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  1. #21
    Rodriguez69 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Beiträge 3 und 5... Ok.

    Hmmm. das bedeutet, dass quasi niemals Wasser entnommen wird aus mindestens einem Boiler - bzw. nur Dampf von oben, also keine wirkliche Wasser-Fluktuation. Oder wie wird das gewährleistet?

  2. #22
    Francois1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Third wave ist ne speziell amerikanische Sache.
    Third wave USA = First Wave Italien
    Carimali Uno E "Lotus Edition"
    Carimali M1

    grad in der Mühle: Kaffa bonga forest Ethiopia

    Restaurationsthread zur Uno


  3. #23
    Slayer Espresso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Hallo Rodriguez69,

    das kalte Maschinenzulaufwasser gelangt als erstes in den Vorheizboiler und wird dort auf ca. 84°C erhitzt.

    Evtl. noch vorhandene Resthärte des Zulaufwassers (natürlich vorher durch z.B Britta Purity behandelt), würde sich dann nur in diesem Boiler bei 60°C (Kalkausfall Temperatur) ansetzen. Der Vorheizboiler sitzt an wartungstechnisch bester Stelle, nämlich an oberster Stelle und ist somit sehr einfach zugänglich. Da alle Heizstäbe in der Slayer aus INCOLOY gefertigt sind, dürfte Kalk für diese kein Problem darstellen.

    Das nun 84°C warme Wasser aus dem Vorheizboiler ist dann der Boilerzulauf für den Dampfboiler, der dann mittels eines eigenen Heizstabs die restliche Temp. bis auf ca. 125°C (frei einstellbar) aufbaut. Der Dampfboiler ist nur für die Entnahme von Dampf ausgelegt und hat somit ein sehr großes Dampfpotenzial.

    Genauso vesorgt der Vorheizboiler auch die einzelnen Brühgruppenboiler mit vorgeheiztem 84°C warmen Wasser. Der Heizstab des jeweiligen Brühgruppenboilers muß jetzt nur noch die restliche Temperatur bis z.B 93°C (frei einstellbar) erhitzen. Somit muß also der Heizstab im Brühgruppenboiler in diesem Beispiel nur noch 9°C Temperaturerhöhung leisten.

    Da die einzelnen Brühruppenboiler nur einen Inhalt von 1,3 Liter haben, ist dies sehr schnell erledigt. Dank PID und eines Fühler in der Mitte der saturierten Brühgruppe, entsteht so eine sehr stabile Auslauftemperatur, welche dank dem vorgeheizten Zulaufwasser auch bei stärkster Abnahme kein thermales Ungleichgewicht kennt.

    Allein der Aufwand, den man bei Slayer aufbringt, um möglichst stabile Auslauftemperaturen zu erreichen hat mich in Seattle bei meinem Besuch begeistert. Von der Möglichkeit des variabelen Brühkurvenverlauf einmal ganz abgesehen.

    Grüße
    Ralf
    Espresso Loft Equipment: SLAYER Two Group - Versalab M3 Grinder - Mazzer Robur E

  4. #24
    swimmer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Zitat Zitat von Francois1 Beitrag anzeigen
    Third wave ist ne speziell amerikanische Sache.
    Third wave USA = First Wave Italien
    LOL
    Danke
    :: Dalla Corte mini EX4 :: Mahlkönig Vario v2 :: Tamberbell Padouk :: Bialetti Brikka :: Porlex mini ::

  5. #25
    nacktKULTUR ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Hallo Ralf

    Als sehr interessierter Mitleser in diesem High-End Thread hätte ich doch noch eine Frage:

    Zitat Zitat von Rodriguez69 Beitrag anzeigen
    Hmmm. das bedeutet, dass quasi niemals Wasser entnommen wird aus mindestens einem Boiler - bzw. nur Dampf von oben, also keine wirkliche Wasser-Fluktuation. Oder wie wird das gewährleistet?
    Zitat Zitat von Fünfzig Kilo Beitrag anzeigen
    Das nun 84°C warme Wasser aus dem Vorheizboiler ist dann der Boilerzulauf für den Dampfboiler, der dann mittels eines eigenen Heizstabs die restliche Temp. bis auf ca. 125°C (frei einstellbar) aufbaut. Der Dampfboiler ist nur für die Entnahme von Dampf ausgelegt und hat somit ein sehr großes Dampfpotenzial.
    Mir scheint, Rodriguez' Frage ist damit noch nicht beantwortet. Der Dampfboiler enthält somit eine immer dickere Suppe von nicht verdampfbaren Wasserbestandteilen. Verstehe ich das richtig, dass da keine Ablassen dieser Suppe vorgesehen ist?

    Beim kombinierten Dampf-Heißwassersystem ist soweit vorgesorgt, indem der Teetrinker jeweils eine höhere Feststoffkonzentration in seinem Wasser hat, erzeugt von den vorhergehenden Dampfbezügen. Wie ist das beim Slayer-System?

    nK
    Izzo Alex Duetto #0028 · Baby Gaggia 1986
    Rancilio Rocky D · 3 x Gaggia MDF
    Gene CBR-101 · Hearthware Precision

    • 70er Jahre: Turmix TX10 & Turmix 808
    • 80er/90er Jahre: Baby
    Gaggia / diverse Classic / diverse MDF
    • 2007 Gaggia Titanium, ECM Technika-III

  6. #26
    Slayer Espresso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Hallo nacktKultur,

    man muß bei Fragen bezüglich des Dampfboilers immer den Vorheizboiler in seinen Überlegungen mit einbeziehen.

    Das vorgeheizte Wasser (84°C) des Dampfboilerzulaufs hat alle evtl. stofflichen Inhalte welche sich im Maschinenzulaufwassers befanden im Vorheizboiler angesetzt. Dies haben umfangreiche Tests im Dauerbetrieb gezeigt.

    Auch darf man nicht vergessen, daß wir es hier mit einer Gastromaschine zu tun haben, welche dafür ausgelegt ist ständig große Mengen sehr trockenen Dampf zu Verfügung zu stellen. Jede Slayer hat zwei Dampfrohre und wenn man in den Cafes' in Seattle so sieht was dort an Milchkaffee Getränke rausgeht, werden diese wohl auch benötigt.

    Bei der 2gruppigen Slayer hat der Dampfboiler einen Inhalt von 7,4 Liter und wird mittels 3,5kW Heizstab befeuert.
    Geht man jetzt einmal davon aus, daß dieser mit ca. 4 Liter Wasser befüllt ist, sollte dieses eigentlich ausreichend oft umgeschlagen werden.

    Bezüglich Hygiene dürfte ein Dampfboiler welcher auf 125°C oder mehr erhitzt wird kein Thema sein.

    Grüße
    Ralf
    Espresso Loft Equipment: SLAYER Two Group - Versalab M3 Grinder - Mazzer Robur E

  7. #27
    Rodriguez69 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Also Hygiene wird kaum das Thema sein. Eher, wie sich diese Umstände auf die Wartungsintensität auswirken.

    Zitat Zitat von nacktKULTUR Beitrag anzeigen
    Beim kombinierten Dampf-Heißwassersystem ist soweit vorgesorgt, indem der Teetrinker jeweils eine höhere Feststoffkonzentration in seinem Wasser hat, erzeugt von den vorhergehenden Dampfbezügen.
    Wir hatten damals bei den Testläufen für die Marzocco beobachtet, dass, als wir einige Tage lang kein Wasser entnommen hatten, weil der Tee-Button aufgrund der Elektronik-Probleme nicht funktionierte, sich im Schauglas Schneeflöckchen - Kalk (?) gebildet haben. Daraufhin haben wir den Tee-Knopf auf analog umgebaut, um das nicht mehr zu haben, zumindest solange, bis die Elektronik wieder am Start war. Aber die Slayer hat ja gar kein Schauglas, also kann das auch nicht passieren

    Aber wie Ralf schon angemerkt hat, scheint das Problem durch den Vorheizboiler zumindest minimiert worden zu sein, wobei ich mich mit einem Teeauslass doch irgendwie wohler fühlen würde - und sooo ein Aufwand wäre es ja nicht - bzw. man kann doch sicherlich die eine Lanze auf Wasser umbauen. Einfach ein Röhrchen in den Kessel und einen anderen Auslass. Das wäre aber ein klarer Kompromiss.

    Ich meine es ist die eine Sache, die Systeme an Board zu haben und nicht zu nutzen oder sie nicht zu haben, aber eigentlich zu brauchen. Wenn wir beispielsweise unsere Tees per Mengenbrüher machen wollten, bräuchten wir 4 Stück für 4 verschiedene Temperaturen - oder noch mehr. Und dann noch mehrere für French Presses, weil ja jeder Single Origin seine eigene Temperatur braucht. Ok, besagte Cafés haben wahrscheinlich auch noch 4 Clover am Start. Wenn ich den ganzen Krempel bei uns aufstellen würde, müsste ich nach oben bauen - und einen fetten Kredit aufnehmen.

    Außerdem entnehme ich Teewasser nicht nur für Getränke, sondern auch, um mal was zum reinigen drunterzuhalten, das heiß bleiben muss, ohne dass ich von der Maschine weggehe. (Ok, über die BG, aber die läuft zu langsam, das dauert zu lange.)

    Das ist so eine Bug- oder Feature-Sache. Und mir fällt partout kein Grund ein, warum man das Ding komplett weglassen sollte.

    Grüße
    Matthias

  8. #28
    Raffizack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Wie ist das eigentlich bei Dualboilermaschinen? Wo wird dort das Teewasser abgezogen, im Dampf- oder Heißwasserkessel?
    Bei einem reinen Dampfkessel müsste sich mit zunehmender Eindickung (also Dampfentnahme ohne Abschlämmung) im Laufe der Zeit der Salzgehalt des Kesselwassers erhöhen. Bei Edelstahlkesseln sehe ich da ein Problem mit Lochfraß (interkristalliner Korossion) bei Werten über 100 ppm Chlorid, mitunter wird auch schon 50 ppm Chlorid als problematisch bezeichnet, kann es zu Problemen kommen. 10 ppm Chlorid im Stadtwasser sind zum Beispiel hier in Solingen üblich, da braucht es nur eine Eindickung von 10 um auf 100 ppm zu kommen. Bei Wasserenthärtern mit Ionentauschern steigt der Chloridgehalt durch die Enthärtung noch an. (Euer Brittasystem, 50kilo)
    Weapons of choice: Isomac Tea und Quickmill Apollo 060.
    Weiterer Krempel: Herdkännchen, Stempelkanne, Porzellanfilter und T 8.

  9. #29
    Rodriguez69 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Dualboilermaschinen sind wie Zweikreiser, nur dass der HX ausgelagter wird und eine eigene Heizung bekommt, die per Thermostat (oder PID) gesteuert wird. Dementsprechend kommt das Teewasser aus dem Dampfkessel.

  10. #30
    Slayer Espresso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Slayer Professional Espresso

    Hallo Matthias,

    deine von dir aufgeführten Gründe ( also nur die Möglichkeit heißes Wasser zu haben ) bezüglich eines Tea-Tap habe ich damals bei meinem Besuch in Seattle mit den Jungs von Slayer durchgesprochen.

    Ihre Antwort war, daß bei allen vorbestellten Slayer kein Kunde diesen Wunsch geäußert hat. Zwar hatten einige der 3rd Wave Cafes' auch Tee im Angebot, die überwiegende Mehrzahl hatte aber ihr Angebot wohl ganz gezielt auf Kaffee ausgerichtet.

    Um aber eine wirklich brauchbare Heißwasserentnahme zu haben, reicht es nicht aus, nur das kochende Wasser aus dem Dampfboiler zu entnehmen. Hier müsste auf jeden Fall eine Mischeinrichtung mit elektronischer Temeratursteuerung her.

    Und genau das will man bei Slayer nicht, da dann vielleicht der ein- oder andere Kunde doch große Heißwassermengen aus diesem Hahn entnehmen würde und somit das thermale Gleichgewicht der Maschine durcheinander kommt.

    Der Vorheizboiler bei der 2gruppigen hat nur einen Inhalt von 3,5 Liter mit einer 1,0 kW Beheizung !
    Man hat bewußt diesen Vorheizboiler klein gehalten um eine stetige Wassererneuerung im Betrieb zu erreichen. In Verbindung mit den 1,23 Liter Inhalt/ 600Watt Beheizung der jeweiligen Brühboiler, hat die Slayer für eine Gastromaschine sehr kleine Wasserinhalte.

    Bei der Konstruktion der Slayer war das Hauptziel, eine perfekte Espresso Extraktion zu erreichen. Die Slayer ist bewußt keine multitasking Maschine, daß können andere Hersteller viel besser. Es ging darum, die möglichst perfekte Maschine für Getränke, die auf der Grundlage von Espresso bassieren herzustellen.

    Einige der Cafes' welche bis jetzt mit den Slayer's ausgestattet wurden, haben noch andere Maschine im Einsatz. Zoka's in Kirkland z.B hat zusätzlich zur Slayer noch eine wunderschöne LaMarzocco FB80 in ihrem neuen 3rd Wave Cafe'.

    Diese so genannten 3rd Wave Cafe's investieren den größten Teil ihrer geplanten Ausgaben in die Technik und nicht in die Einrichtung.
    Hier stehen Technik ( Maschinen - Mühlen - evtl.Röster ) ,die hochwertige Bohne und das extrem gut ausgebildete Personal an aller erster Stelle.

    Bei einer so großen Cafe' Dichte wie in Seattle, ist dies auch die einzige Möglichkeit, Kunden zu erreichen.

    Dies hat auch Starbucks mitbekommen, vorige Woche haben sie im Stadteil Capitol Hill ihre neuste Shopidee eröffnet. Diese nennt sich "Neighbourhood Cafe" und trägt dann nicht den Namen Starbucks sondern den Namen der Straße/Gegend wo der Shop angesiedelt ist. In diesen neuen Cafe's stehen dann auch wieder Siebträger Maschinen sowie Clovers (SBX hat Clover aufgekauft) ferner will man dort live Musik sowie alkoholische Getränke servieren.

    Sollte das neue Konzept aufgehen, sind weitere zwei "Neighbouhood Cafe" in Seattle geplant, später vielleicht dann auch in anderen Städten.

    Grüße

    Ralf
    Espresso Loft Equipment: SLAYER Two Group - Versalab M3 Grinder - Mazzer Robur E

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