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  1. #1
    eageryoungcoffeecadet ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Restauration Wega Nova - Zweiter Frühling für die Gastrokiste

    Hallo zusammen! Nachdem ich mir vor wenigen Jahren mit einer Gaggia CC die Eintrittskarte für den Espressowahnsinn zugelegt habe, nahm das Unheil seinen Lauf: Etwas größeres musste her, am besten Zweikreiser und möglichst noch mit vertretbaren Ausmaßen. Die nächste Stufe war dann ein ziemlich exotischer Zweikreiser von LaPavoni. Zwar schon mit Festwasseranschluß, aber mit dem kleinen Siebträger und der Vib-Pumpe war ich irgendwie doch nicht zufrieden. Siehe hier: La Pavoni Eurobar Zweikreiser - Kleine Bastelstunde

    Etwas mit Rotationspumpe sollte es also sein... und Anfang letzten Jahres ist mir dann für kleines Geld eine Wega Nova in die Hände gefallen. Die Bedingung 'möglichst kompakt' war zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich in Vergessenheit geraten. Als der Kasten dann tatsächlich bei mir im Zimmer stand, hab ich doch ein wenig an meinem Geisteszustand zweifeln müssen...

    Naja, der Zustand war, wie nicht anders erwartet, ziemlich desolat - eine ausgemusterte Gastrokiste eben, eigentlich reif für den freundlichen Altmetallhädler. Aber ich lasse einfach die Bilder für sich sprechen:


    Leichter Rostansatz...


    Als wäre sie in einem Taubenschlag gestanden


    Die Wirkungsstätte in ihrer vollen Pracht...


    Brühgruppe mit Bioreaktor...


    Innen sieht's nicht besser aus!


    Die Verteilerplatte war vollkommen eingegammelt und ziemlich wiederspenstig was das
    Öffnen anging... Dremel, großer Schraubenzieher und Hammer haben dann aber doch
    erfolgreiche Überzeugungsarbeit geleistet!



    Kesselstein Olé! Über eine Woche hat das Entkalken gedauert, zuerst mit Hammer und
    Meißel. Es kamen Platten mit fast zwei cm Stärke heraus! Dann zuerst mit Zitronensäure
    entkalkt, nach zwei Kilo hab ich akzeptiert, daß die mit dem Kesselstein nicht fertig wird.
    Der gute Schnellentkalker aus dem Großmarkt mit 30% Phosphorsäure hat's dann aber
    doch gerichtet...

    Naja, alle Teile zerlegen, reinigen und überholen hat mehrere Monate in Anspruch genommen. Es soll ja Spaß machen, darum habe ich je nach Lust und Laune mal hier, mal da an der Maschine geschraubt. Zudem ist das Projekt fast ein halbes Jahr stillgestanden, weil ich Rahmen & Verkleidung zum Sandstrahlen und Lackieren an einen Freund weitergegeben habe, er kennt da jemanden der jemanden kennt... Böser Fehler, im Endeffekt war ich froh, daß ich die Teile überhaupt wiedergesehen habe, da der Kerl einen Teil der Verkleidung verschlampt und auch nicht lackiert hatte. Und sagen wir's mal so: Wenn ich die Verkleidung bei einem Sandsturm in der Sahara mit der Sprühdose lackiert hätte, wäre wohl weniger Staub drin! *ärgerlich* Naja, selber schuld, einem Lackierer hätte ich das Zeug um die Ohren gehauen, so muß ich das eben nochmal machen lassen.

    Der Zusammenbau an sich ging dann recht flott vor sich, als kleines Schmankerl hat die Maschine noch einen PID-Regler verpasst bekommen. Ein guter Freund hat mir eine Tauchhülse aus Messing gedreht, in der sitzt ein Typ K Thermoelement, das den Regler mit den nötigen Infos versorgt. Dieser Schaltet über ein SSR nun die Heizung. Über einen Wechselschalter an der Frontblende kann ich nun bequem zwischen PID und Pressostat umschalten.

    Nachdem ich vorgestern den Kesselkreis geprüft und für dicht befunden habe, ging's gestern an den Brühkreis. Hier tat sich ein Problem auf, das ich noch nicht gelöst habe: Am Manometer liegen beim Leerbezug satte 8 Bar an. Kommt mir verdächtig viel vor, oder ist's doch normal? Hier der 'Problemthread' Problem: Druck bei Zweikreiser im Leerbezug zu hoch

    Habe die Maschine heute dann aber doch in der Kaffee-Ecke installiert:







    Die ersten Ergebnisse sind schon mal eine kleine Entschädigung für den Aufwand...


    Jetz warte ich nur noch auf die (diesmal hoffentlich besser lackierte) Verkleidung, dann ist die Dame komplett!

    Gruß, Alex
    ------------------------------------------------------------------
    Ja hält man's für möglich, sie ist zerbröselt...

  2. #2
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Wega Nova - Zweiter Frühling für die Gastrokiste

    Hi

    was lange währt wird endlich ... SEHR GUT!

    Hast Du wider schön hinbekommen - und die Bilder des "Lieferzustands" sind wirklich beeindruckend! 2 cm dicke Kalkplatten sind schon allerhand - würde mich einmal interessieren, wie lange die Maschien wo in Betrieb war: was da wohl als Wasser aus dem Hahn kommt...

    Freu mich für dich, daß sie wieder so schön geworden ist!

    "Fritzz"

  3. #3
    Kaffeesack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Wega Nova - Zweiter Frühling für die Gastrokiste

    Nach schweren Stunden..äh Monaten im OP- sie lebt!! Schööööön.

    Wie hast du den bottomless ST so sauber geöffnet? Gedreht? Freund eines Freundes eine Freundes,..

    ralph
    * 2x Carimali Alfa ER + 2x LSM SM 95A
    * Gaggia CC + Demoka 205 + Poccino Precisa Mill
    * Gene Cafe CBR-101

    *** Rosa Lappen..Häh..?!

  4. #4
    eageryoungcoffeecadet ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restauration Wega Nova - Zweiter Frühling für die Gastrokiste

    @Fritzz: Ja, der Versifftheitsgrad war schon mächtig! So wie's aussieht hat das Ding in seinem früheren Leben wohl keine Entkalkung genossen, auch Rückspülen war eher out. Ist wohl in die Kategorie gekauft > benutzt > abgeschrieben > abgestellt einzuordnen.

    Zitat Zitat von Kaffeesack Beitrag anzeigen

    Wie hast du den bottomless ST so sauber geöffnet? Gedreht? Freund eines Freundes eine Freundes,..

    ralph
    Ja rat mal... In der Garage eines Freundes von mir steht eine Drehbank, der Übeltäter war ich selber. War ein wenig wild, durch das Griffstück bin ich mit einem normalen Meißel nicht beigekommen. Ich bin dann von vorne mit einem Abstechmeißel reingefahren, allerdings hat's ihn etwas schräg gezogen, siehe Anfang Griffstück. Bei mir zuhause ist sowas leider nicht drin, meine 'Werkstatt' ist in Bild 3 zu bewundern, nur daß da jetzt statt dem Gerümpel eine gemütliche Couch steht...

    Ein wenig Sorgen macht mir noch das Sicherheitsventil, das pfeift schon bei 0,7 Bar Kesseldruck ganz ordentlich durch. Die Dichtung hatte ich zwar ersetzt und gereade eben noch die Feder ein wenig nachgebogen, aber keine Besserung. Irgendwie sehe ich da einen Zusammenhang mit der Tatsache, daß die Pumpe so alle 20 Minuten kurz zum Kesselfüllen anspringt... Naja, wieder 20 Euro aus der Portokasse futsch!
    ------------------------------------------------------------------
    Ja hält man's für möglich, sie ist zerbröselt...

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