Hier in der Kaffeewüste Mönchengladbach gibt es zumindest 2 erwähnenswerte Lokale bzw. Cafebars mit ST-Maschinen, weitere Besuche werden folgen.
1. "Bei Antonio" in der Lichthof-Passage Hindenburgstrasse, wirklich guter Espresso und guter Cappu meist vom Chef hergestellt, wie der aussieht wenn eine Aushilfe an der ST-Maschine ist weiß ich allerdiings nicht, bin bis dato noch nicht enttäuscht worden, ist immer echt lustig und kommunikativ dort. Die Produkte sind ihren Preis wert.
2. "Cafe Chocolat" an der Bismarckstrasse 9 an der Ecke gegenüber der Sparkasse. Seit ca. 5 Monaten exitierend, sehr modern und stylisch eingerichtet, 2 gruppige Maschine und ein Autocappucinatore der mich bis heute immer davon abgehalten hat dort mal einen Cafe zu trinken.
Heute morgen jedoch krass verpennt, knapp pünktlich beim Kunden angekommen, zu früh beim Kunden raus, Parkticket galt noch 20 Minuten, ab in die Cafebar, einen Espresso bestellt.
Die weibiche Aushilfe machte dann einen Espresso, tendenziell Lungo. Der Chef schaute schon rüber weil ich so interessiert bei der Zubereitung an der Bartheke stehend zusah und langsam den Zucker reinlaufen lies und fragte direkt ob etwas nicht stimmt (dabei habe ich wirklich lieb geguckt).
Ich meinte daß etwas viel Wasser in der Tasse wäre aber der Espresso wirklich gut schmeckt. Er entschuldigte sich direkt und meinte daß seine Kollegin eine Lungo statt Espressotasse genommen hätte und wollte mir direkt einen neuen machen. Habe ich dann freundlich veneint.
Und dann ging es los : Kaffee sei ja eine Lebenseinstellung für die man jahrelange Erfahrung braucht, das ist bei den Angestellten immer etwas schwierig (und er läßt auch schonmal mißratene Getränke neu machen) und deshalb ja auch der Autocappuccinatore etc., daß leider viele nicht wüßten wie ein echter Espresso, Cappu, LM sein muß (den Deutschen ist immer zu wenig in der Espressotasse, der LM ist immer zu kalt, dabei darf er nicht so heiß sein da das mit den Schichten nicht hinaut). War auf jeden Fall ein tolles, fast 40minütiges Gespräch mit einem Cappu hergestellt vom Chef (und mit Dampfschwert), zum Glück ohne Parkknöllchen. Die Produkte sind Ihren Preis wert, zur Zeit verwendet er Lucaffe 70/30 und hat noch vor weitere Sorten ins Sortiment aufzunehmen wobei er direkt anmerkte daß das bei geringem Durchsatz für die Frische des Kaffees abträglich wäre ...
Demnächst werde ich wohl nochmal das Coffee-In in Rheydt ausprobieren, vor allem wenn der Chef hinter der Maschine steht, meine verbrannte Zunge beim Cappu habe ich der Aushilfe noch nicht ganz verziehen obwohl ich doch etwas Mitleid hatte als der arme Kerl sich so kurz nach der Eröffnung der Bar die Finger am Milchkännchen verbrannte. Ich hätte ahnen können daß der Cappu zu heiß war ... eigene Dummheit.
Gruß
Holger


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