Hallo Gemeinde!
Wie viele andere hier ärgerte ich mich über sub-optimale Hersteller-Lösungen im Bereich des Auswurfschachtes - sprich Totraum.
Selbst die hier so gelobte Mazzer Super Jolly hat ja immer so 2,5-3 Gramm "totes Mahlgut" im Auswurf-Schacht liegen. Wer das nicht möchte, muss pinseln...
Angeregt durch den wunderbaren Artikel von Gunnar Mazzer Stark Umbau (Hallo Nachbar!) wollte ich der Super Jolly eigentlich einen neu gestalteten Auswurf-Schacht spendieren. Für einen geeigneten Auswurf-Rutschen-Winkel hat meine SJ aber nicht genug "Fleisch".
Also habe ich mich nochmal hingesetzt und überlegt, wie man ohne spanende Bearbeitung an der Mühle (und den meisten anderen Mühlen) den Schacht besser gestalten könnte. Herausgekommen ist eine sehr einfache und vor allem reversible Lösung, die aus meiner Sicht eine Menge Vorteile bietet. Deshalb möchte ich sie hier mal vorstellen, vielleicht möchte sie der eine oder andere Leidensgenosse mal nachbauen (free for private, non-commercial use!).
Es eine einfache Klammer aus VA-Blech, gut eingepasst in den Auswurfschacht und mit der linken Zunge hinter den Doser oder Trichter geklemmt. Ich habe sie mal ausgebaut und auf eine Skizze gelegt.
Was resultiert daraus? Das gemahlene Kaffeemehl muss sich hinter der Mahlscheibe und dem Ausräumer eine kleine Rampe hochdrücken und fällt danach am höchsten Punkt aufgrund des steil abfallenden Winkels völlig ungehemmt die Rutsche runter.
Daraus resultiert ein völlig anderes Auswurfverhalten, die sehr feinen Anteile des Kaffeemehls werden etwas an die grösseren Teile gebunden und fliegen nicht mehr elektrostatisch aufgeladen durch die Gegend. Die grösseren Partikel, die sonst vom Ausräumer bis zum anderen Ende des Trichters geschleudert wurden, werden nun am aufsteigenden Teil der "Rutsche" zunächst gebremst.
Insgesamt fällt nun das Mahlgut völlig gelassen und emotionslos aus dem Schacht den Trichter runter... Ich bin begeistert!!!
Gleichzeitig wird das Volumen des im Schacht liegenden Kafeemehls auf schätzungsweise 30% des Schachtvolumens reduziert. Ich habe mal nach einigen Mahlvorgängen das Blechteil vorsichtig demontiert, ausgepinselt und gewogen.
Also weniger als 1 Gramm Mehl, dass man sonst mit dem Pinsel noch erreichen könnte.
Was haltet Ihr von der Lösung?
Grüße,
Dirk


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