Zweifellos ist die Insel Hombroich, ein Kunstpark in beschaulicher Niederrheinlandschaft und die ehemalige Raketen Abschussbasis, wo sich die Stiftung des Ehepaars Langen mit einem Museumsbau des japanischen Architekten Tadao Ando ein Denkmal gesetzt hat, neben Düsseldorf das Kunstmekka der Region.
Das sehen die Nachbarn wohl genauso, denn der Parkplatz war überwiegend von Kennzeichen aus den Niederlanden und Belgien bevölkert.
Was den Kaffee betrifft, ist Bescheidenheit angesagt - den Vorzug darf man getrost der Insel Hombroich mit ihrem Bistropavillon in beschaulicher Landschaft geben. Eine Gastrosiebträgermaschine und ein Berg 1KG Hausbrandtbeuteln läßt Hoffnung aufkommen.
Versöhnlich zeigte sich die Großzügigkeit der Stiftung Hombroich beim sehr schmackhaften Buffet mit Kräuter-Thymaian-Kartoffeln, Apfel-Sellerie-Salat ... alles aus den angrenzenden Landschaftsgärten, Kostenpunkt: ein Trinkgeld in die Mitarbeiterkasse. Der Eintrittspreis für eine Kombikarte (Insel Hombroich und Langen Foundation) von 17,50 EUR war dann nur noch halb so schlimm.
Schickes Museum in rheinischer Landschaft in Verbindung mit einem Jura Vollautomaten und stinkenden Bohnen - das darf als Tiefpunkt der Kaffeekultur verstanden werden, schade eigendlich, denn hier trifft vollendete Architektur auf große Kunst, in der Langen Foundation. Ich bin sicher, die Initiatoren der Stiftung haben soviel Geschmack, das zu ändern, wenn sie es wüssten.
Soviel zu zwei benachbarten Höhepunkten in der Kunstlandschaft.