Venus leckt
Ich bin neu hier, das Thema undichter Brühgruppen wahrscheinlich uralt. Trotzdem kurze Vorgeschichte dieser Fehlkonstruktion:
- Modell Bazzar Caffé Venus second hand aus der Bucht, 230€
- Brühgruppe tropfte oben aus dem Gehäuse, also ST-Dichtung war okay.
- nach erster Entkalkung: Küchenbrause mit finalem "Peng"!
- komplette Zerlegung ergab ein abgerissener Schraubenkopf am Kessel/Brühgruppenflansch.
- zwei weitere der insgesamt sechs Inbusschrauben gaben beim Lösen nach, obwohl alle relativ locker waren.
- zwei weitere waren unterhalb des Kopfes sichtlich gelängt, also kurz vor dem Abriss
- Schraubendaten: M4x10 V2A, tragende Gewindelänge also nur 5 mm
Da ich diese offensichtliche Unterdimensionierung mit der Reparatur gleich mitbeheben will, drängen sich mir einige Fragen auf:
1) Müssen die Flanschschrauben zwingend aus Edelstahl sein, wenn ihr Gewinde in der Brühgruppe (Messing) steckt? Korrodieren denn Messing und normaler Stahl? Messing/Bronze sind doch als Laufbuchsen für ihre Notlaufeigenschaften (ohne Schmiermittel) bekannt.
2) Da die Sacklöcher noch für weitere 8 mm Gewinde Raum bieten, spricht etwas dagegen, längere Schrauben zu nehmen, also M4x18?
3) Und liege ich mit meiner Grundthese "Je reißfester die Schraube, desto besser" überhaupt richtig? Ich hatte bisher nur mit Zylinderköpfen zu tun, nicht mit heißen 15 bar-Kesselflanschen. Ich hätte da hochfeste M4er in 10.9-Qualität im Visier. Niro-Schrauben liegen i.A. im Qualitätsbereich um 5.6, wären in dem Fall also um 50% weniger zugfest! Oder müssen die Schrauben aufgrund der Hitze "gutmütiger" und weniger spröde sein?
4) Wäre einfach mal interessant, welche Hersteller welche Schraubenqualitäten an ihren Druckkesseln verbaut, VA oder Standard. Die Bezeichnung der Qualität steht in den meisten Fällen auf den Sechskant- oder Rundköpfen der Schrauben (5.6, 8.8, 10.9 o.ä.).
Sorry für den etwas speziellen Einstieg, aber der Basteldruck nach dem ersten Schock nötigt mir wegen italienischer Küchentischblockade mein täglich Brot im Stehen auf...
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