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  #1 (permalink)  
Alt 05.06.2007, 23:00
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Beiträge: 89
Standard Restauration: Astoria Handhebelmaschine (Bilder ab S. 3)

Hallo allerseits,

nachdem ich am Wochenende eine Astoria Handhebelmaschine (Bj. so mitte der 80er) erstanden habe, gibts nun die ersten Probleme.
Das Wasser, dass aus der Brühgruppe kam, schmeckte irgendwie komisch. Nach zig Litern Durchlauf und drei Tagen war der Geschmack und Geruch immer noch unvermindert da. Also mal den Hebelmechanismus auseinandergenommen und nachgeschaut. Nachdem ich die Feder samt des oberen Teils herausgezogen hatte, strömte mir der besagte Duft sofort in die Nase. Mein erster Gedanke war: Das Fett an den Dichtungen muss es sein, war es aber nicht. Nachdem ich alle Dichtungen gereinigt hatte, war der wunderschöne Duft immer noch da. Ich habe dann überlegt, dass es vielleicht eine Mischung aus Schmoder, etc. zwischen Passe und Brühgruppe sein könnte (s. die Explosionszeichnung; die Passe ist das Teil Nr. AS.28 )



Um die Passe austreiben zu können, wollte ich die Brühgruppe demontieren, um mich dann mit einem Hammer vorsichtig dem Teil anzunehmen. Aber als ich alle vier Schrauben der Brühgruppe gelöst hatte, kam mir das Teil mitnichten entgegen. Im Gegenteil: Die Brühgruppe sitzt so dermaßen fest auf der Dichtung, dass sie sich auch bei stärkerem Krafteinsatz nicht einen mm bewegt.

Nun meine Frage: Warum ist das Ding so unglaublich fest? Wie kann ich es runter bekommen? Hat jemand noch ne andere Idee, woher der zarte Duft kommt, der jeden Espresso versaut?

Ich hoffe jetzt mal auf ein paar äußerst hilfreiche Antworten!!

Grüße,

Philipp
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  #2 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 00:19
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Hallo Philipp!
Schraub doch mal das Sicherheitsventil und das Entlüftungsventil oder andere Teile oben auf dem Kessel ab, vielleicht hat die Maschine lange gestanden und es hat sich im Kessel mittlerweile Leben entwickelt. Vielleicht kannst Du dann auch mal einen Blick auf das Steigrohr werfen. vielleicht ist der Kessel dermaßen verkalkt das das Rohr festsitzt. Die HH ist ein Einkreiser, vielleicht ist da immer nur eine Einfachentkalkung gemacht worden. Wenn die Maschine nicht ganz anders als meine aufgebaut ist, hält außer den 4 Schrauben nichts die Brühgruppe, vielleicht musst Du mit einem Meißel rundherum vorsichtig die Dichtung sprengen. Die Kunst liegt in der Gewaltanwendung ohne Zerstörung.
Gruss Roger
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  #3 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 10:56
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Ein paar kräftige Schläge mit dem Gummihammer gegen die Brühgruppe sollten eigentlich helfen.

Ich würde das Problem auch mal im Boiler suchen, wer weiss, was da alles drin ist.

Greetings \\//

Marcus
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  #4 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 12:18
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Das Boilerwasser ist es nicht. Das Wasser aus der Heißwasserdüse und der Dampflanze ist weitestgehend Geruchs- und Geschmacksneutral.

Der Geruch ist deutlich wahrnehmbar, wenn man sich mit der Nase der aufgeschraubten Brühgruppe samt Passe nähert. Ich würde den Geruch mal als eine Mischung aus Metall und Gummi beschreiben. So wirklich nach Schmodder riecht es eigentlich nicht. Deswegen war auch das Fett die erste mögliche Fehlerquelle die ich untersucht habe.

Die Brühgruppe sitzt auch nach ein paar Hammerschlägen noch bombenfest, so dass ich vermute, dass sie wohlmöglich mit der Dichtung und evtl. sogar dem Kesssel verklebt ist. Die Dichtung ist nämlich neu. Und so dermaßen festbacken kann die Brühgruppe doch gar nicht innerhalb von 4 Wochen.

Grüße,

Philipp
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  #5 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 12:38
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Vielleicht sinds ja die Dichtungen selbst. Die können manchmal einen bemerkenswerten Eigengeruch entwickeln. Im Gastroalltag ists egal, da es nach ein paar Tagen Dauereinsatz und etlichen hundert Kaffee verschwunden ist.

Greetings \\//

Marcus
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  #6 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 13:01
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Zitat:
Zitat von nobbi-4711
Vielleicht sinds ja die Dichtungen selbst.
Genau das wars!! Ich habe gerade mit einem sehr dünnen Schraubenzieher und einem Hammer vorsichtig die Dichtung aufgehebelt. Tatsache ist, dass die Dichtung mit der Brühgruppe verklebt war. Und dieser Kleber hat im Zusammenspiel mit dem Geruch der Dichtung den genannten Duft verursacht. Die Dichtung war immer leicht in Kontakt mit dem durchfließenden Wasser, so dass sich der Kleberduft im Brühkopf verteilt hat.

Jetzt versuche ich nur noch die Passe aus dem Brühkopf zu hämmern, was allerdings nicht wirklich funktioniert. Die sitzt ebenfallls so fest, als ob sie in den 20 Jahren noch kein einziges mal herausgenommen wurde.
Hat jemand hier noch einen Tip, wie ich das Ding am besten löse?

Grüße,

Philipp
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  #7 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 13:29
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Hm...schräg mit einem Rasiermesser einschneiden?

Greetings \\//

Marcus
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  #8 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 15:45
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So, nach endlosem Hämmern ist die Passe endlich raus! Und wie schon vermutet ist das Ding seit 20 Jahren nicht einmal raus gewesen. Die Dichtungen waren zerbröselt und in dem Zwischenraum von Passe und Brühgruppe saß der richtig dicke Schmodder. Die Passe liegt nun gerade im Kochtopf in Zitronensäure und ist mittlerweile schon wieder als ein Metallteil zu erkennen.

Werde in absehbarer Zeit mal ein paar Bilder des überholten Maschinchens reinstellen. Und wenn ich noch Fragen zum Zusammenbau habe, werde ich mich sowieso nochmal hier melden

Grüße,

Philipp
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  #9 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 16:18
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Hallo Philipp!
Glückwunsch zur gelungenen Demontage. Besorg dir am besten eine Teflondichtung für den Brühgruppenflansch ( AS121 ). Kann sein, das der Schmodder in der Laufbuchse ( Passe AS.28 ) auch der Grund für den zu kalten Espresso war.
Gruss Roger
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  #10 (permalink)  
Alt 06.06.2007, 17:21
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Hallo Roger,

die Dichtung ist schon bestellt. Eine Teflondichtung war übrigens auch schon vorher verbaut. Allerdings ist die natürlich hin. Bis auf diese eine schwer zu erreichende Stelle ist ja an der Maschine auch alles gründlich überholt gewesen. Jetzt brauch ich nur noch die zwei Dichtungen die zur Passe gehören und dann kanns losgehen mit leckerem Espresso und Dampfpower im Überfluss

Grüße,

Philipp
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