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  1. #1
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Erfahrungsbericht Macap M7D

    Hallo liebe Kollegen,

    ich hatte es versprochen und heute poste ich einen kleinen Erfahrungsbericht mit Fotos und einige Angaben über den Totraum der Mühle.

    Gekauft habe ich das Ding Anfang Oktober 2010, es gab meines Wissens nur einen weiteren Boardie der diese Mühle betreibt, kaum Erfahrungen waren zu bekommen. Bei der Auswahl bin ich kategorisch vorgegangen, konisch und direktmahlend musste sie sein, je größer und langsamer das Mahlwerk, umso besser. Schlussendlich war noch der Preis wichtig. Für mich hatte die M7D das beste Durchmesser/Umdrehung/Preis Verhältnis, dazu kam eine auffallende Ähnlichkeit mit der teuren Elektra Nino.

    Rumsauerei war noch ein Thema, in das relativ tiefe Sieb meiner ehemaligen Fiorenzato Piazza San Marco ging nichts daneben, alles schön drin im Sieb. Bei meiner ex-La Cimbali M21 Junior waren die Siebe etwas flacher, im Dauermahlbetrieb ging schonmal ein Krümelchen daneben, mehr nicht. Immerhin wird das 1er in ca. 1,7 Sekunden befüllt.

    Der Timer bietet Standard-Funktionen, Einzel- und Doppelportionen können in 0,05 Sekunden eingestellt werden, Nachmahlfunktion gibt es nicht. Meine alte Eureka Mythos war ein Funktionswunder, drehte aber mit 1400 U/min ein Vielfaches von dieser hier, das merkt man in der Wiederholbarkeit der gemahlenen Menge. Im 2er Sieb beträgt die Schwankung +/- 0,3g, im Einser mehr oder weniger auch, aber da ist es doppelt soviel

    Eingemahlen habe ich mit einem Kilo guter Aldi-Bohne und direkt die Waage dabei gehabt. Habe mehrfach hintereinander exakt 100g Bohnen reingeschmissen und den Output gewogen...das Gewicht des Mehls schwankte zwischen 95,9 und einmal tatsächlich 99,9g. Habe die Temperatur der Bohnen gemessen (schwierig und wenig aussagekräftig), 23,2°C, warscheinlich Zimmertemperatur, die Temperatur des frischen Mehls betrug 33,4°C, mehrfach hintereinander immer wieder gleiche Ergebnisse bekommen.

    Jetzt kürzlich hatte ich eine maschinenfreie Woche und habe die Mühle auseinandergenommen und komplett leergeblasen.

    Jetzt wollte ich den Totraum der Mühle wissen, wobei ich immer noch nicht richtig weiß´, was wir damit meinen, zumindest nicht bei einer großen, konischen Mühle, deren Mahlwerk konstruktionsbedingt eine große Fläche und Volumen hat. So habe ich gemessen:

    - habe 50g ganze Bohnen vorsichtig in die Mühle gegeben, darauf geachtet, dass kein Bruch dabei ist.

    - habe exakt 10g Mehl gemahlen.

    - habe 18,5g ganze, ungebrochene Bohnen aus dem Hopper mit der Pinzette rausgefischt.

    - habe dann die Mühle leergemahlen und 15,3g Mehl erhalten

    - die fehlenden 6,2g habe ich dann hier gefunden:



    Habe den Motor nochmal gestartet und gesehen, wie sich das Mehl durch die Fliehkraft etwas nach oben schiebt und nicht mehr durch das kleine Fenster zum Schacht hinausgeworfen wird. In der Öffnung befindet sich mittig ein Metallstäbchen, warscheinlich zur Antistatik.

    Ich habe also 6,2g fertig gemahlenes Mehl, welches in der Mühle auf den nächsten Shot wartet. In der Praxis merke ich das jeweils beim ersten Mahlvorgang morgen und nachmittags nach der Arbeit, da mahle ich jeweils eine Einser-Portion in die Tonne, danach funktioniert alles einwandfrei.

    Neben diesen 6,2g befinden sich 15,3g angebrochene Bohnen im Kegel des Mahlwerkes, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Ob das zum Totraum gehört, müssen wir klären.

    Habe natürlich mit kleineren Hoppernachbauten experimentiert, Rote Beete oder Gurkengläser, die Mühle braucht eine Mindestsäule an Bohnen zur exakten Mahlung. Derzeit realisiere ich das mit ca. 500g exquisiter Aldi Bohnen im geeigneten (und hoffentlich aromasicheren) Einfrierbeutel, schön verschlossen über den richtigen Bohnen lagernd. Im Original-Hopper, der dem der Nino verdammt ähnlich sieht...

    Der Output ist fluffig und ohne nennenswerte Klumpenbildung:



    Geschmacklich ist es die beste Mühle, die ich je hatte, Fruchtnoten, es ist von allem etwas mehr vorhanden pro Tasse.

    Hier noch ein paar Detailbilder:



    viele Grüße,
    Michael
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  2. #2
    EleMac ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    Hallo Michele
    Danke für die genaue Beschreibung und deinen sehr ausführlichen Test.
    Vor allem das Ausmessen des Totraums ist sehr hilfreich.
    Und hilft mir bei der anstehenden Entscheidung weiter.
    Noch eine Frage.
    Ich habe zur Zeit eine MD4d.
    Laut pdf auf der Macap Website hat die MD7 genau wie meine MD4 ein zuschaltbare Nachmahlfunktion.
    Bei meiner Mühle kann man die Nachmahlfunktion im Menü unter "Befaehigt. Dauer" Auswahl (Knopf drehenJa/Nein) mit "Ja" aktivieren.
    Danach taucht beim Umschalten nach Einzelbezug und Dopplbezug die Nachmahlfunktion im Menü auf.
    Kannst du mal nachschauen ob die Mühle eventuell doch eine Direkt-bzw. Nachmahlfunktion hat?
    Wäre für eine Antwort dankbar.
    Gruß und schöne Tage
    Rolf (EleMac)
    Geändert von EleMac (23.12.2010 um 23:48 Uhr) Grund: Ergänzung/Änderung nach Recherche
    LM GS3 MP; Elektra Mini (Bj.93), Elektra Maxi (Bj. 89), TamperBell; Macap MD4; Mahlkönig Vario; Gene CBR-101

  3. #3
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    Interessant wäre noch ein Farbtest

    Viel Freude weiterhin mit der Großkonischen!
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  4. #4
    StefanW ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    Deiner Totraumdefinition kann ich nicht ganz folgen. Wenn du die Mühle im Normalbetrieb nicht leer mahlst, ist der ganze Raum unter den Mahlscheiben mit Kaffeemehl gefüllt. Das verstehe ich unter Totraum.
    Grüße
    Stefan


  5. #5
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    habe vier Stellen gefunden, wo sich anhaltend Mehl festgesetzt hat. Und zwar in den Innensechskanntschrauben, die den äußeren Konus in der Gewindehülse halten, die Menge war aber nicht messbar. Die untere Fläche des äußeren Konus war frei.

    Die Passgenauigkeit ist ziemlich hoch von den Teilen. Auch der Schacht ist sauber, im Austrittfenster zum Schacht wartete Mehl darauf, herausgedrückt zu werden. Ich gehe aktuell davon aus, dass die 6,2g zwar in der Mühle wartet, aber immer wieder von oben ersetzt werden.

    @cappufan Tanja: habe deinen interessanten Test gelesen, vielleicht werde ich ihn bei Gelegenheit auch mal mit dieser machen, aber jetzt brauche ich erstmal die Mühle für meine neue Maschine.
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  6. #6
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    @Rolf, tja, du hast natürlich die Möglichkeit, nach dem Portionsmahlen auf Dauermahlen umzustellen, musst aber umstellen. Damit Dauermahlen überhaupt erstmal zur Verfügung steht, musst du es im Menü aktivieren.

    Ich bin ja verwöhnt durch meine Ex Eureka Mythos, dort konnte man einstellen, dass nach dem Portionsmahlen (3 verschiedene Portionen), während einer einstellbaren Dauer, eine in der Dauer definierbare Nachmahlung zur Verfügung steht.

    Schwer zu beschreiben, habe ich aber sehr viel genutzt, insbesondere beim Probieren von kleinen Mengen neuer Bohnen, wo ich mehr Pi mal Daumen nach dem Füllgrad im Sieb gegangen bin und in sehr kleinen Schritten füllen konnte.

    eine "Nachmahlportion", wenn man den Schalter kurzmöglichst betätigt, beträgt bei der M7D meistens 0,8g - 1,2g.

    Angeblich soll die Steuerung der M7D die gleiche wie in der M4D sein, am Anfang wurde die Anleitung der M4D der M7D beigelegt, vielleicht hat sich mittlerweile irgendwas getan.
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  7. #7
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    @Rolf nochmal: in welche Richtung hat dich denn der kleine Test bewegt, pro oder contra große Koni?

    Bin zufällig gestern auf deinen sehr interessanten Thread mit dem Mühlenselbstbau gekommen, habe ich vor einem Jahr ganz übersehen. Schade dass daraus erstmal nichts wird, zumal ja einiges an Potenzial bereit steht.
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  8. #8
    EleMac ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    Zitat Zitat von Michele Beitrag anzeigen
    @Rolf nochmal: in welche Richtung hat dich denn der kleine Test bewegt, pro oder contra große Koni?
    Hallo Michele
    Eine K30 steht auch noch auf dem Zettel der Optionen. Aber da oben ist die Luft ja dünn. Ich kenne nur 4/5 die in Frage kommen. K30 als einzige Scheibenmühle.
    Oder Robur/Kony; Elektra Nino; oder halt die MD7. Die scheint aber auch ein wenig teurer geworden zu sein. Ich habe die MD7 ohne Bohnen drin auf der Messe gesehen. Schon ein heißes Teil. Aber ich hab´s ja auch mit Elektra Wenn die MD7 mit dem Preis zu nahe dran kommt........
    Aber irgendwann dieses Jahr
    Gruß
    Rolf
    LM GS3 MP; Elektra Mini (Bj.93), Elektra Maxi (Bj. 89), TamperBell; Macap MD4; Mahlkönig Vario; Gene CBR-101

  9. #9
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    korrekte Wunschliste, ich könnte dir noch wärmstens die Eureka Mythos empfehlen. Auf der letzten Coffeena in Köln die wohl am häufigst verwendete Mühle.
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  10. #10
    trakt140 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht Macap M7D

    Hallo Michele,

    ich habe seit gestern auch eine M7D und finde Sie super verarbeitet und der Kaffee schmeckt deutlich runder und ausgewogener. Hatte vorher eine Eureka MCI.

    Kannst Du das mit den 6g Restmehl im Totraum noch immer bestätigen?

    Der Hopper ist schon riesig. Wie viel Gramm Bohnen denkst Du müssen drin sein, dass die Mühle genau malt? Ich würde ungern eine Plastiktüte reinlegen. Hätte dann Angst, dass die ins Mahlwerk rutscht.

    Grüße,
    Tim
    Home: La Spaziale Vivaldi S1 II, Macap M7D • Office: Rancilio Silvia PID, Eureka MCI T/M • Kyocera Handmühle

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