Geschätzte Gemeinde,
ich habe die Tage über Weihnachten und Neujahr genutzt, um ein Projekt zu finalisieren: ein selbstgebaute Handmühle, die mit einem Mazzer Robur Laufwerk ausgestattet ist. Die Konstruktion ist sehr simpel, da ich alles andere als ein geschickter Handwerker bin. Im Grunde sind alle Komponenten irgendwie verschraubt, nur die Führung der Gewindestange ist mit Komponentenkleber geklebt.
Die Mühle basiert auf zwei Hohlzylindern, die mir freundlicherweise ein Drechsler aus dem Allgäu mit enormer Präzision (auf den 1/10mm genau) gefertigt hat. Der innere Zylinder trägt das 71mm Robur Laufwerk (ich habe nicht das große 83mm verwendet). Innere und äußere Zylinder sind verschraubt.
Eine einfache Gewindestange (M14 mit 1.5 Steigung) trägt das Mahlwerk. Zwei 2.5mm gefräste Messingbleche tragen jeweils Rillenkugellager, die enorm viel Führung sicherstellen - Spiel hat die Gewindestange kaum.
Zu Einstellung des Mahlgrade fungieren zwei gegeneinander verschraubte Muttern für das Feingewinde. Die Stopp-Mutter am Ende sollte eigentlich mit einer Kurbel verlöten/ verschweißt werden. Scheint aber nicht die optimal Lösung zu sein. Ratsche und Co. bringen einfach mehr Drehmoment auf das Gewinde.
Die große Frage war, ob man überhaupt ein solches Mahlwerk mit der Hand drehen kann. Immerhin verwendet Mazzer kräftig dimensierte Motoren für seine Roburs - aber es geht und erstaunlicherweise benötigt man gar nicht so viele Umdrehungen, um 16gr zu mahlen. Deutlich weniger als bei der Hario bspw. - was natürlich auch verständlich ist.
Fazit: das Robur Laufwerk als Handmühle ist beherrschbar, das Ergebnis in der Tasse ist ausgezeichnet. Aber wie bei allen konischen Mahlwerken, man kann unterstellen, dass die Tasse differenzierter schmeckt, aber unbedingt besser mag ich nicht zu beurteilen.
Und nun ein paar Photos: Flickr: maltevdr's Photostream
An Release II arbeite ich gerade.
Cheerio,
-Malte


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