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  1. #1
    Schefzig ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Hallo zusammen,

    hab mir aus der Bucht ne gebrauchte Divina geangelt. Es handelt sich dabei um das gleiche Gerät (nicht das selbe!), das hier schon mal diskutiert wurde:

    neue Baustelle Astoria Divina Jun 1 SAE

    Während Freundhase bei seiner "nur" gegen Frittengeruch kämpfen musste, riecht meine irgendwie wies nach Kippen. Auch nicht toll!

    Was hab ich bisher getan? Obwohl ich die Maschine über einen externen Tank betreiben will (was wohl auch funktionieren sollte), hab ich erst mal ne provisorische Festwasserleitung über den Wasserhahn in der Küche gelegt, da die Kesselbefüllung ohne Druck nicht funktionieren wollte. Mit Druck hats dann aber funktioniert.

    Dann mal die Maschine auf 2 geschaltet (also heizen) und abgewartet. Kessel hat sich brav entlüftet und danach auch wieder geschlossen. Sehr schön!

    Druch im Kessel wurde dann auf knapp über 1 Bar aufgebaut (gründer Bereich in der Anzeige). Schaut also auch gut aus.

    Dampfrohr schaut sauber aus und hat Power wie ein kleiner Drache - meine X1 und die uralte Microcimbali bieten da ein klein wenig weniger Power ;o)

    Heisswasser funktioniert auch super, in der Tasse haben sich dann aber weisse Partikel abgesetzt. Schade! Damit ist dann wohl die Frage geklärt, ob ich den Kessel auseinanderbauen und entkalken sollte.

    Der aufmerksame Leser merkt nun schon, dass ich mich von den guten Dingen so langsam zu den Problemchen vorarbeite.

    Die Pumpe will nicht! Was ich bei der Befüllung des Tankes schon befürchtet hatte (sollte die Pumpe nicht das Wasser zeihen, auch ohne Leitungsdruck), hat sich nun bestätigt. Wenn ich die Bezugstaste drücke, dann kommt zwar Wasser, der angegebene Druck liegt aber nur bei 5 Bar (aus dem Wasserhahn) und das Wasser läuft nur langsam aus der Brühgruppe. Dazu gibts dann ein brummendes geräusch. Ich gehe nicht davon aus, dass in den Magnetventilen so viel Strom fliesst, dass ich den E-Magneten so laut hören kann. Der Motor der Oumpe wurde auch warm. Es scheint also etwas zu passieren, am Ende kommt aber nix an.

    Nun mal die erste Frage an die Experten: kann da ein Rohr so zugekalkt sein, dass die Pumpe da nicht durch kommt? Oder kann es an einem Ventil liegen? Bitte bitte sag jetzt aber keiner, dass das laute Brummen ein Ventil ist und meine Pumpe im Eimer ist ...
    An der Stelle noch ne Info: der Verkauf war nicht von Privat. Somit hab ich dann wohl ein Rückgaberecht. Verkauft wurde von einem Insolvenzverwalter, der wohl (a) die Maschine nie an hatte und (b) nix davon geschrieben hatte, dass die Kiste nicht funktionieren würde.
    Zum Preis: 299,99 + Porto. Gehe also davon aus, dass ich da noch ein paar Euros reinstecken kann, ohnen nen schlechten Deal gemacht zu haben. Will also nicht bei dem ersten Mangel sofort die Kiste einpacken und zurückschicken.
    So ... nun aber zurück zum eigentlichen Thema.

    Habe ein paar Bilder vom Innenleben gemacht:

    Nach dem fiesen Geruch war ich über das Aussehen der Rohre positiv überrascht!



    Hier am Kessel ist an der Schraube ganz links was weisses zu sehen. Ist das irgendeine flüssige Dichtmasse, die da verlaufen sit, oder kann das Kalk sein? Die Stelle sah beim Betrieb eigentlich bombentrocken aus?!?










    So ... und hier noch mein Duschlieb. War total zugesaut!
    Auf dem Bild sieht man, dass da drunter einige Knubbel sind. Die gehören dort sicher nicht hin, oder?
    Auch ist seltsam, dass das Sieb in der Mitte weiter reussteht, als am Rand. Sind da dann Ablagerungen drunter, oder gehört das so?





    Aus wie vielen Teilen besteht das überhaupt? Da ist das Sieb, darum dann ein silberner Ring. Am Rand dann was helles aus Kunststoff (Dichtung?!?) und auf der Rückseite ein dunkles Material.

    Wie kann ich das auseinandernehmen? Der Kunststoff bewegt sich nicht. Muss da Gewalt ran und dann ne neue Dichtung? Oder ist das nicht zum weiteren auseinanderbauen gedacht?!?

    So. Morgen gehts dann erst mal ans entstinken der ganzen Verkleidungsteile.

    Freu mich schon auf Input zum Thema Pumpe, Kessel und Duschsieb.

    So long

    !!

    Dennis
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  2. #2
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Die Ablagerungen unter dem Sieb gehören sicher nicht dorthin, es kann sein, dass sie in der Mitte eine kleine Erhöhung hat, aber vor allem ist sie nicht schwarz sondern hat eine gesunde Messingfarbe ...das Duschsieb sollte eigentlich silbrig sein. Das abgebildete schwarze Konglomerat besteht, meine ich, aus drei Teilen: der Duschplatte, einer Dichtung (da bin ich mir nicht ganz sicher und dem Sieb. Das Sieb muss erstmal runter, da kann nicht viel kaputtgehen!

    Aber ansonsten sieht die Maschine doch toll aus...kein Rost, keine undichten Stellen (offenbar), Rahmen in Ordnung... Das wird doch ein Kinderspiel.

    Enkalken wäre auf jeden Fall Pflicht...das ist bei der Astoria ein Klacks, da alle Rohre daumendick sind und sich die Heizug herrlich ausbauen lässt. In zwei Stunden ist das Gerät grundlegend demontiert. Auch dem Brühkopf würde ich dann erstmal in Fettlöser einlegen, genauso wie das Magnetventil (natürlich ohne Magnet!).

    Das mit der Pumpe hört sich schon ernster an: Es gibt eigentlich kein Ventil vor der Pumpe, die 5 bar Leistungsdruck zwängen sich bereits durch den Pumpenkopf und warten darauf von der Pumpe weiter erhöht zu werden. Wenn es brummt, scheint allerdings der Motor vielleicht noch OK zu sein (aber auch nicht sicher). Ich würde die Pumpe ausbauen und dann Fehlersuche betreiben. Ich würde selbst auf einen festsitzenden Pumpenkopf tippen. Da kann man dann nicht viel reparieren, sondern müsste neukaufen. Wenn sich der Motor (ohne Pumpenkopf) noch gut und geräuscharm dreht, kann man den noch nutzen.

    Das Weiße an der Kesselschraube könnte auch etwas sein, was mal durch die Tassenablage runtergetropft ist...der ganze Rest ist ja so trocken...außerdem sieht das auch zu weiß aus, die Kalkablagerungen bekommen dann eher eine grünliche Färbung. Dass nur eine Schraube undicht ist und dann auch das Wasser soweit runterläuft, halte ich für unwahrscheinlich. Der Kessel ist nur durch die Kesseldichtung abgedichtet (die Dichtung würde ich auch nach dem Entkalken neu machen...ist allerdings ziemlich teuer...ca. 30€).

    Fazit: Die Maschine sieht absolut top aus, ist die Hülle auch so gut in Schuss? Die 300€ sind wirklich absolut gut investiert, auch wenn Du jetzt noch eine Überholung (sollte man eh alle paar Jahr mal) machen und eventuell die Pumpe erneuern musst.

    Freue mich auf weitere Berichte.
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  3. #3
    Schefzig ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Hallo Langbein und Danke für deine Hinweise.

    Das mit dem Duschsieb ist echt krass. Hatte es über Nacht in Wasser liegen (ohne irgendwelche Fettlöser) und heute schauts noch immer schwarz aus. Ich hatte ja eigentlich auch Messing erwartet ;o)

    Da die Seite des Siebes schmaler ist, als die schwarze / messing Seite, will ich da erst mal nicht mit Gewalt das Sieb nach unten rausholen, sondern geb jetzt mal Reiniger dazu und schaue mal, ob sich dann mit moderater Kraft was bewegt (wenn möglich in Richtung Messing rausnehmen).

    Entkalken hab ich feste vor. Ob ich die Maschine aber in 2 Stunden auseinander habe, das wage ich noch zu bezweifeln. Ist die erste Maschine, die ich wirklich auseinanderbaue und da muss natürlich jedes Teil erst mal ausgiebig bestaunt werden, bevor es weiter geht.

    Wie weit sollte man sowas denn auseinanderbauen? Nur alles, was nach der Pumpe kommt, oder auch schon die Kaltwasserteile?

    Und die kleinen Zuleitungen zu den Druckanzeigen? Können die bleiben, oder sollte man die auch ausbauen und reinigen?

    Hab eben schon ne Stunde an der Verkleidung rumgeschrubbt. Der große Mief ist weg. Noch hier und da ein paar kleinere Flecken. Werde nachher mal ein paar Fotos von den Teilen machen, damit man sich auch ein Bild von deren Zustand machen kann.

    Bilder im zusammengebauten Zustand hab ich keine. Hier verweise ich dann mal auf den oben schon genannten Fred, da sieht man die baugleiche Maschine.

    Deine Einschätzung zur Pumpe gefällt mir natürlich nicht ... aber wenigstens wars ehrlich
    Werd das Teil mal ausbauen, dann bestaunen (siehe oben) und schauen, ob ich was entdecken kann.

    Schon mal danke bis hierhin

    Dennis
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  4. #4
    langbein ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Der Kaltwasserteils ist zumindest nicht anfällig für Kalk, insofern kann man sich das eigentlich schenken...wobei: viel Arbeit ist das auch nicht. Ich würde erstmal sehen, wie verkalkt die anderen Leitungen im Heißwasserbereich sind und dann ggfs. auch die kleinen Leitungen entkalken.

    Fang erstmal an, Du wirst merken, dass das keine Hexerei ist. Mach ganz viele Fotos, damit Du nachher wieder alles an die richtigen Stellen kriegst...das Zusammenbauen dauert aber dann auch deutlich länger als 2 Stunden , sollte aber auch an einem Wochenende gut möglich sein.

    Zur Duschplatte (und allen anderen versifften Sachen): Kaffeefettlöser wirkt wirklich Wunder...innerhalb von Minuten löst sich der Schmand. Natron oder andere Hausmittelchen wirken auch, aber nicht so gut. Wenn Du eh Dichtungen (und andere Teile) beim Ersatzteilhändler bestellst, order gleich mal ein Kg Fettlöser dazu.
    Carimali Uno E und Quamar M80E

  5. #5
    Espressofix ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Schefzig Beitrag anzeigen
    Wie weit sollte man sowas denn auseinanderbauen?
    Bis auf die Elektrik und Rahmen komplett. Da fast alle Rohre zum Kessel gehen, ist nach dessen Demontage eh fast alles abgeschraubt.

    Ich finde, die Maschine sieht fast noch wie neu aus...

    Mach viele Fotos! Ich würd auch die Kaltwasserteile ins Zitronensäurebad einlegen. Die sehen nach Jahren auch nicht mehr besonders schön aus...
    diverses

  6. #6
    Schefzig ist offline Erfahrener Benutzer
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    Beim Versuch, das Wasser aus dem Kessel zu lassen, hab ich dann festgestellt, dass ich mit meinem Ratschenset natürlich nicht weit komme. Brauche ich da jetzt Maulschlüssel in allen erdenklichen Größen, oder kann ich da problemlos mit der Wasserpumpenzange an den Rohren rumschrauben?

    Und ja: ich habe den kleinen Hahn entdeckt, der zum Wasser ablassen da ist. Der hat aber leider seinen Dienst verweigert.

    Fettlöser hab ich schon ein wenig zu Hause. Werd mal schauen, ob ich mir dann die Tage gleich noch nen großen Eimer bestelle?! Für die paar Teile, für die ich den Fettlöser brauche, sollte mein Tütchen aber eigentlich noch reichen.
    Um den Familienpack Zitronensäure werd ich aber wohl nicht rumkommen

    Wenigstens brauche ich hier aber nicht die sackteure Weinsteinsäure wie bei meiner X1.

    Gruss

    Dennis
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  7. #7
    keltsch ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Hi,

    entschuldigt bitte dass ich mich hier einmische, allerdings habe ich eine Frage zu einem der Bilder.




    Was ist denn das für ein Pumpenmotor ? Und warum geht da eine Wasserleitung (?) rein ?

    mfg keltsch

  8. #8
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Da der Motor keine Kühlrippen hat könnte er wohl wassergekühlt sein, spart Platz.
    Gruss Roger

  9. #9
    Espressofix ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    Ich nutze einen Rollgabelschlüssel, mit einer Wasserpumpenzange zerkratzt man leicht die Muttern.

    Der Motor ist ein Zecchin, der ist Wassergekühlt. Wird wohl gerne von CMA verbaut:

    diverses

  10. #10
    Spencer ist offline Benutzer
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    Standard AW: Restauration: Astoria Divina SAE 1J BJ:1999

    @ Keltzsch: Pumpenmotor mit Wasserkühlung.

    @ Schefzig: Hört sich nach festsitzendem Pumpenkopf an. Mal ausbauen, etwas Essig in Zu- und Ablauf träufeln, nach ein paar Stunden vorsichtig mit der Wapu-Zange versuchen, an der Achse zu drehen. Kann helfen – zumindest um die Pumpe soweit hinzubekommen, um einen Funktionstest für die Maschine zu machen. Und wenn nicht, schadet's auch nicht.

    An Werkzeug würde ich mir unbedingt einen kompletten Satz ordentlicher Maulschlüssel (auch solche exotischen Maße wie 20 mm und 18 mm) zulegen, statt mit einer Zange herumzumurksen.

    Viel Glück

    Spencer

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