AW: Mazzer Super Jolly vs. Mazzer Mini man. vs. RR45
Warum sollte die Mühle einen geringeren Einfluss auf den Geschmack haben, als die minimale Veränderung des Mahlgrad zur Feinabstimmung (die wohl von jedem von uns geeschmacklich nachvollziehbar ist) oder eine Veränderung der Kaffeemenge um einige Zehntel Gramm?
Jede Mühle produziert je nach Mahscheibengröße und -geometrie natürlich auch eine unterschiedliche "Korngrößenverteilung" im Mahlgut. Extrembeispiel:
Mühle A produziert absolut homogenes Mahlgut einer festen Größe
Mühle B produziert nun zu gleichen Anteilen zusätzlich feinere und gröbere Partikel, so dass bei gleicher Pulvermenge die gleiche Durchlaufzeit erziehlt wird wie mit Mühle A.
Trotz der gleichen Durchlaufzeit mei gleicher Menge ist der Extraktionsprozess natürlich ein anderer. Und wenn (wie es schon jeder beim Experimentieren erschmeckt hat) ein erheblicher geschmacklicher Unterschied zwischen 7g feineren Mehls und 8g gröberen Mehls (jeweils gleiche Durchlaufzeit) besteht, ist es nur plausibel, dass der Einfluss der Mühle bzw. der Verteilung der Partikelgrößen eine ähnliche Größenordnung annimmt. Dazu kommen dann noch die von Michele genannten Aspekte (Wiederholgenauigkeit von Timer und Machgradeinstellung, Auswurf usw.).
In meinen Augen ist das alles andere als Firlefanz, aber eben in der Tat wie wusaldusal sagt nur EINER von vielen Parametern, was es eben sehr schwer macht reproduzierbar herauszufinden, welchen Einfluss jetzt die Mühle auf den Geschmack hat. Diese Komplexität ist ja grade der Grund, weshalb temperaturgesurft und gePIDed wird... um wenigsten EINE Einflussgröße konstant zu halten und so den Einfluss der anderen besser beurteilen zu können.
Aber um auf die genannten Mühlen zurück zu kommen: Die Jolly und die Mini haben zum Beispiel unterschiedliche Mahlscheiben (trotz gleicher Größe). Darüber hinaus mahlt die Jolly etwas doppelt so schnell. Das alles hat natürlich einen Einfuss auf das Mahlgut und somit den Geschmack.
Im Titangrinderfred auf homebarista wurden unter anderem auch diese beiden Mühlen verglichen. Dort wurde die Jolly soweit ich weiß geschmacklich und von der Konstanz der Ergebnisse her besser bewertet als die Mini. Ob der Unterschied reicht, um die Mehrausgabe zu rechtfertigen ist natürlich eine anderen Frage
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Versuch macht kluch. Da ich schon eine ganze Weile mit meiner K3 arbeite würde ich mir auf jeden Fall zutrauen, nach einem Mühlenwechsel und einger Eingewöhnungszeit auch wahrnehmen zu können, inwieweit sich die Ergebnisse unterscheiden. Deshalb liebäugel ich grad auch sehr mit der wohl bald verfügbaren Jolly-E 
Wenn es dazu kommt werde ich euch sagen, ob der Unterschied nur marginal ist
Und bei sowas bin ich meist sehr kritisch und hab überhaupt kein Problem damit mir einzugestehen, dass das Update vielleicht geschmacklich völlig unsinnig war 
Das der Geschmack der Mühlen aus genannten Gründen schwierig zu testen ist würde ich mich da eher an Haptik, Bedienung, Einstellbarkeit und Optik orientieren. Ist da natürlich immer ein sehr persönliche Entscheidung.
Geändert von ingokl (16.12.2010 um 14:20 Uhr)
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