Hallo Zusammen!
Hier im Board gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Carimali UNOs und auch entsprechend viele Restaurationsberichte. Allen Maschinen scheint gemein zu sein, dass sich die Heizung nur unter großen Schwierigkeiten ausbauen lässt. Da ich derzeit auch eine UNO instand setze und mit demselben Problem zu kämpfen hatte, will ich meine Erfahrungen hier mal zum Besten geben.
Ein Ausbau oder Wechsel des Heizkörpers bei einer Restauration ist nicht unbedingt erforderlich. Letztlich muss das jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil habe bei meiner UNO großen Wert darauf, da ich an der Außenseite der Heizkörperverschraubung im Bereich der Heizungskontakte und dem Gewinde größere Mengen an Kalk vorgefunden habe. Dies deutet auf eine Undichtigkeit hin, welche in meinen Augen ein Sicherheitsrisiko darstellt. Denn wenn Wasser den Kontakt zwischen einem Heizungskontakt und der Verschraubung herstellt, steht die ganze Maschine unter Strom.
Hier mal ein Bild davon:
Man kann die Kalkablagerungen an dem einen Kontakt gut erkennen.
Zunächst habe ich mir aus der Bucht einen 55er schlüssel zum Kontern an der am Kessel angebrachten Verschraubung geangelt. Einen Zangenschlüssel, der sich auf Größe 42 für die Heizung einstellen lässt, hatte ich vor Ort. Erwartungsgemäß rührte sich bei ersten Versuchen nichts. Also habe ich zunächst angefangen, den Kessel von Innen mit Zitronensäure und Einsatz der Heizung zu entkalken. Ich habe den Kessel nach jedem Entkalkungsgang in der badewanne mit dem Schlauch durchgespült, um soviel Brocken wie möglich aus dem Kessel zu bekommen. Es ist schon erstaunlich, was für Mengen an Kalk da zusammenkommen. Hier mal Bilder von einem Teil dessen, was ich zu Tage gefördert habe:
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Als der Kessel von Innen frei war, habe ich eine Werkstatt aufgesucht, die mir freundlicherweise versucht hat zu helfen. Der 55er wurde in eine Zwinge eingespannt und mit einem langen Schlüssel mit 42er Nuss angesetzt. Aber auch da hat sich nichts gerührt. Also habe ich angefangen, den ganzen Kessel in einem großen Einmachtopf zu versenken und mit Unmengen von Zitronensäure und Amidosulfonsäure zu entkalken. Dabei habe ich das Gebräu immer schön auf Temperatur gehalten. Die Heizung ist dabei vermutlich kaputt gegangen, aber sie sollte ja sowieso getauscht werden. Dann habe ich die Heizungsdichtung ausgefräst und ordentlich WD40 in das Gewinde laufen und ein paar Tage ziehen lassen und habe wieder die Werkstatt aufgesucht. Auch diesmal gleiches Spiel: trotz Erhitzen durch Lötlampe, Einspannen und Megaverlängerung hat sich nichts getan. Nur der Sechskantkopf auf der Heizung hat sich verbogen. Das war wirklich ärgerlich und ich dachte schon, dass ich einen Heizungsbauer beauftragen müsste, die ganze Verschraubung auszulöten und eine neue einzulöten. Doch der Meister hat mich noch auf die Idee gebracht, die Heizung auszubohren und in den Kopf drei Schnitte zu machen, sodass man den Kopf dann raushämmern bzw. biegen kann. Gesagt getan. Das sah dann so aus:
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Benutzt habe ich einen 6er Bohrer, mit dem ich am Außenring entlang so viele Löcher gesetzt habe, bis die Heizung in den kessel verschwunden ist. Dann habe ich mit Dremel und Trennscheibe drei Schnitte gesetzt, die ich im Inneren mit einem Sägeblatt gerade soweit fortgeführt habe, dass das Schraubgewinde nichts abbekommen hat. Zurück in der Werkstatt hat das Biest dann schnell aufgegeben. Das Ergebnis sieht so aus:
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Der Kalk hat sich durch das gesamte Gewinde gefressen. Somit ließ sich die Heizung auch unter größter Kraftanstrengung nicht mehr rausdrehen.
Was für ein Akt!
Viele Grüße
Steffen


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