Nabend allerseits,
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Zitat von DaleBCooper
für nicht allzu große Haushalte genau das richtige Format.
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tja... Es handelt sich um einen Einpersonenhaushalt in einer Einzimmerwohnung. Habe ich damit den Punkt "Dachschaden" der Board-Aufnahmeprüfung bestanden?
Ja, die gehört zu einem meiner liebsten Gutenachtromane.

Ehrlichgesagt hätte ich mich ohne Kenntnis dieser Seite vermutlich nicht so schnell an so eine monströsen Kasten rangemacht. Es ist zwar nach einer Grimac La Uno und einer ECM Technika meine dritte komplette Restauration, aber eben doch einige Nummern größer und finanziell deutlich risikoreicher in Sachen Ersatzteilbeschaffung etc. ...
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Zitat von gunnar0815
Ohne Elektronik du bist Mutig. Das kann teuer werden. Zu mindestens wenn du alles wieder einbauen willst.
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Das ist wahr. Meine Traummaschine war eigentlich immer eine Linea 1EE (eingruppig und ohne Automatik), aber da kommt man leider kaum zu einem akzeptablen Preis dran. Ich wollte dann eine eigene Steuerung basteln, die u.a. einen digitalen Temperaturregler (sowas wie nen PID), automatische Dosierung nach Zeit
und Volumen (je nachdem, welches Kriterium zuerst erfüllt wird) und solchen Geschichten wie Standby implementiert. Entweder mit nem kleinen Mikrocontroller von Conrad oder gleich mit nem (ansich völlig überdimensionierten) Einplatinencomputer.
Bei der Zweigruppigen, die ich jetzt habe, kommt eine weitere Möglichkeit dazu: Anstelle des alten Tastenfeldes würde mit ein wenig Fummelei das Touchscreen eines alten PDAs von mir (Psion Revo) passen. Mit einem seriell angesteuerten AD/DA-Wandler hintendran ließe sich somit o.g. Hirngespinst kostengünstig (und hinreichend geekig) umsetzen.
Aber zunächst einmal steht die Drecksarbeit an. Gestern hatte ich also das Gerät abgeholt und heute konnte ich endlich abends mit den ersten Demontageschritten anfangen. Hier mal ein paar letzte Bilder vom zusammengeschraubten Zustand:
Auf dem letzten Bild kann man rechts im Sichtfenster des Dampfboilers schon erahnen, wie versifft das Wasser sein muß. Was man nicht sieht, ist der ekelerregende Gestank nach Nikotin, ranzigem Kaffeefett und einem halben Insektenfriedhof. Es folgten rund fünf Stunden freudigen Auseinanderschraubens:
Ich war sehr erstaunt, wie flott (für meine Verhältnisse) der Maschinenstrip vonstatten ging. Aber bei dieser Kiste gibt es auch kaum etwas, wo man den italienischen Technikern Pfusch oder undurchdachte Konstruktion unterstellen könnte. Trotz des Miefs und Siffs hat das Zerlegen daher richtig Spaß gemacht. Rost habe ich dank des ganzen Edelstahlzeugs übrigens nur an ein paar wenigen Muttern festgestellt. Da der Brühboiler noch voll Wasser steht, habe ich das Thermostat (mittig auf dem vorderen Boiler) und die Brühgruppen noch nicht weiter demontiert. Bei Letzteren habe ich auch gehört, daß man sie nach Möglichkeit besser auf dem Boiler geschraubt läßt, da sie sich nur schwer wieder vernünftig abdichten lassen. Wenn da jemand Erfahrung hat, würde mich das seeeeehr interessieren.
Beim Abklemmen der Heizstäbe des Brühboilers ist es dann leider zu meinem ersten Malheur gekommen. Eine der Gewindestangen ist dank einer verrosteten draufgeschraubten Mutter abgerissen. Als ich daran drehte, brach die Verschweißung (

) mit dem Heizstab:
Das Foto ist nicht das Beste, da man nicht sieht, daß der Bruch leider bereits innerhalb der Teflonisolierung geschehen ist. Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben, wie man das wieder geflickt bekommt? Geht sowas überhaupt?
Achja, weiß jemand, um was für ein Teil es sich wohl vorne an dem (linken) Brühboiler handelt? Steckt man da wohl einen Schlauch drauf, um das Wasser durchspülen/ablaufen zu lassen?
Jetzt, wo ich mir diese Bilder ansehe, erscheinen mir die beiden Boiler gar nicht so sehr unterschiedlich groß. Eigentlich rechnete ich mit einem 3.4l-Brühboiler und einem 7.0l-Dampfboiler (wie bei den aktuell produzierten Lineas)... In den Ersatzteillisten von Marzocco sah ich, daß es auch 5.0l-Boiler gäbe; wäre ja nur zu geil, wenn ich einen solchen drin hätte. Reicht schließlich dicke für die paar Cappus, die ich zu zapfen gedenke...
Morgen werde ich den Rest auseinandernehmen und die ersten Zitronensäurebadewannen befüllen. Mal gucken, ob die fetten Kessel wenigstens zur Hälfte in Omas Einmachpott reinpassen. Ich werde das Entkalken weitestgehend sortenrein durchziehen; bei den Rohren weiß ich aber nicht, wie man einen Kupferniederschlag auf den Messingüberwurfmuttern vermeiden könnte. Was macht ihr damit? Anschliessend polieren? Finde ich zwar etwas lächerlich, aber diesmal will ich keine Mühe scheuen...
Anschließend werde ich die roten Teile sandstrahlen und pulverbeschichten lassen. Bei den polierten Edelstahlblechen weiß ich noch nicht so recht, was ich am besten mache. Bringt es was, sich irgendwelche speziellen Polierwuschel auf die Bohrmaschine zu setzen und damit stundenlang über die Bleche zu fahren? Oder gibt es vielleicht irgendwelche metallverabeitende Betriebe, die sowas günstig für mich erledigen könnten?
Hach, ich freue mich schon auf morgen...
Bis denne
Martin