Servusla,
das ist eigentlich kein Mysterium, sondern ganz normal, is bei meiner Europiccola auch so. Allerdings erst, nachdem ich sie das erste Mal zerlegt, ordentlich gereinigt und die Kolbendichtungen etwas gefettet hab. Ich erklär das Phänomen so: Nach dem Entlüften ist im kessel Wasser und Dampf. Nach dem Ausschalten kondensiert der Dampf; dadurch entsteht im kessel (und damit "kesselseitig" des Kolbens in der Brühgruppe) gegenüber der Umgebung ein Unterdruck. Dadurch erfährt der Kolben eine Kraft nach oben, der Hebel (so er genügend leicht gängig ist) hebt sich.
Vor dem Reinigen und Fetten hatte ich dieses Phänomen nicht; ich denke, dass da die Reibung zwischen Kolben und Buchse bzw. Kolbenstange und Führung viel zu groß war, als dass die durch die Druckdifferenz bewirkte Kraft den Hebel anzuheben im Stande war.
Wie dann der Druckausgleich zu Stande kam (nach dem Abkühlen war jedenfalls keine nennenswerte Druckdifferenz mehr feststellbar), ist mir nicht ganz klar; möglicherweise durch die damals (vor dem Fetten) nicht 100% dicht schließenden Kolbendichtungen.
Der hebel hebt sich nicht, wenn ich nach dem Ausschalten das Dampfventil öffne, Dampf vollständig ablasse und das Ventil offen lasse. Dann nämlich findet der Druckausgleich über die Dampflanze statt.
Die Kaffeemenge im ST ist dafür glaub ich wurscht, luftdicht ist der Puck so oder so nicht nicht. Dass der hebel bei verwendung von zu viel Pulver nicht bis in den unteren Totpunkt gelangen soll, halte ich für ein Gerücht. Mit dem Pulver kommt der Kolben nicht in Kontakt, da is ja noch die Dusche dazwischen.
IMHO ist der Effekt ist ein Zeichen dafür, dass die Mechanik sehr leichtgängig ist.
Mit etwas Glück kann mans auch beobachten; der hebel hebt sich nicht etwa langsam, sondern eregiert fömlich.....
Warum das allerdings in der Werkstatt (selbe maschine?) nicht auftritt, ist mir nicht ganz klar; möglicherweise lässt der Schrauber gleich nach dem Ausschalten Dampf ab.
Jürgen
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