Moin Moin,
der Tamper Tom unterstuetzt mich nun seit einer Woche beim Caffè-Zubereiten und da der Kommentar zur Vorserie versprochen war, werd' ich dann auch mal...
Um meinen Kommentar einordnen zu koennen, sollte ich vielleicht vorausschicken, dass ich in meinem frueheren Leben Maschinenschlosser war und CNC-Drehautomaten gebaut habe, just die Maschinen, die zur damaligen Zeit die Produktion drastisch veraendert und manch einen guten Dreher den Arbeitsplatz gekostet oder ihn zum Maschinenbediener degradiert haben, und auf denen heute unter anderem wohl auch sowas wie der Tom produziert wird.
Ich sag das deshalb vorab, weil mein *erster* Eindruck hinsichtlich Verarbeitung doch von dem abweicht, was hier bisher geschrieben wurde.
Als mein Blick auf die konvexe Flaeche fiel, dachte ich spontan: faelliger Werkzeugwechsel um ca. 10 Stueck verpasst: die Andrueckflaeche weist (keine tiefen aber) deutlich sichtbare (und bei Nagelprobe hoerbare) Riefen auf.
Ueber die verschiedenen moeglichen Ursachen mag ich hier nicht fachsimpeln, aber im Vergleich zum ECM-Tamper, der ja zu Beginn zumindest zum Presivergleich herangezogen wurde, fiel die Oberflaeche zunaechst einmal *optisch* durch.
Ganz im Gegensatz zm Holzgriff, der wirklich sehr wertig und nahezu perfekt verarbeitet ist und (in der Linsenform) deutlich besser in der Hand liegt als die Aubergine von ECM.
Nun ja, man stellt ihn ja auf die Flaeche und sieht den Griff und den Schaft... und schliesslich ist die Funktion der Andrueckflaeche wichtig und nicht primaer deren Optik.
Und genau die ist wirklich gut:
der Tom passt besser in meine ECM Siebe als das "Original"! Besonders beim Einer-Sieb drueckt er an den Raendern einiges mit an, was der andere uebersieht. Ueber den konvexen ECM kann ich nichts sagen, aber speziell im Einer-Sieb bringt der Tom ein weitaus besseres Ergebnis als der plane ECM-Tamper: Kruemelbildung am Duschensieb durch gelockertes Kaffemehl an den Raendern wird deutlich reduziert.
Der Puck sieht nach dem Bezug am Rand homogener aus, und beim Abschlagen loest er sich aus dem Einersieb als Ganzes, ohne dass Raender zurueckbleiben, was beim planen ECM nicht immer so ist.
Allein deshalb steht der ECM-Tamper seit dem Einzug von Tom nun ueberwiegend in der Garage.
Ein weiteres Phanomen schaetze ich am Tamper Tom inzwischen sehr: er saut weniger rum!
Je nach Mahlgrad, Wetter und ev. statischer Aufladung durch die Muehle bleibt an der *glatt polierten* Flaeche des ECM Tamper immer einiges haengen, das sich allmaehlich in und rund um die Tamperstation ausbreitet, wenn man es uebersieht und nicht jedesmal abwischt.
Der Tom laesst das Kaffeemehl wesentlich besser dort, wo es hingehoert, im Sieb!
Vermutlich bietet die (weiter oben zunaechst als "optischen Mangel") beschriebene fein(st)e Riefenstruktur einen Vorteil in dieser Hinsicht, ob gewollt oder nicht, funktional ist es besser.
Zur Veranschaulichung der Form und der Struktur der Anpressflaeche hier noch drei Bildchen...
Tamping Tom und ECM-Tamper (plan)
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Anpressflaeche Tom mit deutlich sichtbaren Riefen
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Polierte Flaeche des ECM
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Fazit: funktioniert gut und gefaellt :-)
Schoenen Gruss
Friedrich