Diesen Bericht hatte ich ja schon vor längerer Zeit angekündigt und irgendwann muss er dann auch mal raus:
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technische Daten:
Maße: B x T x H: 155 x 220 x 390 mm
Leistung: 220-240V - 50Hz, 165 Watt
Gewicht: 2,9 kg
Zubehör:
- Pinsel zur Mahlwerksreinigung
- dicht schließender Behälter zur Vorratsmahlung bzw. bei Frenchpress oder Filtermahlung
- zwei Siebträgerhalterungen (50-54mm, 58mm)
- Gebrauchsanweisung
Gehäuse:
Die Mühle hat ein m.E. schönes Äußeres. Aber in Geschmacksfragen muss letztlich jeder für sich entscheiden und kann sich die Bilder anschauen. Die äußere Hülle besteht aus mattiertem Edelstahlblech unter der ein Kunststoffkorpus liegt. Die beiden Schichten sind dann durch Ösen miteinander verbunden, also ein „Edelstahl-Kunststoff-Sandwich“.
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Durch die allseits abgerundete Form entsteht eine leicht zu reinigende Oberfläche – keine Grate bei gleichmäßigen Spaltmaßen. Ich vermute ja, dass durch diese Bauweise auch die besonders geringe Lautstärke der Mühle zu Stande kommt. Dies Gehäuse kann überhaupt nicht mitschwingen, bildet keinen Resonanzkörper.
Im unteren Bereich liegt eine stabile, herausnehmbare Schale, die durch einen Magnet einrastet. Die wenigen Krümel, die neben den Siebträger fallen können so leicht entfernt werden.
Bohnenbehälter:
Der ist wirklich clever! Zum einen ist er nach oben durch einen umlaufenden Gummiring dicht abgeschlossen. Zum anderen ist er durch einen Knebel im Inneren nach unten leicht und wirklich sicher zu verschließen, so dass man den gefüllten Behälter abnehmen kann. Der Schließmechanismus lässt sich von den Bohnen nicht aufhalten. Vor dem Wiedereinsetzten müssen auch keine Bohnen aus dem Mühleneingang herausgeklaubt werden, da der Verschluss unmittelbar am unteren Trichterrand und so direkt über dem Mahlwerkseingang abschließt. Fassungsvermögen: 450g , Material: 3mm starker, rauchig getönter Kunststoff ( Auf dem Werksfoto von Gastroback wirkt der Behälter achteckig, tatsächlich ist er kreisrund.) Laut Recyclingkürzel „SAN“ besteht er aus „Styrol-Acrylnitril“ ( Styrol-Acrylnitril ? Wikipedia ) und ist demnach kratzfest und weitgehend spülmaschinengeeignet.
Der Bohnenbehälter ruht auf im Gehäuse eingesetzten Gumminoppen. Hierdurch dürfte auch eine gewisse Entkopplung des Behälters vom Mahlwerk und dem Gehäuse erreicht werden. Clever und sicherlich ein weiterer Grund für das relativ leise Arbeitsgeräusch der Mühle.
Bedienung:
Die Bedienungsanleitung kann bei Gastroback als PDF heruntergeladen werden. Ich persönlich fand das Ganze eher intuitiv.
Display: Hierauf werden blau hintergrundbeleuchtet der Mahlgrad, die vorgewählte Anzahl an Cups (1 –12) oder Shots (1-2 bzw. 1-und die Mengenanpassung (+/- 5 Abstufungen) angezeigt. Wird die Mühle mehrere Minuten nicht benutzt schaltet sich das Display aus. Betätigt man eine beliebige Taste oder die ST-Taste schaltet es sich wieder an.
Ist der Bohnenbehälter nicht richtig eingesetzt, wird das im Display gemeldet.
Hat man einen groben Mahlgrad für Pressstempel bis Filterkaffe gewählt, meckert das Display, falls der ST-Halter noch eingesetzt ist.
Siebträgerhalterung: Gefertigt aus ABS-Kunststoff.Beigelegt sind zwei Stück (50-54mm und 58mm). Ich habe einen Carimalisiebträger, einen Graef-ST und einen Gaggia-ST eingesetzt. Alle drei wurden von der Halterung sicher in waagerechter Position gehalten, so dass man während des Mahlens die Hände frei hat. Dazu liegen zum einen die Bajonettnasen auf einem Kunststoffring und im hinteren Bereich hakt sich der Siebrand unter dem umlaufenden Kunststoffgrad. Beim Gaggia-ST muss der ST dazu allerdings schräg eingelegt werden und zeigt dann während der Mahlung auf ca. 8 Uhr.
Clever auch der in die ST-Halterung eingebaute Magnet: Durch einen Magnetschalter im Gehäuse registriert die Elektronik, ob der Halter eingelegt ist. Falls ja: Es stehen im Espressobereich 1 oder 2 Shots zur Mengenauswahl an. Falls Nein: Es können im Espressobereich bis zu 8 Shots und im gröberen Bereich (Frenchpresss/ Filter/ Percolator) bis zu 12 Cups an Menge gewählt werden.
„Dreck“ und Streuung:
Der Auswurfbereich der Mühle liegt in einer nach vorne offenen Nische. In dieser Nische liegt zusätzlich eine herausziehbare Schale, die mittels Magnet am Gehäuse gehalten wird. Im Alltagsbetrieb saut die Mühle praktisch gar nicht. Alles was da auch nach 20 Mahlungen neben der Mühle lag, hatte ich letztlich beim Herausnehmen des ST, beim Tampen etc dort verstreut. Auch in der Auffangschale liegt kaum etwas. Klasse gelöst!!!
Auf diesem Foto sieht man wie viel neben der Mühle liegt nachdem nebenstehende Dose mit 1er-Shots gefüllt wurde. Die Shots gingen erst ins Sieb und wurden dann abgewogen und dann umgefüllt:
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thumbnail:
Geräuschentwicklung:
Die Mühle mahlt erstaunlich leise. Ich vermute, dass dies zum einen an dem nicht mitschwingenden Sandwichgehäuse liegt. Zum anderen bestehen die Gehäusefüße aber auch noch aus vergleichsweise großen Gummiplatten ( Foto
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Der Bohnenbehälter ruht zudem noch ion seiner Halterung auf Gumminoppen und ist so vom Gehäuse entkoppelt. In Verbindung mit dem dicht und eng einliegendem Behälterdeckel dürfte dann auch der Behälter kaum noch mitschwingen können.
Mahlgrad:
Die Mühle hat 25 auf dem Display angezeigte Mahlgradabstufungen. 15 davon befinden sich im Espressobereich. Ich selbst habe bei einer 9g Füllung im 1er Sieb je nach Bohnensorte im Bereich 18-21 (1 = extrem grob, 25 = superfein) optimale Duchlaufzeiten von 1ml/ Sekunde und somit noch 4 feinere Einstellungen zur Verfügung. In den feinsten Einstellungen bringt die Carimali Uno nichts mehr durchs Sieb.
In Australien wird die Mühle seit November 2010 von Breville auf den Markt gebracht. In den dortigen Foren wird mehrfach beschrieben, dass ab Werk nicht espressofein gemahlen werden könne. Breville hat dann Unterlegscheiben nachgereicht, mit denen die Mühle feiner justiert werden konnte. Mittlerweile werden die Mühlen aber wohl ab Werk feiner justiert. Die auf den deutschen Markt eintreffenden Gastrobackmühlen dürften diese Kinderkrankheit demnach überwunden haben. Zumindest meine hat damit keine Probleme.
Einstellung Mahlgrad:
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Im Gehäuse greift ein auf der Achse des äußeren Einstellgriffs sitzender Zahnkranz unter ein rund um die Halterung des oberen Mahlwerks liegendes Zahnrad. Tatsächlich ist im Grunde auch eine stufenlose Einstellung möglich, denn auch zwischen den 25 Rasten kann man den Mahlgrad einstellen. Gefühlt ergeben sich dann aber doch Rasten die den Displayschritten entsprechen. Hierfür dürfte das kleine Zahnrad (auf dem Bild auf ca 1 Uhr zu erkennen) verantwortlich sein. Unter diesem Zahnrad liegt ein Bauteil, das aussieht wie ein Elektromotor, tatsächlich aber wohl die Bewegung des Zahnrads erfasst. An die Elektroingenieure hier: Was könnte das für ein Teil sein, wie heißt es? Ist es eine Art umgekehrter Schrittmotor, oder wird da die Drehung über eine Federspannung erfasst? Die Änderung des Mahlgrads wird übrigens auch erfasst, wenn man im stromlosen Zustand am Mahlgrad dreht. Steckt man den Stecker wieder in die Steckdose, weiß die Mühle um wie viel man zwischenzeitlich gedreht hat..
Leider hat die Mahlgradskala auf dem Display keinerlei numerischen Abstufungen, der Mahlgrad wird allein durch die wandernde Markierung auf der Skala angezeigt. In der Praxis bedeutet dies bei häufig wechselnder Bohnensorte oder Wechsel von French-Press zu Espresso, dass man sich die Stellung merken muss, indem man sie vom Rand her abzählt oder sich einen Fixpunkt an den nebenstehenden Buchstaben sucht und von dort abzählt. Das hätte man besser lösen können, indem man den Mahlgrad zusätzlich mit einer Zählwerksanzeige von 01 bis 25 auf das Display gebracht oder aber die Skala mit Zahlen markiert hätte. Wäre eigentlich nur eine Kleinigkeit gewesen...
Menge: Über den mittleren Taster lässt sich die Anzahl der zu mahlenden Portionen einstellen. Solange eine Siebträgerhalterung eingesetzt ist, bietet die Maschine eine oder zwei „shots“ an. Durch einmaliges Drücken wechselt man jeweils von 1 zu 2 Shots. Erst wenn die ST-Halterung herausgezogenwurde, wird auf dem Display die Wahl von bis zu acht Shots möglich, die man dann in den Vorratsbehälter mahlen kann. Sinnvoll sind 8 Shots, wenn man z.B. für die Herdkanne oder auf Vorrat mahlen will. Könnte man jederzeit bis zu acht Shots mahlen müsste man auch immer bis zu acht mal drücken, um vom 1er in den 2erModus zu kommen. Clever gelöst!


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