Liebe KN-ler,
ich habe von Euch schon einiges an Antworten, Ideen und Hilfestellungen bekommen. Nun ist es an der Zeit, einmal etwas zurückzugeben.
Nach endlos langer Vorgeschichte habe ich nun endlich meine Ascaso i-3 in Betrieb genommen, was ich Euch in der folgenden kleinen Bildergeschichte nicht vorenthalten will.
Die beste heißt heute i-mini i-2 und hat ein konisches Mahlwerk von 38mm Durchmesser. Daß es sich allerdings um ein polnisches Produkt handelt, mag ich nicht so recht glauben.
Weitere technische Daten sind hier zu finden:
ASCASO FACTORY
Wie sieht die gute im Detail aus? Die Mahlscheiben werden von Kunststoffträgern gehalten, leider nicht Messing. Verstellt wird der Mahlgrad mit einem Schneckengewinde, so daß man sehr feine Änderungen hinbekommt, andererseits aber zwischen weit auseinanderliegenden Mahlgraden kaum sinnvoll hin- und herwechseln kann.
In Ermangelung einer Espressomaschine (immer noch!) hieß es also, für die Stempelkanne eine Grobeinstellung zu finden. Nach gefühlten 100 Umdrehungen an der Mikrometerschraube stellte sich endlich der gewünschte Mahlgrad „Schrot und Korn“ ein.
Mir scheint das etwas zu grob zu sein, und für den jetzt zum Trinken gedachten Colombiano Supremo von Maurer aus OG habe ich eine feinere Einstellung gewählt.
Zum Einmahlen diente 1kg der exklusiven Lidl-Röstung „Café Crema“, das mit deutlichen olfaktorischen Konsequenzen im Mülleimer der Küche gelandet ist.
Gegen Ende des Pakets habe ich eine Portion aufgebrüht, weil ich wissen wollte, wie homogen die Ascaso mahlt. Als grober Test sollte dienen, wieviel „Schlamm“ in der Tasse bleibt:
Da ich keinen Vergleich habe, müßt Ihr mir sagen, ob das viel oder wenig ist. Ich hatte mit deutlich mehr gerechnet und war angenehm überrascht.
Was ist zum Betrieb zu sagen? Sie ist relativ leicht, der Auslöseknopf aber ziemlich schwer zu betätigen, so daß man sie während des Mahlens festhalten muß. Hätte man da nicht den Auslöseknopf leichtgängiger machen können?
Desweiteren ist sie einigermaßen laut, aber vom Staubsauger ist man ja auch einiges gewohnt...
Verarbeitung ist soweit ganz OK, auch wenn die Spaltmaße nicht ganz gleichmäßig sind. Das Glanzstück -im wahrsten Sinne des Wortes- ist das Korpus, das aus massivem Aluminium besteht, so daß sich ein „wertiger“ haptischer und optischer Eindruck einstellt. Die deutlich teurere Vario home wirkt mit ihren Plastikteilen dagegen regelrecht klapprig. Wie weit das tatsächlich für die Qualität von Bedeutung ist, sei einmal dahingestellt. Es ist ja bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt...
Der Bohnentrichter ist aus recht dünnem Kunststoff gefertigt und wird permanent beim Mahlen von den Bohnen aus seiner Halterung nach oben gedrückt. Das ist bei kleineren Mengen kein Problem, aber wenn man ein ganzes Kilo durchjagen will...
Eine spannende Frage war für mich die Erwärmung des Mahlguts, von der oft gesprochen wird. Nachdem zwei volle Trichter durchgemahlen waren, habe ich einmal den zentralen Messingstift angefaßt, und der war unangenehm heiß. Die Schneideflächen des zentralen Konus hingegen waren nicht einmal handwarm, ebenso wie das Mahlgut. Die Handfühlmethode ist natürlich nicht wissenschaftlich, aber gibt zumindest einen groben Anhalt. Auf jeden Fall wurde das Mehl auch gegen Ende nie heiß.
Ein letzter Punkt ist der Totraum. Hier kann man das Kaffeemehl sehen, das ich auch durch Kippen und Klopfen nicht herausbekommen konnte:
Mir scheint das eine ganze Menge zu sein, aber mangels Feinwaage kann ich nicht genau sagen, wieviel das ist.
Fürs erste wars das einmal von der kleinen tapferen i-3. Allerdings hoffe ich in der nächsten Zeit, bei einem kompetenten Boardie einen David-vs.-Goliath-Vergleich mit seiner Robur zu machen. Das wird sicher spannend.
Crunchtime


LinkBack URL
About LinkBacks








Zitieren


Lesezeichen