.

    Das Tampern ist übrigens überhaupt keine Sauerrei. Einen schönen Tamper, eine kleine, stabile Tamperstation (z. B. Concept Art) und ein bisschen Übung (wirklich nicht viel) - das wird Deine Frau sicher nicht schrecken.

    Grüße
    Markus
    Jede Drüppen hölpt...

    Rocket Espresso Cellini Evoluzione, La Pavoni Prof., Mazzer mini electronic B, Quickmill Apollo 060

  3. #3
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Um bequem einen ordentlichen Espresso herzustellen, genügt auch eine preiswertere Mühle, wie z. B. eine Anfim Self oder eine Rancilio Rocky, die beide um die 300€ liegen oder eine Compac für ca. 350€. Wenn du mal zwischendurch die Bohnen wechseln willst, ist ein Schieber am Ausgang des Bohnenbehälters hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Die Anfim hat einen, bei den anderen beiden weiß ich es nicht.
    Die Tamperstation kannst du dir sparen, denn dann steht ein Teil weniger rum in der Küche. Ich tampere, wenn überhaupt, mit der Küchenarbeitsplatte als Unterlage (seit ca. 15 Jahren). Tampern ist nicht so wichtig, wenn der Mahlgrad stimmt, genügt das Andrücken des Pulvers, wie es z. B. in Bars meist gemacht wird.

  4. #4
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Aus meiner Sicht werden Deine Bedürfnisse am besten von einer Mazzer Mini E, Version A mit Folientastern (o.ä. Geräte wie Macap, Quamar etc. - kenne ich aber nur von Userberichten) erfüllt.

    Der Vorteil: Wenn die Mühle richtig eingestellt ist liefert sie auf Knopfdruck, die richtige Menge an Kaffee mit dem richtigen Mahlgrad. "Freaks" werden sicherlich regelmäßig nach- und feinjustieren, für den 96% Espresso liefert die Mühle immer passen. Speziell unerfahrene oder wenig begabte(motivierte Benutzer komen so immer zu einem sehr guten Ergebnis.

    Dosierermühlen scheiden für Dein Bedürfnis aus, ebenso Direktmahler ohne Timer. Von Direktmahlern im mittleren Preissegment würde ich ebenfalls die Finger lassen. Eine Rocky für 300€ hat zb. erhebliche Schwächen in der Mahlgradverstellung. Lieber einmal im Leben die 560€ für ne Mazzer in die Hand nehmen und es bleiben keine Wünsche offen.

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

    LM GS/3 + ASTORIA AEP1 (Büro) LIVIA 90 (davor) + BRASILIA America 2gr. + La Pavoni Mignon + LSM 85-16 M Practical Metronic (ex Projekt)
    Demoka 203 + Mazzer SJ + Mazzer Mini M
    I-Roast

  5. #5
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Ich denke auch, dass eine direktmahlende Mühle am ehesten passt. Die Auswahl der konkreten Mühle ist dann natürlich Sache des Geldbeutels und der persönlichen Vorlieben. Insofern kann ich Gerd Recht geben und neben der Mazzer auch die von ihm genannte Macap und die Quamar aus eingener Erfahrung empfehlen. Alle drei ermöglichen ein recht zügiges und portionsgenaues Mahlen in den Siebträger, dann einfach mal mit dem Tamper drauf und eingespannt.

    Dosiermühlen sind zwar gut, machen aber im Privathaushalt nur Sinn, wenn man gewillt ist, sich noch einen Timer hinzustellen und dann immer nach dem Mahlvorgang den Doser leerzuklackern, was zwar nicht schlimm ist, aber m.E. schon ein entscheidender Komfort-Verlust gegenüber dem Direktmahler (nur deshalb habe ich meine Rossi damals gegen die Quamar getauscht).
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  6. #6
    Dale B. Cooper ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Wenn 450€ übrig sind, Quamar, bei weniger würde ich vielleicht ne Eureka MCI oder sowas..

    Mazzer war mir zu teuer und die Mini zu langsam..

    Grüße,
    Dale.

  7. #7
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Zitat Zitat von Dale B. Cooper Beitrag anzeigen
    Mazzer war mir zu teuer und die Mini zu langsam..
    Mir auch, aber wenn man z.b. mehr Wert auf die Sauberkeit neben der Mühle legt, oder die Quamar z.B. zu hoch ist, ist vielleicht durchaus auch die Mazzer im Rennen. Am besten finde ich tatsächlich die Macap...war mir aber auch zu teuer.

    Eureka MCI finde ich eine Preisklasse darunter auch sehr schön...sieht stylisch aus und macht einen sehr gut verarbeiteten Eindruck. Die Compak ist auch gut. Beide haben aber den Nachteil, dass man nur einen Timer hat und das der Timer am Boden der Mühle zu regulieren ist.
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  8. #8
    plempel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Frage: Will Deine Frau mit der Maschine arbeiten, oder willst Du, dass Deine Frau mit der Maschine arbeitet?
    (Kein noch so optimierter Arbeitsablauf könnte Frau Plempel dazu bewegen, sich einen Kaffee mit dem Siebträger zu machen.)

    Gruss
    Plempel
    Oscarchen & Macinacaffe Lux :: Schneid Pinoro & Costa Rica :: DeLonghi EAM 3000

  9. #9
    doppioristretto ist offline Benutzer
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    Standard AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Zitat Zitat von langbein Beitrag anzeigen

    Eureka MCI finde ich eine Preisklasse darunter auch sehr schön...sieht stylisch aus und macht einen sehr gut verarbeiteten Eindruck.
    kann ich bestätigen! habe die mühle zwar erst seit heute, muß aber meine begeisterung irgendwo rausposaunen
    nimmt auch nicht viel platz weg im vergleich zu gastromühlen.
    Brikka, Eureka MCI

  10. #10
    gberndt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Reden AW: Mühlenwahl Qual der Wahl / Mahlprozess

    Erst mal vielen Dank für die schnellen Antworten und Empfehlungen.

    Klar ist nun: Ein Direktmahler passt unsere Vorstellungen vom bequemen Zubereiten. Für einen Doser werden nicht genügend Espressi am Stück kredenzt und eure Aussagen sind ja einhellig was das angeht.

    Meine Frau trinkt wie ich sehr gerne guten Espresso/Cappuccino und ist da für gute Qualität auch sehr empfänglich. Ich habe in der Vergangenheit einige kleine Einkreiser neben dem VA Panzer stehen gehabt, die hat sie nicht angerührt. Die Oscar hingegen reizt sie durchaus. Die starke Dampfdüse ("Super! Da kann man ja genaus so entspannt neben der Kaffezubereitung aufschäumen wie bei der Schaerer, dann trau ich mir das auch zu, wenn du nicht im Haus bist") und das tolle, rote Design der Oscar gefallen ihr richtig, da will sie nun selbst aktiv werden. Erst recht nachdem die ersten Espressi ohne großes Anpassen und üben gleich richtig gut geschmeckt haben.

    Die Preislage der Mazzer Mini E ist aber schon heftig. Eine eben so rote Grinta würde sich optisch toll machen. Ich weiss halt nicht, wie gut sie als Mühle arbeitet. Allerdings ist das, was mit unserer La Pavoni Jolly geht für mein Empfinden sehr brauchbar. Das Hantieren mit dem Auffangbecher ist aber umständlich. Die empfohlenen Mühlen machen aber schon einen guten Eindruck. Ich werde mal sehen, was ich finde. Der Prozess wird einfach gehalten, direkt in den Siebträger mahlen, mit dem Tamper kurz andrücken und einspannen.

    GBerndt
    Geändert von gberndt (28.10.2010 um 00:09 Uhr)

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