Hallo Espressofix,
ich lese nach wie vor sehr interessiert mit und freue mich eigentlich auch, dass es voran geht. Allerdings kann ich die momentane Richtung nicht so ganz nachvollziehen. Ich schreibe mal auf, was mich irritiert. Im Wesentlichen sind es zwei Punkte:
1) Das auf der ersten Seite gezeigte Modell ist ein kompletter Kasten und als solches von der Heizung her variabel: Man könnte Heißluft aus einer Heatgun einblasen, man könnte Quarzstäbe einhängen oder den Boden weglassen und eine Gasflamme druntersetzen. Das zuletzt gezeigte Modell ist reduziert auf eine Trommel mit Haube drüber. Dieses eignet sich nur noch für Gas – leider. Das erste Modell kann ich brauchen und nicht selbst bauen. Das neuere habe ich (in primitiver Form) schon.
2) Gas hat gegenüber Elektrizität den Nachteil, dass man damit als ambitionierter Autodidakt keine gradgenaue Steuerung frickeln kann, will und soll. Die Sache, mit einer geschirmten Trommel über einer handgeregelten Flamme zu rösten, ist für professionelle Ergebnisse nicht genau genug (ich mache das gelegentlich). Und wenn man einen Regler mit zwei Ventilen (eins für kleine, eins für große Flamme) kombiniert, so läuft man als Laie immer Gefahr, das Ganze nicht richtig gasdicht zu basteln, was böse Folgen haben kann. Von den Gefahren mal abgesehen ist eine Gasflamme sehr windempfindlich. Bei offenem Fenster kann man nur rösten, wenn es von draußen nicht reinzieht.
Aus meiner Sicht läuft es also auf eine Beschränkung ausgerechnet auf die von allen Heizmethoden riskanteste, zickigste und am schlechtesten regelbare heraus.
Ich hoffe, Du empfindest meine Kritik nicht als destruktiv. Ich würde Dich gerne bewegen, mehr auf einer variablen Schiene zu bleiben, so wie es am Anfang aussah.
Einen Röster, den man auf einen Gasherd stellen kann, gibt es übrigens auch schon. Es wurde auch schon hin und wieder im Kaffee-Netz drüber gesprochen. „Artesanal“ müsste das passende Suchwort sein. Hier ein Mini-Bild:
Weiter viel Erfolg!
Georg