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  1. #1
    DL1LBN ist offline Erfahrener Benutzer
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    Frage Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Moin!

    Liebe Experten, ich habe noch ein anderes Hobby und beschäftige mich dabei auch mit einem Dampfkessel (12bar, 1,5t Dampf/h). Dieser Kessel muß täglich abgeschlammt werden, d.h. der Bodensatz wird morgens, wenn sich das Wasser über Nacht beruhigt hat, durch ein Ventil am Kesselboden außenbords gedrückt. Durch die Dampfabnahme der Maschine konzentrieren sich die Härtebildner etc. im Kesselwasser und bilden den Schlamm.

    Macht es nach Eurer Meinung nicht auch Sinn, das Kesselwasser in den 2-Kreisern auch ab und zu "abzuschlammen" damit die Kalkkonzentration nicht durch den Dampfverbrauch ansteigt?
    Meine Idee: Nach dem Ausschalten der Maschine über das Heißwasserventil den Kessel und dem Restdruck ausblasen und nach Abkühlen, also beim nächsten Mal mit ausgeschalteter Heizung (bei meiner Milady geht das) neu füllen.

    Gruß
    Christoph

    Futurmat Milady; Mini Mazzer E; http://up.picr.de/3585568.jpg = Wellnessinsel
    Quickmill 08835 im Büro, Uralte Baby Gaggia wartet auf Reanimation im Keller, Bialetti Elettrica (230/120V und 12V) Reiseset mit Zassenhaus Heidelberg.
    Schleichwerbung für guten Zweck:www.raddampfer-kaiser-wilhelm.de ist ein ehrenamtlich betriebener Museumsdampfer BJ 1900
    (da könnt Ihr mich sehen(siehe Schiff sucht Mannschaft/Heizraum), ich bin der, der im Kessel liegt und aus dem Mannloch guckt)

  2. #2
    Dolomiti ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Aah, das wäre endlich mal ein Kessel, bei dem keiner mehr über zu wenig Dampf zum Aufschäumen klagen könnte!

  3. #3
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Zitat Zitat von Dolomiti Beitrag anzeigen
    Aah, das wäre endlich mal ein Kessel, bei dem keiner mehr über zu wenig Dampf zum Aufschäumen klagen könnte!
    dafür wohl aber über die nötige aufheizzeit...

  4. #4
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Das wird nicht funktionieren, denn der Kalk setzt sich laufend an allen Metallteilen, die mit dem heißen Wasser in Kontakt kommen ab: Kesselwand, Heizstäbe, Rohre, Ventile ... Wenn das Wasser abgekühlt ist, ist der Vorgang bereits abgeschlossen. Das Ca- und Mg-Karbonat bekommst du nur noch mechanisch oder durch chemische Umwandlung weg.

  5. #5
    charcoal ist offline Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Zitat Zitat von DL1LBN Beitrag anzeigen
    Macht es nach Eurer Meinung nicht auch Sinn, das Kesselwasser in den 2-Kreisern auch ab und zu "abzuschlammen" damit die Kalkkonzentration nicht durch den Dampfverbrauch ansteigt?
    Moin Heizer!

    Die Bedeutung der Kesselwasserpflege, möglicher Chemikalienzusätze sowie das Abschlammen des Kessels sind bei KAFFEEMASCHINEN noch nicht wirklich ein Problem oder Gegenstand der Forschung gewesen....
    hier geht es um Heißwasserbereitung resp. Abdampfbetrieb und nicht um Dampfbetrieb mit Kondensator wie a.d. "Kaiser".

    Das "Abschlammen" macht Sinn bei Kesselanlagen, die den Dampf durch Kondensieren wieder zu Speisewasser gewinnen und somit die durch Chemiezusätze gebundenen Härtebildner als Schlamm in Kesselwasser anreichern.

    Bei Espressomaschinen hast du durch den Bezug von Kaffeewasser keine derartige Anreicherung von Kalk bzw. keinen Schlamm !
    (Natürlich könntest du Trinatriumphosphat / Hydrazin benutzen, um evtl. Schäden an Kessel/Heizschlange/Brühgruppe etc. vorzubeugen und Härtebildner als Schlamm abzuscheiden - äh...wie schmeckt dann der Espresso?)


    Gruß
    charcoal
    (Maschinist auf Traditionsschiffen)

  6. #6
    Dolomiti ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Hallo Charcoal,
    Deinen Beruf finde ich toll (bin ja Alpenbewohner). Wahrscheinlich ist das aber sehr anstrengend?
    Jürgen

  7. #7
    charcoal ist offline Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Nee..... nix Beruf (mehr), sondern Hobby!

    Die Zeiten, wo man bei 65° - 85°C vier Stunden Wache im Maschinenraum eines Turbiners zugebracht hat, sind schon lange vorbei...das war in der Tat anstrengend!

    heute segle ich lieber...auf nem Schoner - wir fahren ja nur noch zur See, um jede Menge Spaß zu haben

  8. #8
    DL1LBN ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Moin Charcoal

    Ich habe an das Kesselwasser und nicht an das Kaffeewasser bei 2Kreisern gedacht. Wenn Du immer nur Dampf und kein Wasser entnimmst, dann konzentrierst Du alles, was nicht verdampft auf, was sich schon an den Heiztern abgesetzt hat wirst Du sicher damit nicht los. Wir fahren auf dem "Kaiser" Helamin zur Wasserpflege, hat sich die letzten Jahre gut bewährt. Der Kessel sieht immer noch gut von innen aus.
    Hat hiermit nichts zu tun, ich habe heute die gute Nachricht bekommen, dass der Kaiser, auch wenn es noch keinen Fahrplan gibt, 2008 wieder auf der Elbe unterwegs sein wird. Fahrt doch mal mit!
    Geändert von DL1LBN (18.03.2008 um 02:39 Uhr)
    Gruß
    Christoph

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    (da könnt Ihr mich sehen(siehe Schiff sucht Mannschaft/Heizraum), ich bin der, der im Kessel liegt und aus dem Mannloch guckt)

  9. #9
    Lutzzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sinn oder Unsinn? "Kessel abschlammen" bei Zweikreisern

    Zitat Zitat von Arni Beitrag anzeigen
    Das wird nicht funktionieren, denn der Kalk setzt sich laufend an allen Metallteilen, die mit dem heißen Wasser in Kontakt kommen ab: Kesselwand, Heizstäbe, Rohre, Ventile ... Wenn das Wasser abgekühlt ist, ist der Vorgang bereits abgeschlossen. Das Ca- und Mg-Karbonat bekommst du nur noch mechanisch oder durch chemische Umwandlung weg.
    Hallo Arnie,
    war bei meiner ECM nicht so, ich hatte kaum Ablagerungen an den Kesselwänden und am Heizstab, dafür befand sich ein kompakter Kalkstein von ca. 5cm Länge und 2 cm Durchmesser im Kessel. Ich habe Ihn dann mit einem Stahldraht zertrümmert und durch die Bohrungen geschüttelt. Ich kann allerdings feststellen, daß sich schon so eine Art Kalkschlamm bildet, der dann am Heißwasserauslaß anfällt.

    Viele Grüße Lutz

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