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  1. #1
    mr.smith ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard VA Quickmill - UMBAU ?!

    Hallo

    Bin gerade dabei meine alte QM umzubauen bzw aufzumotzen.
    - nach Rep. u. Instandsetzung
    - Tassenreeling (Eigenbau)

    Hier erste Frage:
    Möcht das Wasser aus dem trester wegbringen ! (geht Abwasserschlauch rein)
    Habe jetzt den Schlauch in die bereits vorhande Ableitung der Auffangschale angeschlossen.
    Die Frage ist - WARUM ist das umgebaut worden ???
    (nach Länge u. Aussehen des Schlauchs kann mann erkennen - ursprünglich so montiert war)
    Funktioniert - so ganz gut. - Kann ich das so lassen od. gibt es Gründe die dagegen sprechen ??? (sonst wär´s ja nicht umgebaut worden)

    Meine 2. Frage ist:
    Möchte meinen Espresso Optimieren ! (macht schöne haselnussbraune Crema u. hat sehr guten Geschmack) - ABER ich glaube das die Crema - noch ein wenig dunkler sein könnte (klärt mich auf wenn das Blödsinn ist)
    Dazu hab ich überlegt - eine stärkere Pumpe einzubauen.
    Der grund ist - das ich den Malgrad so fein stellen kann - das dann - die Pumpendruck - nur noch ein Tröpfeln erzeugt (dann die Crema zwar dunkler wird - aber der espresso zu stark).
    Mit einer stärkeren Pumpe - könnte ich noch feineren Malgrad nutzen.
    (Die Brühgruppe hälts allemal aus - Schläuche u. sonstiges - keine Ahnung)
    Gibt es überhaupt stärkere Pumpen - oder ist alles 15 Bar

    DAS - meine Überlegung !!!
    Aber vielleicht bin ich da voll auf dem Holzweg - u. befor mir die Maschine um die Ohren fliegt - Bitte um EURE Gedanken u. Anregungen dazu !!!

    Quickmill 5000A/5500 - La Pavoni Lusso Professional (INPAVONIVERITAS) - Vibiemme Paola nera - Carimali Eco E2 - LSM 85-16M Praktical Metronic - Rancilio MD50 - Carimali M1 - 3x Sm90 - Röster H1400G -
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  2. #2
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: VA Quickmill - UMBAU ?!

    Hallo,

    also das klingt sehr holzig muss ich sagen.

    Also deine Überlegung bezüglich stärkerer Pumpe sind eindeutig verkehrt. Espresso wird zumeist mit einem Druck von 9-10 Bar (meist wird 9,5 als goldenes Mittelmaß angegeben) gebrüht, dass die Pumpen in den Maschinen meist 15 Bar erzeugen wird zwar gern als Marketinggag verwendet ist aber für die Zubereitung von Espresso eher sogar nachteilig da man den Pumpendruck nachträglich wieder verringern muss um die eigentlich gewünschten 9,5 Bar zu bekommen.

    Um die Qualität deines VA Espressos zu verbessern gibt es aber ein paar andere Möglichkeiten, rein theoretisch jedenfalls, in der Praxis sieht es ev. anders aus.

    Zuerst spielt die Wassertemperatur (die Brühtemperatur) eine GROßE Rolle, hier solltest du, je nach Bohne zumindest auf 90-93°C kommen, darunter geht auch ist aber nicht für jede Sorte wirklich gut geeignet, für normale Espressomischungen empfiehlt sich ein Wert zwischen 90 u. 93°. Dadurch wird auch die Crema automatisch dunkler. Miss also am besten einal die Brühtemperatur (am besten in der Brühkammer selbst wenn möglich, ansonsten direkt am Auslauf der Kammer. BEACHTE bitte dass die Maschine vorher GUT DURCHGEHEIZT sein MUSS sonst ist die Messung nicht sehr aussagekräftig!

    Dann der richtige Druck, irgendwo nach der Pumpe muss ein s.g. Expansionsventil o. Bypassventil installiert sein, meist ein Messingteil mit 3 Anschlüssen von denen einer zur Pumpe führt, einer in richtung Brühgruppe bzw. Kessel und einer zurück in den Wassertank. Meist ist dieses Ventil einstellbar, zu erkennen daran dass aus 2 Teilen besteht die mit einem 6kant Schlüssel verstellt werden können. Hast du so ein Teil dann nimm die Leitung die zum Kessel/Brühgruppe führt ab und schließe dort ein Manometer (bis 16 Bar oder mehr) an, wenn du jetzt die Maschine anwirfst solltest du am Manometer den "Druck" ablesen können, liegt der bei ca. 10 Bar ist alles ok, ansonsten verstellst du das Ventil einfach so lange bis du dort ca. 10 Bar Druck hast (der Brühdruck in der Kammer weicht meist ein wenig nach unten ab wg. Leitungen usw.).

    Last but not least kommt es beim Espresso immer auf die Bohne und die Mühle an, wenn du alte oder minderwertige Bohnen in der Maschine hast oder diese zu lange offen im Behälter herumgammeln kannst du es gleich vergessen! Grade bei den VAs ist die Sache sehr heikel da in der Bohnenkammer die Temperatur bei längerer Laufzeit erheblich steigt und das ist das schlimmste was einer Kaffeebohne passieren kann! Fülle also immer nur soviel Bohnen ein wie du vor hast an 1 Tag (max. 2 Tagen, aber nur wenn die Maschine nicht 24/7 läuft) zu verbrauchen, fülle lieber einmal öfter nach als einmal zu selten und nimm wirklich GUTE und FRISCH Bohnen! Besorg dir welche bei einer guten Rösterei oder einem unserer Boardhändler.
    Bei der Mühle gilt es besonders darauf an dass du den Mahlgrad gut und auch entsprechend fein und möglichst stufenlos einstellen kannst, verwendest du immer die gleichen Bohnen so ist das eine einmalige Angelegenheit sofern du auf die Firsche achtest sollte der Mahlgrad dann auf lange Zeit passen. Zum einstellen plane bitte 0,5 bis 1 Kg frische Bohnen ein, du wirst ein paar Bezüge brauchen bis du das richtige Ergebnis hast!

    Wichtig ist dass du die Mahlscheiben mal prüfst, sind die abgenutzt hilft alles nix, dann müssen neue her vorher wirst du keine brauchbaren Ergebnisse bekommen!

    Was den Abwasserschlauch angeht so kann ich mir nur vorstellen dass es wie bei den ST Maschinen einfach der Abfluss vom Magenetventil an der Brühgruppe ist, hier wird nach dem Brühen der Überdruck abgebaut der in der Kammer herrscht, dabei wird auch ein Teil des Wassers dass noch am Puck schwimmt wegbefördert. Ich kenn allerdings dein Gerät bzw. VAs im allgemeinen nicht wirklich also kann ich keine Konkrete Aussage dazu treffen, wenn es so ist wie ich vermute dann muss der Schlauch da hin und sollte in die Abtropftasse führen allerdings muss da auch ein Ventil davor sein dass die Flussrichtung steuert und zwar in "3 Richtungen" (also 3 Wege Magnetventil) nämlich einmal von der Pumpe durch den Kessel/Thermoblock in die Brühkammer und weiter zum Auslauf und dann noch von der Brühkammer zurück in die Abtropftasse wobei jeweils nur eine Richtung, also 2 der 3 Wege, geöffnet sein dürfen.

    So, viel zu lesen, hoffe du kennst dich aus und ich hab es halbwegs rihtig erklärt, es findet sich ja immer einer der was besser weiß aber das ist ja normal
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
    Röster: Gene Café CBR101 230V

    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  3. #3
    mr.smith ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: VA Quickmill - UMBAU ?!

    Habe mir jetzt "gute?!" - Bohnen bestellt (Lange Kaffee - 3 Sorten zum testen,
    Im Forum - die meistgenannte - von Preis - Leistung)
    Wahrscheinlich kann ich damit am meisten erreichen.


    Mühle in der QM ist glaube ich ganz in Ordnung (größte der VA´s - stufenlos verstellbar) - kommt auch ganz feines Pulfer raus (bei hellen Bohnen ab 4 zu fein - bei dunklen ab 5-6)

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  4. #4
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    Standard AW: VA Quickmill - UMBAU ?!

    Zu fein oder nicht ist immer von verschiedenen Parametern abhängig, das Zusammenspiel aus Mahlgrad, Pulvermenge, Tamperdruck und Brühdruck ist als ganzes zu sehen, ebenso spielen Brühtemperatur, Frische der Bohnen und Maschinen-Bauart eine Rolle in dem ganzen. Das muss einfach alles zu zusammen passen wenn du perfekte Ergebnisse willst, wie weit du mit einem VA an ein "perfektes" Ergebnis heran kommen kannst hängt wesentlich von den von mir zuvor geschilderten Faktoren ab da hier meistens die in einem oder mehreren Punkten die meist GROßEN Nachteile der VAs liegen. Manche sind heiß genug bringen aber nur 7-8 Bar Druck, andere kommen mit dem Druck zwar zurande haben aber keine gute Mühle drinn usw. usw.

    Wie gesagt, wenn dein VA all die geforderten Parameter erfüllt und du das auch einigermaßen so einstellen kannst dann gelingt auch mit dem VA ein akzeptabler Espresso denk ich, worauf du dann aber UNBEDINGT achten musst ist die Pflege des Gerätes, gammelige Kaffeefettreste in der Brühkammer oder gar Schimmel, altes Wasser und ausgerauchte Bohnen sind natürlich dann ein absolutes DON'T.

    Die Bohnen zu wechseln ist aber sicher der erste und beste Schritt, da liegt tatsächlich das größte Potential, weiterhin solltest du einfach auf die Frische achten also wie ich schon sagte, lieber jeden Tag 1-2mal nachfüllen als einen Monatsvorrat reinkippen.

    Frisch geröstete Bohnen (wirklich direkt aus dem Röster) haben einen recht kurzen Zyklus wenn sie vor Sauerstoff ungeschützt (also außerhalb des Ventilbeutels) gelagert sind.

    Aus eigener Erfahrung (Aufbewahrung im verschlossenen Beutel):

    0-48 h nach der Röstung > Die Aromen entfalten sich langsam, das CO2 gast aus
    in dieser Zeit ist der Kaffee zwar trinkbar verändert sein Geschmacksbild aber noch deutlich.

    2.-7. Tag nach der Röstung > Die Aromen haben sich voll entfaltet bzw. sind diverse andere, in der Anfangsphase vorhandene Aromen verflogen und der Kaffee hat sein gewünschtes Geschmacksbild aufgebaut. In dieser Phase macht es Sinn den Kaffee zu beuteilen und natürlich auch aufzubrauchen

    ab dem 7. Tag n. Röstung > Der Abbau der Aromen wird, spätestens im direkten Vergleich, schmeckbar. Der Abbau nimmt rapide zu.

    Alles nach dem 7. Tag entspricht eigentlich nichtmehr dem gewünschten Röstergebnis des Rösters zumindest bei Reinsorten oder neauncenreichen Mischungen. Robustahaltige Gastronomie (BAR) Mischungen halten sich hier deutlich länger "über Wasser".
    Eine deutliche und eigentlich endgültige Verfallserscheinung ist dann die sichtbare Verhaltensänderung bei der Zubereitung z.B. wenn das Pulver beim Mahlen herumfliegt und keine feinen Klumpen mehr bildet oder wenn die Extraktion deutlich abnimmt (überwiegende Blondphase) usw. Dann spätestens ist der Kaffee als "ungeniesbar" zu entsorgen bzw. für andere Dinge heranzuziehen (Dekoration, grade zu Weihnachten eine schöne Sache oder auch mal zum Garnieren beim Kochen usw.).

    Diese Beobachtung trifft in 1. Linie auf reinsortige Arabica Röstungen sowie die meisten 100% Arabica Mischungen zu, wie gesagt bei den Robustamischungen mit einem Robusta Anteil von 20+ % verleiht dieser Anteil der Mischung zumindest optisch und in der "Basis" eine etwas längere Stabilität, sieht man sehr schön wenn man die Produkte in den Kaffeehäusern vergleicht, bei Illy und anderen 100% Arabica Sorten bekommt man selten eine ansehnliche Crema und einen vollmundigen Geschmack serviert, einfach weil die Bohnen selten frisch genug sind, bei anderen Marken z.B. Roen (aus eigener Erfahrung) kann man auch nach 3-4 Wochen noch etwas "zaubern" dass zumindest dem Durchschnittsgaumen noch durchgeht.

    lg
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
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  5. #5
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    Standard AW: VA Quickmill - UMBAU ?!

    Hab es jetzt mit - FRISCHEM Kaffee probiert.
    Alle Parameter optimiert (Menge 7,5-8g - Mahlgrad feiner - ...)

    WHOOW - Die Crema ist wahnsinn (fast so wie bei unserem Siebträger in der Arbeit - Vibiemme Kometa - FAST)

    Das aber dieses (fast) mit einem VA möglich ist hätte ich nach vielen unsäglichen Versuchen (AEG - Jura - Saeko - ...) nicht für möglich gehalten.

    Ist aber auch keine reine Knöpfchendruckmaschine - Parameter müssen alle passen - dann satte - dunkle - feste Crema!
    (nicht das helle - porige Zeugs - was sonst aus Va´s kommt)
    Ausdauer u. geduld ist aber notwendig.

    Also - gelöst - kein UMBAU notwendig !!!
    (wenn man von der entfernung der Mahlwerksbegrenzung absieht - war notwendig)

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