Hallo,
ich habe mich in einer akuten Notlage registriert (bisher habe ich nur Beiträge gelesen).
Nach etwas über einem Jahr Training an Silvia und Rocky hatten wir beschlossen, uns zu verbessern und haben dem hiesigen Saturn seine Vorführ-Classika abzukauft ( die niemand haben wollte, wass kein Wunder ist, wenn die Veräuferin sagt, so etwas würde sie nie kaufen, weil sie die ganzen Knöpfe nicht versteht - soviel zum Thema Fachgeschäft...).
Wir haben sie gestern Abend aufgebaut und den ersten Espresso gezogen - die Maschine jagte das Wasser durch den Kaffee als gäbe es kein Morgen und das Ergebnis war undrinkbare Plörre mit Schaum in dem die einzelnen Bläschen platzten und der nach ein paar Minuten komplett verschwand. Mehrere Versuche mit Mahlgrad und Tampern halfen nichts, aber mir fiel auf, dass das Manometer beim Bezug doch sehr hoch stieg. Ein Rückspül - Versuch zeigte ungefahr 12.2 Bar. Ausserdem stand in der Anleitung. '' Aus der unteren Öffnung des Brühgruppenzylinders entladen sich Restdruck / Restwasser in die Auffangschale ''. Dem war aber nicht so. Da ich schon bei der Sylvia den Brühdruck reduziert hatte, dachte ich mir, das sei auch hier eine gute Idee.
Also habe ich ich mir aus dem Forum eine Einstellanleitung gezogen und heute Morgen mein Glück versucht. Da die Anweisungen für eine Technika III waren, klappte erst mal gar nichts, bis mir am Boden der Klassika eine rechteckige, leicht erhöhte Verschlussplatte auffiel, die nach dem Abschrauben den Blick auf das Expansionsventil freigab - so einfach hätte ich mir das nicht vorgestellt... ( siehe Foto )
Der Haken war dann, dass sich die Einstellmutter partout nicht bewegen wollte, und da das Expansionsventil nur von einem dünnen Kupferrohr gehalten wird ( das sich so anfühlte, als wolle es sich mitbewegen ) und ich nicht wusste, in welche Richtung ich es eigentlich drehen müsste, beschloss ich, Fotos zu machen und mal beim Kaffenetz zu fragen.So weit, so gut.
Dann kam das Drama - ich wollte die Maschine noch einmal ausprobieren, da sie ja eigentlich auch mit 12 Bar Druck noch in der Lage sein sollte, Espresso zu machen, schaltete sie an und liess sie sich aufwärmen. Beim Aufwärmen stieg das Manometer auf sechs Bar und fiel dann auf null. Als ich einen Leerbezug machen wollte., um die Tasse zu wärmen, tröpfelte es nur vor sich hin, und das Manometer blieb bei null ( sonst stieg es auf vier Bar ).
Ich dachte mir, ich müsse wohl den Kessel nochmal auffüllen, das die Machine ja gelegen hatte, legte den Heisswasserknopf um und drehte das Dampfventil um - statt des erwarteten Wassers trat extrem heißer Dampf mit ein bisschen Wasser aus und ich hätte mich fast verbrannt. Ein weiterer Versuch eines Leerbezugs endete damit, dass überhaupt kein Wasser mehr kam, das Manometer auf null.
Dazu kam ein gluckerndes Geräusch, dass mich nervös machte, weil es sich anhörte, als träte in der Maschine Wasser aus - wie ich anschließend feststellte, war das nicht der Fall. Ich bin völlig ratlos, denn die Maschine funktioniert überhaupt nicht mehr - ich habe den Eindruck, der Kessel wird überhaupt nicht mehr mit Wasser versorgt und das Geräusch könnte dadurch verursacht sein, dass im Kessel das Wasser zu kochen anfing. Was tun?
Ich brauche dringend Hilfe, denn meine Angebetete, auf deren Initiative die Classika angeschafft wurde, wird das gar nicht lustig finden...![]()


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