Hallo liebe Kollegen,
ich hatte es versprochen und heute poste ich einen kleinen Erfahrungsbericht mit Fotos und einige Angaben über den Totraum der Mühle.
Gekauft habe ich das Ding Anfang Oktober 2010, es gab meines Wissens nur einen weiteren Boardie der diese Mühle betreibt, kaum Erfahrungen waren zu bekommen. Bei der Auswahl bin ich kategorisch vorgegangen, konisch und direktmahlend musste sie sein, je größer und langsamer das Mahlwerk, umso besser. Schlussendlich war noch der Preis wichtig. Für mich hatte die M7D das beste Durchmesser/Umdrehung/Preis Verhältnis, dazu kam eine auffallende Ähnlichkeit mit der teuren Elektra Nino.
Rumsauerei war noch ein Thema, in das relativ tiefe Sieb meiner ehemaligen Fiorenzato Piazza San Marco ging nichts daneben, alles schön drin im Sieb. Bei meiner ex-La Cimbali M21 Junior waren die Siebe etwas flacher, im Dauermahlbetrieb ging schonmal ein Krümelchen daneben, mehr nicht. Immerhin wird das 1er in ca. 1,7 Sekunden befüllt.
Der Timer bietet Standard-Funktionen, Einzel- und Doppelportionen können in 0,05 Sekunden eingestellt werden, Nachmahlfunktion gibt es nicht. Meine alte Eureka Mythos war ein Funktionswunder, drehte aber mit 1400 U/min ein Vielfaches von dieser hier, das merkt man in der Wiederholbarkeit der gemahlenen Menge. Im 2er Sieb beträgt die Schwankung +/- 0,3g, im Einser mehr oder weniger auch, aber da ist es doppelt soviel
Eingemahlen habe ich mit einem Kilo guter Aldi-Bohne und direkt die Waage dabei gehabt. Habe mehrfach hintereinander exakt 100g Bohnen reingeschmissen und den Output gewogen...das Gewicht des Mehls schwankte zwischen 95,9 und einmal tatsächlich 99,9g. Habe die Temperatur der Bohnen gemessen (schwierig und wenig aussagekräftig), 23,2°C, warscheinlich Zimmertemperatur, die Temperatur des frischen Mehls betrug 33,4°C, mehrfach hintereinander immer wieder gleiche Ergebnisse bekommen.
Jetzt kürzlich hatte ich eine maschinenfreie Woche und habe die Mühle auseinandergenommen und komplett leergeblasen.
Jetzt wollte ich den Totraum der Mühle wissen, wobei ich immer noch nicht richtig weiß´, was wir damit meinen, zumindest nicht bei einer großen, konischen Mühle, deren Mahlwerk konstruktionsbedingt eine große Fläche und Volumen hat. So habe ich gemessen:
- habe 50g ganze Bohnen vorsichtig in die Mühle gegeben, darauf geachtet, dass kein Bruch dabei ist.
- habe exakt 10g Mehl gemahlen.
- habe 18,5g ganze, ungebrochene Bohnen aus dem Hopper mit der Pinzette rausgefischt.
- habe dann die Mühle leergemahlen und 15,3g Mehl erhalten
- die fehlenden 6,2g habe ich dann hier gefunden:
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Habe den Motor nochmal gestartet und gesehen, wie sich das Mehl durch die Fliehkraft etwas nach oben schiebt und nicht mehr durch das kleine Fenster zum Schacht hinausgeworfen wird. In der Öffnung befindet sich mittig ein Metallstäbchen, warscheinlich zur Antistatik.
Ich habe also 6,2g fertig gemahlenes Mehl, welches in der Mühle auf den nächsten Shot wartet. In der Praxis merke ich das jeweils beim ersten Mahlvorgang morgen und nachmittags nach der Arbeit, da mahle ich jeweils eine Einser-Portion in die Tonne, danach funktioniert alles einwandfrei.
Neben diesen 6,2g befinden sich 15,3g angebrochene Bohnen im Kegel des Mahlwerkes, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ob das zum Totraum gehört, müssen wir klären.
Habe natürlich mit kleineren Hoppernachbauten experimentiert, Rote Beete oder Gurkengläser, die Mühle braucht eine Mindestsäule an Bohnen zur exakten Mahlung. Derzeit realisiere ich das mit ca. 500g exquisiter Aldi Bohnen im geeigneten (und hoffentlich aromasicheren) Einfrierbeutel, schön verschlossen über den richtigen Bohnen lagernd. Im Original-Hopper, der dem der Nino verdammt ähnlich sieht...
Der Output ist fluffig und ohne nennenswerte Klumpenbildung:
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Geschmacklich ist es die beste Mühle, die ich je hatte, Fruchtnoten, es ist von allem etwas mehr vorhanden pro Tasse.
Hier noch ein paar Detailbilder:
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viele Grüße,
Michael


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